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St. Martini Gemeinde zu Bremen

Martinikirchhof 3 28195 Bremen

Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.

Täglicher Impuls
Montag

Der heilige Name Jesus - unser Rettername

Unser Gott hat einen Namen, und dieser Name lautet Jesus. In Römer 10,13 heißt es: 'Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, der soll errettet werden.' Der Name Jesus bedeutet 'Jahwe rettet' - hier ist die Konkretisierung des alttestamentlichen Gottesnamens. Der Name ist Programm: Wer diesen Jesusnamen anruft, der wird errettet werden. Es gibt keinen heiligeren, keinen mächtigeren Namen. Wir haben keine heiligen Orte oder Gegenstände, aber wir haben diesen heiligen Namen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir Gott beim Namen nennen - nicht allgemein 'lieber Gott' sagen, sondern Jesus. In diesem Namen ist alle Rettung, alles Heil. Dieser Name wird einst von allen anerkannt werden: In dem Namen Jesus werden sich alle Knie beugen, im Himmel und auf Erden. Was für ein Vorrecht, diesen Namen schon jetzt anrufen zu dürfen!

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Unser Gott hat einen Namen, und dieser Name lautet Jesus. In Römer 10,13 heißt es: 'Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, der soll errettet werden.' Der Name Jesus bedeutet 'Jahwe rettet' - hier ist die Konkretisierung des alttestamentlichen Gottesnamens. Der Name ist Programm: Wer diesen Jesusnamen anruft, der wird errettet werden. Es gibt keinen heiligeren, keinen mächtigeren Namen. Wir haben keine heiligen Orte oder Gegenstände, aber wir haben diesen heiligen Namen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir Gott beim Namen nennen - nicht allgemein 'lieber Gott' sagen, sondern Jesus. In diesem Namen ist alle Rettung, alles Heil. Dieser Name wird einst von allen anerkannt werden: In dem Namen Jesus werden sich alle Knie beugen, im Himmel und auf Erden. Was für ein Vorrecht, diesen Namen schon jetzt anrufen zu dürfen!

Römer 10,13
Gebet

Danke Jesus, dass du dich uns mit deinem Namen offenbart hast. Hilf mir, deinen heiligen Namen mit Ehrfurcht und Vertrauen anzurufen.

Herausforderung

Rufst du Gott bewusst mit seinem Namen Jesus an, oder sprichst du meist nur allgemein von 'Gott'?

Aufnahme vom 1. Mai 2026

Predigt

Ordiniert oder beliebig? Die Bedeutung der Ordinationsverpflichtung für den pastoralen Dienst

Freitag, 1. Mai 2026
2. Timotheus 3,16-4,5
Kernaussage

Die Ordinationsverpflichtung bindet Pfarrer, Gemeinde und Kirchenleitung gleichermaßen an die apostolische Lehre und das reine Evangelium, wie es in der Heiligen Schrift gegeben ist. Die Ordination ist keine beliebige arbeitsrechtliche Formalität, sondern eine heilige Beauftragung zur treuen Verkündigung des Wortes Gottes ohne Verkürzung oder Verfälschung. Diese Verpflichtung gilt lebenslang und verpflichtet zur Bewahrung der apostolischen Lehrtradition.

Der Vortrag behandelt die theologische und praktische Bedeutung der Ordinationsverpflichtung für den pastoralen Dienst in der evangelisch-lutherischen Kirche. Dr. Stefan Felber reflektiert über seinen eigenen Weg zur Ordination und analysiert die rechtlichen, theologischen und geistlichen Dimensionen dieses Versprechens. Er kritisiert, dass die Ordinationsverpflichtung heute oft nicht ernst genommen wird und zu einem rein formalen Akt verkommen ist, obwohl sie den Ordinierten, die Gemeinde und die Kirchenleitung gleichermaßen an die apostolische Lehre und die Heilige Schrift bindet. Der Referent untersucht die neutestamentlichen Grundlagen der Ordination, insbesondere in den Pastoralbriefen an Timotheus und Titus, und arbeitet heraus, dass die Ordination eine göttliche Befähigung durch Handauflegung vermittelt. Die Gabe des Heiligen Geistes befähigt zur mutigen Verkündigung, treuen Bewahrung der apostolischen Lehre und zum Zurückweisen falscher Lehre. Abschließend erörtert Felber die individuellen, sozialen und rechtlichen Folgen der Ordination und betont, dass sie keine bloße arbeitsrechtliche Beauftragung, sondern ein vor Gott geschlossener Bund ist, der lebenslange Treue zur unverfälschten Verkündigung des Evangeliums fordert.
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Der Vortrag behandelt die theologische und praktische Bedeutung der Ordinationsverpflichtung für den pastoralen Dienst in der evangelisch-lutherischen Kirche. Dr. Stefan Felber reflektiert über seinen eigenen Weg zur Ordination und analysiert die rechtlichen, theologischen und geistlichen Dimensionen dieses Versprechens. Er kritisiert, dass die Ordinationsverpflichtung heute oft nicht ernst genommen wird und zu einem rein formalen Akt verkommen ist, obwohl sie den Ordinierten, die Gemeinde und die Kirchenleitung gleichermaßen an die apostolische Lehre und die Heilige Schrift bindet. Der Referent untersucht die neutestamentlichen Grundlagen der Ordination, insbesondere in den Pastoralbriefen an Timotheus und Titus, und arbeitet heraus, dass die Ordination eine göttliche Befähigung durch Handauflegung vermittelt. Die Gabe des Heiligen Geistes befähigt zur mutigen Verkündigung, treuen Bewahrung der apostolischen Lehre und zum Zurückweisen falscher Lehre. Abschließend erörtert Felber die individuellen, sozialen und rechtlichen Folgen der Ordination und betont, dass sie keine bloße arbeitsrechtliche Beauftragung, sondern ein vor Gott geschlossener Bund ist, der lebenslange Treue zur unverfälschten Verkündigung des Evangeliums fordert.

Hauptthemen (7)

1. Der eigene Weg zur Ordination und die Ordinationsverpflichtung

  • Verpflichtung bei Übernahme ins Lehrvikariat 1997 zur treuen Verkündigung des Evangeliums
  • Bindung an die Heilige Schrift und das Bekenntnis der evangelisch-lutherischen Kirche
  • Verpflichtung, sich vor Verkürzungen und Verfälschungen des Evangeliums zu hüten
  • Die Ordinationsurkunde enthält das Gelöbnis, das Evangelium lauter und rein zu predigen
  • Bis heute (2022) gilt die Verpflichtung auf Bibel und Bekenntnis bei Ordinationen

2. Die vier durch die Ordination gebundenen Gruppen

  • Der Ordinierte selbst ist verpflichtet zur reinen Verkündigung und zur Vertiefung im biblischen Zeugnis
  • Die Gemeinde hat die Aufgabe, die Verkündigung an der Heiligen Schrift zu prüfen
  • Die Kirchenleitung muss den Pfarrer in seinem Dienst unterstützen und gegen ungerechtfertigte Angriffe schützen
  • Die 'obere Schar' - die Wolke der Zeugen und Engel - sind Zeugen der Ordinationsverpflichtung

3. Theologischer Grund für das Nicht-Ernstnehmen der Ordinationsverpflichtung

  • Ausbildung an säkularen Universitäten behandelt die Bibel als menschliches Zeugnis statt als göttliche Offenbarung
  • Fokus auf Vielfalt und Widersprüche statt auf die Einheit der Schrift
  • Verlust des Maßstabs durch historisch-kritisches Denken
  • Die Machtfrage und gesellschaftlicher Zusammenhalt werden wichtiger als die Wahrheitsfrage
  • Liberale Kirche gleitet in politische Organisation ab

4. Neutestamentliche Grundlagen der Ordination

  • Handauflegung durch Älteste mit prophetischem Wort (1. Timotheus 4,14)
  • Prüfung der Kandidaten vor der Ordination (1. Timotheus 5,22)
  • Vermittlung der Gabe des Heiligen Geistes - Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit (2. Timotheus 1,6-7)
  • Sukzession der apostolischen Lehrtradition (2. Timotheus 2,2)
  • Alttestamentlicher Hintergrund: Handauflegung des Mose an Josua
  • Ordination findet im Gottesdienst vor vielen Zeugen statt

5. Aufgaben des Ordinierten

  • Vorlesen, Ermahnen und Lehren aus der Heiligen Schrift (1. Timotheus 4,13)
  • Bewahrung der Paratheke - des anvertrauten heiligen Gutes (1. Timotheus 6,20)
  • Falsche Lehre zurückweisen mit Mut und Ernst
  • Öffentliche Verkündigung des Wortes Gottes für die ganze Gemeinde
  • Verwaltung der Sakramente ihrer Einsetzung gemäß
  • Leben in der Nachfolge Jesu Christi als Vorbild

6. Folgen der Ordination

  • Individuelle Folge: Hingabe des ganzen Lebens, kontinuierliches Schriftstudium und Gebet
  • Soziale Folge: Autorität und Anerkennung, Verfügbarkeit für vielfältige Dienste
  • Rechtliche Folge: Gegenseitige Treuepflicht, Dienstverhältnis auf Lebenszeit
  • Ordination ist einmalig und nicht wiederholbar
  • Die Gabe kann erschlaffen, aber durch Ermahnung und Fürbitte neu angefacht werden

7. Wesen und Würde der Ordination

  • Ordination ist mehr als arbeitsrechtliche Beauftragung - sie ähnelt dem Ehebund
  • Reformatoren konnten von Ordination als Sakrament sprechen
  • Geistliche Autorität des Ordinierten beruht ausschließlich auf dem Wort Gottes
  • Hauptverantwortlichkeit für reine Verkündigung und Lehre um des Heils der Menschen willen
  • Pfarramt ist keine Beruf wie andere, sondern göttliche Berufung

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

2. Timotheus 3,16-4,5

So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten und bei seiner Erscheinung seinem Reich. Predige das Wort, stehe dazu. Es sei zur Zeit oder zur Unzeit. Weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre, denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden, sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren. Du aber sei nüchtern in allen Dingen. Leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, erfülle redlich deinen Dienst.

1. Timotheus 4,12-16

Niemand verachte dich wegen deiner Jugend. Du aber sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Reinheit. Fahre fort mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren, bis ich komme. Lass nicht außer Acht die Gabe in dir, die dir gegeben ist durch Weissagung mit Handauflegung der Ältesten. Dies lass deine Sorge sein. Damit gehe um, auf dass dein Fortschreiten allen offenbar sei. Hab Acht auf dich selbst und auf die Lehre. Beharre in diesen Stücken, denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören.

2. Timotheus 1,5-8

Denn ich erinnere mich an den ungeheuchelten Glauben in dir, der zuvor schon gewohnt hat in deiner Großmutter Lois und in deiner Mutter Eunike. Ich bin aber gewiss auch in dir. Aus diesem Grund erinnere ich dich, dass du erweckest die Gabe, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Feigheit, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserem Herrn, noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes.

Hebräer 12,22-24

Ihr seid gekommen zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem und zu der Menge vieler tausend Engel und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind und zu Gott, dem Richter über alle und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu dem Mittler des neuen Bundes Jesus und zu dem Blut der Besprengung, das besser redet als das Blut Abels.

2. Timotheus 2,1-3

So sei nun stark mein Kind durch die Gnade in Christus Jesus und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind auch andere zu lehren. Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu.

1. Timotheus 6,11-14

Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen. Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht und vor Christus Jesus, der unter Pontius Pilatus bezeugt hat das gute Bekenntnis, dass du das Gebot unbefleckt und untadelig bewahrst bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus.

1. Timotheus 6,20-21

Oh Timotheus, bewahre, was dir anvertraut ist und meide das ungeistliche lose Geschwätz und das Gezänk der fälschlich sogenannten Gnosis, zu der sich einige bekannt haben und sind vom Glauben abgeirrt.

2. Timotheus 1,12-14

Aus diesem Grund leide ich dies alles, aber ich schäme mich dessen nicht, denn ich weiß an wen ich glaube und bin gewiss, dass er bewahren kann, was mir anvertraut ist bis an jenen Tag. Halte dich an das Vorbild der heilsamen Worte, die du von mir gehört hast im Glauben und in der Liebe in Christus Jesus. Dieses kostbare Gut, das dir anvertraut ist, bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt.

Maleachi 2,7

Des Priesters Lippen sollen die Lehre bewahren, dass man aus seinem Munde Weisung suche, denn er ist ein Bote des Herrn Zebaoth.

Weitere Referenzen

  • 1. Timotheus 5,22
  • 2. Korinther 3
  • Römer 10
  • Matthäus 23
  • Johannes 15 (Nicht ihr habt mich erwählt)
  • 1. Timotheus 3,2 (Episkopos)
  • Titus 1
  • 1. Petrusbrief (erwähnt, aber nicht zitiert)
  • Apostelgeschichte (mehrere Stellen erwähnt)
  • Hebräer 12,1 (Wolke der Zeugen)
  • Augsburger Bekenntnis Artikel 5 und 14
  • 2. Timotheus 4,2
  • 1. Timotheus 4,7
  • 1. Timotheus 5,20
  • 2. Timotheus 2,23
  • Titus 1,13
  • Titus 2,15

Praktische Anwendung (7)

  • 1 Die Ordinationsverpflichtung ernst nehmen: Ordinierte Pfarrer sollen sich ihrer Verpflichtung auf die Heilige Schrift und das Bekenntnis bewusst sein und diese täglich neu als Kraftquelle und Korrektiv für ihren Dienst verstehen. Das Ordinationsversprechen ist keine Formalität, sondern lebenslange Bindung.
  • 2 Die Gemeinde zur Prüfung der Verkündigung ermutigen: Gemeindeglieder haben die Aufgabe und das Recht, die Verkündigung ihres Pfarrers an der Heiligen Schrift zu prüfen. Dies geschieht nicht aus Misstrauen, sondern als gegenseitige Hilfe im Glauben und zur Bewahrung der reinen Lehre.
  • 3 Kontinuierliches Schriftstudium und Gebet pflegen: Pastoren müssen sich Zeit für tiefes, kontinuierliches Bibelstudium und Fürbitte nehmen. Dies sind die sachlich und geistlich wichtigsten Tätigkeiten und schützen vor überzogenen Erwartungen und Überforderung.
  • 4 Falsche Lehre mutig zurückweisen: Ordinierte haben die Pflicht, Irrlehren und Verfälschungen des Evangeliums zu benennen und zurückzuweisen - mit Geduld und Liebe, aber auch mit Ernst und Klarheit. Dies erfordert Überwindung der Feigheit und des falschen Harmoniebedürfnisses.
  • 5 Die Gabe der Ordination neu anfachen: Wenn die geistliche Kraft im Dienst nachlässt, soll der Ordinierte sich an seine Ordination erinnern und durch Gebet, Ermahnung und Fürbitte die empfangene Gabe neu anfachen lassen (2. Timotheus 1,6).
  • 6 In der Amts- und Lebensführung Zeugnis geben: Das ganze Leben des Ordinierten soll von seiner Bindung an Jesus Christus Zeugnis geben. Vorbild sein im Wort, Wandel, in der Liebe, im Glauben und in der Reinheit ist Teil der Ordinationsverpflichtung.
  • 7 Die apostolische Lehre treu bewahren und weitergeben: Die Hauptaufgabe besteht darin, das anvertraute heilige Gut der apostolischen Lehre zu bewahren und an treue Menschen weiterzugeben, die wiederum andere lehren können. Keine Verkürzung, keine Verfälschung des Evangeliums.