Ev. Freikirche Kreuzheide
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Täglicher Impuls Tag 3 von 7 Göttliche statt menschliche Maßstäbe
Aus der Predigt „Your Path Past the Cross | Andreas Neve | Freikirche Kreuzheide“ vom 26. Oktober
Als Petrus Jesus vom Kreuz abbringen wollte, sah er die Dinge mit menschlichen Augen. Ein toter Messias würde Größe, Beliebtheit und Erfolg kosten – das durfte nicht geschehen! Doch Jesus nannte ihn 'Satan', weil er versuchte, ihn mit weltlichen Maßstäben zu messen.
Paulus schreibt später: 'Daher beurteilen wir jetzt niemanden mehr nach rein menschlichen Maßstäben.' In den Augen der Welt zählen Größe, Wohlstand, Macht und Anerkennung. Doch Jesus dreht diese Wertmaßstäbe komplett auf den Kopf. Die Letzten werden die Ersten sein, der Große wird der Kleine.
Erfolg in Jesu Augen bedeutet, die Person zu werden, zu der Gott uns beruft, und das zu tun, wozu er uns beruft – auf seine Weise und nach seinem Zeitplan. Nicht Zahlen, nicht Besucherzahlen, nicht materieller Wohlstand sind das Maß, sondern ob wir in Gottes Willen leben. Das befreit uns von dem Druck, nach weltlichen Standards erfolgreich sein zu müssen.
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Als Petrus Jesus vom Kreuz abbringen wollte, sah er die Dinge mit menschlichen Augen. Ein toter Messias würde Größe, Beliebtheit und Erfolg kosten – das durfte nicht geschehen! Doch Jesus nannte ihn 'Satan', weil er versuchte, ihn mit weltlichen Maßstäben zu messen. Paulus schreibt später: 'Daher beurteilen wir jetzt niemanden mehr nach rein menschlichen Maßstäben.' In den Augen der Welt zählen Größe, Wohlstand, Macht und Anerkennung. Doch Jesus dreht diese Wertmaßstäbe komplett auf den Kopf. Die Letzten werden die Ersten sein, der Große wird der Kleine. Erfolg in Jesu Augen bedeutet, die Person zu werden, zu der Gott uns beruft, und das zu tun, wozu er uns beruft – auf seine Weise und nach seinem Zeitplan. Nicht Zahlen, nicht Besucherzahlen, nicht materieller Wohlstand sind das Maß, sondern ob wir in Gottes Willen leben. Das befreit uns von dem Druck, nach weltlichen Standards erfolgreich sein zu müssen.
Als Petrus Jesus vom Kreuz abbringen wollte, sah er die Dinge mit menschlichen Augen. Ein toter Messias würde Größe, Beliebtheit und Erfolg kosten – das durfte nicht geschehen! Doch Jesus nannte ihn 'Satan', weil er versuchte, ihn mit weltlichen Maßstäben zu messen. Paulus schreibt später: 'Daher beurteilen wir jetzt niemanden mehr nach rein menschlichen Maßstäben.' In den Augen der Welt zählen Größe, Wohlstand, Macht und Anerkennung. Doch Jesus dreht diese Wertmaßstäbe komplett auf den Kopf. Die Letzten werden die Ersten sein, der Große wird der Kleine. Erfolg in Jesu Augen bedeutet, die Person zu werden, zu der Gott uns beruft, und das zu tun, wozu er uns beruft – auf seine Weise und nach seinem Zeitplan. Nicht Zahlen, nicht Besucherzahlen, nicht materieller Wohlstand sind das Maß, sondern ob wir in Gottes Willen leben. Das befreit uns von dem Druck, nach weltlichen Standards erfolgreich sein zu müssen.
Bitte Gott, deine Perspektive auf Erfolg zu verändern und dir zu helfen, mit seinen Augen zu sehen.
Mit welchen Augen betrachte ich meinen Erfolg – mit menschlichen oder göttlichen?
Aufnahme vom 31. Mai 2026
Predigt Jesus Allein | Andreas Neve | Freikirche Kreuzheide
Sonntag, 31. Mai 2026 Kolosser 1,1-2 Kernaussage Die zentrale Botschaft des Kolosserbriefs ist 'Only Jesus' - Jesus allein. Paulus korrigiert die Gemeinde in Kolossä, die ihren Glauben mit verschiedenen Weltanschauungen, mystischen Praktiken und Gesetzeswerken vermischt hatte. Jesus ist nicht eine Option unter vielen, sondern der Schöpfer und Erhalter von allem, durch den allein Versöhnung mit Gott möglich ist.
In dieser Predigt zum Auftakt der Kolosserbrief-Reihe mit dem Titel 'Only Jesus' analysiert der Prediger den Anfang des Paulusbriefs an die Gemeinde in Kolossä. Er erklärt den historischen und geografischen Kontext dieser wohlhabenden Handelsstadt in der heutigen Westtürkei, die über Jahrhunderte von persischen, griechischen, römischen und jüdischen Einflüssen geprägt wurde. Paulus war nie selbst in Kolossä, sondern schrieb den Brief aus römischer Gefangenschaft, nachdem Epafras, der Gemeindegründer, ihm von den Problemen berichtete: Die Christen dort glaubten nicht nur an Jesus, sondern vermischten ihren Glauben mit verschiedenen anderen religiösen Praktiken.
Der Prediger arbeitet detailliert die Einleitung des Briefs durch, in der Paulus sich als bevollmächtigter Apostel vorstellt, Timotheus als gleichwertigen Bruder würdigt und die Empfänger als 'heilig, gläubig und treu' charakterisiert. Paulus dankt Gott zunächst für den Glauben, die Liebe und die Hoffnung der Kolosser, bevor er in die Fürbitte übergeht und um vollständige Erkenntnis, Weisheit und Kraft für sie bittet. Der Höhepunkt ist der sogenannte Christus-Hymnus, in dem Paulus Jesus als das Bild des unsichtbaren Gottes, den Erstgeborenen aller Schöpfung und denjenigen darstellt, durch den alles geschaffen wurde und in dem alles zusammengehalten wird. Die zentrale Botschaft lautet: Jesus ist nicht eine religiöse Option unter vielen oder eine niedliche Zeichentrickfigur, sondern der allmächtige Herr über alles, durch dessen Blut am Kreuz Gott alles mit sich versöhnt hat. Alle Versuche, durch Engelsverehrung, Geheimwissen oder Gesetzeserfüllung zu Gott zu kommen, relativieren Jesus und verfehlen die Wahrheit - es geht um Jesus allein. Weiterlesen
Jesus Allein | Andreas Neve | Freikirche Kreuzheide
Die zentrale Botschaft des Kolosserbriefs ist 'Only Jesus' - Jesus allein. Paulus korrigiert die Gemeinde in Kolossä, die ihren Glauben mit verschiedenen Weltanschauungen, mystischen Praktiken und Gesetzeswerken vermischt hatte. Jesus ist nicht eine Option unter vielen, sondern der Schöpfer und Erhalter von allem, durch den allein Versöhnung mit Gott möglich ist.
Hauptthemen (6)
1. Historischer und kultureller Kontext von Kolossä
- • Kolossä war eine wohlhabende Handelsstadt an einer wichtigen Handelsroute
- • Die Region war über 600 Jahre verschiedenen kulturellen Einflüssen ausgesetzt: Perser, Griechen, Römer und Juden
- • Dies führte zu einem 'Salat' verschiedener Weltanschauungen und Religionen
- • Die Gemeinde wurde von Epafras gegründet, einem Mitarbeiter von Paulus
- • Paulus selbst war nie in Kolossä, schrieb aber den Brief aus der Gefangenschaft in Rom
2. Paulus' Eingangsgruß und Autorität
- • Paulus stellt sich als autorisierter Apostel und bevollmächtigter Botschafter Gottes für Jesus Christus vor
- • Er nennt Timotheus seinen Bruder auf gleicher Ebene, nicht als untergeordneten Mitarbeiter
- • Die Empfänger werden als 'Heilige und gläubige Brüder in Christus' charakterisiert - eine ermutigende Beschreibung
- • Zwei Ortsbeschreibungen: sie sind 'in Christus' und 'in Kolossä'
- • Wunsch von Gnade und Frieden als bereits gegebene Realität, nicht als Hoffnung
3. Paulus' Dank und Gebet
- • Paulus dankt Gott zuerst, trotz der Probleme in der Gemeinde
- • Er dankt für ihren Glauben in Christus, ihre Liebe zu allen Heiligen und ihre Hoffnung
- • Die Hoffnung ist sicher im Himmel aufbewahrt - das beste Versteck
- • Glaube, Liebe und Hoffnung bilden einen Dreiklang
- • Gemeinde ist keine Einzelveranstaltung, sondern ein weltweiter Gemeinschaftsleib
- • Paulus betet nicht bescheiden, sondern um volle Erkenntnis, alle Weisheit, jedes gute Werk und alle Stärke
4. Der Christus-Hymnus: Wer Jesus wirklich ist
- • Jesus ist das Bild des unsichtbaren Gottes - Gott sichtbar geworden
- • Er ist der Erstgeborene aller Schöpfung - ein Würdenträger mit Segen des Vaters
- • Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen - das gesamte Universum
- • Alle Throne, Herrschaften, Gewalten und Mächte sind in ihm geschaffen
- • Er ist vor allem und alles besteht durch ihn
- • Er ist das Haupt der Gemeinde
- • Er ist der Erstgeborene aus den Toten
- • Die ganze Fülle Gottes wohnt in ihm
- • Durch sein Blut am Kreuz hat er Frieden gemacht und alles mit Gott versöhnt
5. Kritik an religiösem Synkretismus
- • Die Kolosser vermischten ihren Glauben mit Engelsverehrung, gnostischem Geheimwissen und jüdischen Gesetzen
- • Dies degradierte Jesus zu einer 'Zeichentrickfigur' - klein und harmlos
- • Alle Versuche, durch eigene Leistung, Zwischenwesen oder Geheimwissen zu Gott zu kommen, setzen unter Druck
- • Dies ist eine Relativierung von Jesus und ein Problem
- • Jesus allein ist der Weg - nicht Jesus plus etwas anderes
6. Versöhnung und Frieden durch Jesus
- • Es gefiel Gott, dass alles in Jesus ist und durch Jesus versöhnt wird
- • Der gesamte Schuldenberg der Menschheit ist durch Jesus abgebaut
- • Jesus hat mit seinem eigenen Blut einen Friedensvertrag unterschrieben
- • Dies tat er nicht widerwillig, sondern es gefiel ihm
- • Unordnung und Chaos kommen in Ordnung - kosmisch und zwischenmenschlich
- • Hinwendung zu Jesus ist wie ein Nach-Hause-Kommen
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Paulus, Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen und Timotheus, der Bruder, den Heiligen und gläubigen Brüdern in Christus zu Kolosse. Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater.
Wir danken Gott dem Vater, unseres Herrn Jesus Christus alle Zeit, wenn wir für euch beten, da wir von eurem Glauben in Christus Jesus gehört haben und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, wegen der Hoffnung, die für euch in den Himmel aufbewahrt ist. Von ihr habt ihr vorher schon gehört im Wort der Wahrheit des Evangeliums, das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt ist und Frucht bringt und wächst, wie auch unter euch von dem Tag an, da ihr es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheit erkannt habt. So habt ihr es gelernt von Epafras, unserem geliebten Mitknecht, der ein treuer Diener des Christus für euch ist und uns auch eure Liebe im Geist kund getan hat.
Deshalb hören wir auch nicht auf von dem Tag an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr mit der Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet in aller Weisheit und geistlichem Verständnis, um des Herrn würdig zu wandeln, zu allem Wohlgefallen, fruchtbringend in jedem guten Werk und wachsend durch die Erkenntnis Gottes, gekräftigt mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit zu allem Ausharren, zu aller Langmut, mit Freuden, dem Vater danksagend, der euch fähig gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Licht.
Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung, denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden. Das Sichtbare und das Unsichtbare, seien Throne, Herrschaften, Gewalten oder Mächte. Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen und er ist vor allem und alles besteht durch ihn und er ist das Haupt des Leibes der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang hat. Denn es gefiel der ganzen Fülle in ihm zu wohnen und durch ihn alles mit sich zu versöhnen, indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes. Durch ihn sei es was auf der Erde oder was in den Himmeln ist.
dass sie gleich sein sollen dem Ebenbild seines Sohnes, auf dass derselbe sei der Erstgeborene unter vielen Brüdern
Weitere Referenzen
- → Johannes-Evangelium (Er kam in sein Eigentum, doch die Seinen nahmen ihn nicht auf)
- → Vater unser
- → Schöpfungsgeschichte (Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen)
Praktische Anwendung (7)
- 1 Trotz allem zuerst Gott danken: Wie Paulus sollten wir lernen, trotz aller Strapazen und Schwierigkeiten in unserem Leben zuerst nach oben zu blicken und Gott für die Gemeinde und unsere Geschwister zu danken.
- 2 Zeit für Gebet auskosten: Wenn Jesus betet, sollten wir darauf nicht verzichten. Lasst uns unsere Zeit, die wir zum Beten haben, bewusst nutzen und auskosten, um für andere zu beten.
- 3 Gemeinde als Gemeinschaft leben: Glaube ist keine Einzelveranstaltung. Wir sind Teil eines weltweiten Gemeinschaftsleibs und sollten das 'Wir' und 'Uns' im Blick behalten, nicht nur das 'Ich'.
- 4 Jesus nacheifern: Lasst uns studieren, wie Jesus war und ist, und ihm nachfolgen. Wir sollen dem Ebenbild seines Sohnes gleich sein.
- 5 Jesus nicht relativieren: Wir dürfen Jesus nicht zu einer harmlosen Figur machen oder ihn mit anderen Weltanschauungen, Praktiken oder eigenen Leistungen vermischen. Jesus allein ist genug - nicht Jesus plus etwas anderes.
- 6 Stadtlichter sein: Wir sollen Stadtlichter sein - in Jesus und an unserem konkreten Ort (wie die Kolosser in Christus und in Kolossä waren). Unser Glaube soll dort sichtbar werden, wo wir leben.
- 7 Aus Gnade leben: Aus Gnade zu leben bedeutet, alles von Gott zu erwarten, nicht durch eigene Leistung. Die Gnade ist bereits gegeben durch Jesus am Kreuz - wir dürfen daraus leben.
Impulse aus der Woche ab 1. Juni
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Tag 1 von 7 · 1. Juni Only Jesus - Jesus allein genügt
Paulus beginnt seinen Brief an die Gemeinde in Kolossä mit mehr als nur einer einfachen Adresszeile. Er stellt sich als bevollmächtigter Apostel vor - ein Botschafter Gottes für Jesus Christus. Doch bemerkenswert ist, wie er die Empfänger beschreibt: als heilig, gläubig und treu in Christus. Die Christen in Kolossä lebten in einer Stadt mit jahrhundertelangen persischen, griechischen, römischen und jüdischen Einflüssen. Ein wahrer Salat der Weltanschauungen! Doch die Gefahr bestand darin, dass sie ihren Glauben an Jesus mit anderen religiösen Praktiken vermischten - Engelsverehrung, Geheimwissen, Gesetzeserfüllung. Sie machten Jesus klein wie eine Zeichentrickfigur. Paulus' zentrale Botschaft lautet: Jesus ist nicht eine religiöse Option unter vielen. Er ist alles. Only Jesus. Diese Wahrheit gilt auch heute, in unserer pluralistischen Gesellschaft, wo jeder sich im Supermarkt der Religionen bedienen kann. Jesus genügt - er ist nicht nur genug, er ist alles.
Kolosser 1,1-2
GebetDanke Jesus, dass du nicht eine Option unter vielen bist, sondern alles, was ich brauche.
Zum NachdenkenWo bin ich versucht, Jesus mit anderen Dingen zu ergänzen oder ihn kleinzumachen?
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Tag 2 von 7 · 2. Juni In Christus, in Wolfsburg - Zwei Ortsbeschreibungen
Paulus schreibt 'den Heiligen und gläubigen Brüdern in Christus zu Kolossä'. Diese Formulierung enthält zwei Ortsbeschreibungen: Die Christen wohnen in Kolossä, aber sie wohnen auch in Christus. Diese doppelte Verortung definiert christliche Existenz. Wir leben physisch an einem konkreten Ort - Wolfsburg, Gifhorn oder anderswo. Aber gleichzeitig sind wir in Christus. Wir sind seine Jünger, wir leben mit ihm, wir wohnen in ihm. Gemeinde ist keine Einzelveranstaltung. Wir leben in einer individualisierten Gesellschaft, wo jeder seines Glückes Schmied ist. Aber in der Gemeinde geht es um das Wir und das Uns. Lasst uns Stadtlichter sein - in Jesus in Wolfsburg! Unser Glaube verbindet uns nicht nur lokal, sondern weltweit mit allen, die in Christus sind. Diese Gemeinschaft überschreitet geografische und kulturelle Grenzen.
Kolosser 1,2
GebetHerr, hilf mir, in dir zu leben und gleichzeitig ein Licht in meiner Stadt zu sein.
Zum NachdenkenWie prägt mein Leben in Christus meinen konkreten Alltag an meinem Wohnort?
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Tag 3 von 7 · 3. Juni Trotz allem: Danke!
Obwohl Paulus weiß, dass die Gemeinde in Kolossä Probleme hat und vom rechten Weg abweicht, beginnt er nicht mit Vorwürfen. Stattdessen dankt er Gott für diese Gemeinde. Er dankt für ihren Glauben, ihre Liebe zu allen Heiligen und ihre Hoffnung. Paulus blickt zuerst zum Himmel. Trotz aller Strapazen und Schwierigkeiten richtet er seinen Blick nach oben. Können wir das auch tun? Trotz allem erstmal Gott für unsere Gemeinde danken? Wie viele Stunden haben Paulus und Timotheus wohl auf den Knien verbracht, um für die Kolosser zu beten? Und nun teilt er ihnen das mit - welch eine Ermutigung! Wenn Jesus betet, dann sollten wir darauf nicht verzichten. Lasst uns unsere Zeit zum Beten auskosten. Bevor wir kritisieren oder korrigieren, lasst uns danken und beten. Das verändert unsere Perspektive und bereitet den Boden für alles Weitere.
Kolosser 1,3-8
GebetVater, lehre mich, zuerst zu danken und zu beten, bevor ich kritisiere.
Zum NachdenkenWofür kann ich heute konkret in meiner Gemeinde danken, auch wenn nicht alles perfekt ist?
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Tag 4 von 7 · 4. Juni Glaube, Liebe, Hoffnung - Der göttliche Dreiklang
Paulus verwendet den klassischen Dreiklang: Glaube, Liebe und Hoffnung. Er freut sich über den Glauben der Kolosser - 'Ihr glaubt, wie schön ist das denn?' Die ganze Welt erfährt vom Evangelium, Menschen werden Gemeinde. Das ist genial! Die Liebe der Kolosser gilt der weltweiten Gemeinde, Menschen, die sie nie getroffen haben. Glaube ist keine Einzelveranstaltung, sondern verbindet uns global. Und dann die Hoffnung - sie liegt sicher verwahrt in den Himmeln. Wenn man etwas verstecken möchte, wo keiner hinkommt, ist der Himmel das beste Versteck. Diese Hoffnung ist nicht vage Wunschdenken, sondern eine feste Zuversicht auf das, was kommt. In schweren Zeiten - und die Kolosser hatten schwere Zeiten - ist diese Hoffnung ein Anker. Der gottlose Mensch plant und strebt, aber am Ende wartet das Nichts. Diejenigen aber, die Gott zum Vater haben, sind Erben mit gesicherter Zukunft.
Kolosser 1,4-5
GebetStärke meinen Glauben, vertiefe meine Liebe und erneuere meine Hoffnung auf dich, Herr.
Zum NachdenkenWelcher der drei - Glaube, Liebe oder Hoffnung - braucht in meinem Leben gerade mehr Aufmerksamkeit?
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Tag 5 von 7 · 5. Juni Ein unverschämtes Gebet
Paulus bittet Gott um Erfüllung - mit jeder Erkenntnis, jeder Wahrheit, jeder Einsicht. Er betet für alle Stärke, alles Wohlgefallen, jedes gute Werk. Paulus ist in seinem Gebet alles nur nicht bescheiden! Er macht das nicht, weil er zu viel Tinte übrig hat, sondern weil er es meint. Er wünscht den Kolossern die volle Erkenntnis, damit ihr Leben verändert wird, damit sie mehr im Willen Gottes wandeln und Frucht bringen. Die Stärke, um die Paulus bittet, ist keine weltliche Kraft. Sie besteht in Geduld, Langmut, Ausharren, Demut und Sanftmut - und dabei Gott mit Freuden danken! Stellt euch vor: In einer Zeit der Verfolgung, wo Christen bedrängt, erpresst, eingekerkert und getötet wurden, sollen sie mit Freuden danken. Nicht für die Umstände, sondern dafür, dass Jesus ihr Leben von innen her verändert und ihnen eine andere Perspektive gibt.
Kolosser 1,9-12
GebetHerr, lehre mich, kühn und ausdauernd für andere zu beten, wie Paulus es tat.
Zum NachdenkenBete ich mutig und unverschämt um das Beste für andere, oder bin ich zu bescheiden in meinen Gebeten?
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Tag 6 von 7 · 6. Juni Das Bild des unsichtbaren Gottes
Der Christus-Hymnus ist eine Bombe! Paulus stellt klar, wer Jesus wirklich ist: das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. Seit dem Sündenfall sucht der Mensch verzweifelt nach Gott, bastelt sich Götter. Jesus ist die sichtbare Werdung Gottes - Menschen konnten ihn berühren, mit ihm essen, mit ihm spazieren gehen. 'Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen' - das gesamte Universum mit all seinen Galaxien! Die Planeten tanzen in herrlicher Choreografie zu seiner Ehre. Die kleine Blume im Wald, die niemand sieht, feiert ihn mit ihrer Schönheit. Ist Jesus eine Zeichentrickfigur? Nein! Er ist der Herr über Throne, Herrschaften, Gewalten und Mächte. Alle Versuche, durch Engelsverehrung, Geheimwissen oder Gesetzeserfüllung zu Gott zu kommen, relativieren Jesus. Es geht um Jesus allein - dem alles gehört und der über allem steht.
Kolosser 1,15-17
GebetJesus, vergib mir, wo ich dich kleingemacht habe. Du bist der Herr über alles!
Zum NachdenkenErkenne ich Jesus als den allmächtigen Herrn über alles, oder mache ich ihn zu klein?
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Tag 7 von 7 · 7. Juni Versöhnung durch sein Blut
Paulus beschreibt den riesigen Schuldenberg der Menschheit - all das Böse, zu dem Menschen fähig sind. Wir haben Verantwortung von Gott bekommen und versagt. Der Planet ächzt und stöhnt. Aber Gott dem Vater gefiel es, in Jesus alles mit sich zu versöhnen. Der Schuldenberg ist abgebaut, die Weste ist sauber! Durch das Blut seines Kreuzes hat Jesus einen Friedensvertrag unterschrieben - und zwar nicht widerwillig, sondern weil es ihm gefiel. Jesus ist das Haupt des Leibes der Gemeinde, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang hat. Er kam in sein Eigentum - zu uns, die wir ihm eigentlich gehören. Hinwendung zu Jesus ist wie ein Nach-Hause-Kommen, dorthin, wo wir hingehören. Wir sind privilegiert, richtig privilegiert! Gleichzeitig ist es Auftrag an uns: Lasst uns Jesus nacheifern, studieren wie er war und ist, und ihm nachfolgen.
Kolosser 1,18-20
GebetDanke, Jesus, dass du mich nach Hause gebracht hast. Hilf mir, dir treu nachzufolgen.
Zum NachdenkenWas bedeutet es für mich heute konkret, dass ich durch Jesu Blut mit Gott versöhnt bin?