St. Martini Gemeinde zu Bremen
Die St. Martini Gemeinde bekennt sich in Lehre und Ordnung zur ganzen, unverfälschten Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, dem einzig wahren und unfehlbaren Gotteswort, wie es durch die Reformation neu erschlossen worden ist.
Täglicher Impuls Dienstag Der gute Hirte trägt mich
Psalm 23 war eines der Lieblingslieder von Marieluise. Sie liebte das Kinderlied: 'Er ist ein guter Hirt, der treu sein Schäflein führt. Er weidet mich auf einer grünen Au.' Diese Zusage begleitete sie seit ihrer Kindheit, wenn es dunkel über ihrem Leben wurde.
Christus ist nicht nur unser Leben, sondern auch unser Hirte. Er führt uns nicht in die Enge, sondern weitet unser Leben. Natürlich machen wir alle Fehler – in der Ehe, in der Erziehung, im Kollegium, in der Gemeinde. Wir alle haben unsere Stachel, die großen und die kleinen. Aber das Geheimnis des christlichen Glaubens ist: Wir haben einen Herrn, der uns liebt, trägt, vergibt und führt.
Er will nicht, dass wir unfehlbar sind. Er möchte uns ehrlich haben. Von ihm bekommen wir Vergebung und Wahrheit angeboten. Er will, dass wir aufblühen, fröhlich und heiter im Glauben unterwegs sind. Das ist die Größe und Weite eines Christenlebens.
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Psalm 23 war eines der Lieblingslieder von Marieluise. Sie liebte das Kinderlied: 'Er ist ein guter Hirt, der treu sein Schäflein führt. Er weidet mich auf einer grünen Au.' Diese Zusage begleitete sie seit ihrer Kindheit, wenn es dunkel über ihrem Leben wurde. Christus ist nicht nur unser Leben, sondern auch unser Hirte. Er führt uns nicht in die Enge, sondern weitet unser Leben. Natürlich machen wir alle Fehler – in der Ehe, in der Erziehung, im Kollegium, in der Gemeinde. Wir alle haben unsere Stachel, die großen und die kleinen. Aber das Geheimnis des christlichen Glaubens ist: Wir haben einen Herrn, der uns liebt, trägt, vergibt und führt. Er will nicht, dass wir unfehlbar sind. Er möchte uns ehrlich haben. Von ihm bekommen wir Vergebung und Wahrheit angeboten. Er will, dass wir aufblühen, fröhlich und heiter im Glauben unterwegs sind. Das ist die Größe und Weite eines Christenlebens.
Psalm 23 war eines der Lieblingslieder von Marieluise. Sie liebte das Kinderlied: 'Er ist ein guter Hirt, der treu sein Schäflein führt. Er weidet mich auf einer grünen Au.' Diese Zusage begleitete sie seit ihrer Kindheit, wenn es dunkel über ihrem Leben wurde. Christus ist nicht nur unser Leben, sondern auch unser Hirte. Er führt uns nicht in die Enge, sondern weitet unser Leben. Natürlich machen wir alle Fehler – in der Ehe, in der Erziehung, im Kollegium, in der Gemeinde. Wir alle haben unsere Stachel, die großen und die kleinen. Aber das Geheimnis des christlichen Glaubens ist: Wir haben einen Herrn, der uns liebt, trägt, vergibt und führt. Er will nicht, dass wir unfehlbar sind. Er möchte uns ehrlich haben. Von ihm bekommen wir Vergebung und Wahrheit angeboten. Er will, dass wir aufblühen, fröhlich und heiter im Glauben unterwegs sind. Das ist die Größe und Weite eines Christenlebens.
Danke Jesus, dass er dein guter Hirte ist, der dich liebt, trägt und vergibt – trotz aller Fehler.
Wo in meinem Leben brauche ich heute die Führung und Vergebung des guten Hirten?
Aufnahme vom 9. August 2026
Predigt Gottesdienst am 09.08.2026 - Markus 12,28-34
Sonntag, 9. August 2026 Psalm 130 Kernaussage Der Kern der christlichen Lehre liegt in der untrennbaren Verbindung zwischen Gottes Liebe zu uns und unserem Auftrag, Gott und den Nächsten zu lieben. Gottes Zuspruch seiner Gnade und Treue geht allen Geboten voraus. Diese Liebe soll sich in allen Bereichen unseres Lebens - Herz, Seele, Verstand und Kraft - manifestieren und uns zur Liebe zu unseren Mitmenschen und zu uns selbst befähigen.
Dies ist ein vollständiger evangelischer Gottesdienst der St. Martini Gemeinde, gehalten am 09.08.2026 über Markus 12,28-34. Der Gottesdienst behandelt den Israel-Sonntag und die zentrale Frage nach dem größten Gebot. Pastor Olaf Latzel predigt über das Gespräch zwischen Jesus und einem Schriftgelehrten, bei dem Jesus die beiden höchsten Gebote nennt: Gott zu lieben mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Verstand und aller Kraft, sowie den Nächsten zu lieben wie sich selbst.
Die Predigt entfaltet diese Gebote in vier Hauptpunkten: Erstens wird betont, dass Gottes Zuspruch vor seinem Anspruch steht - er offenbart sich seinem Volk Israel in Gnade, bevor er Gebote gibt. Zweitens wird erklärt, warum und wie wir Gott lieben sollen - durch Hören, mit Herz, Seele, Verstand und Kraft. Drittens wird die Nächstenliebe in vier Abstufungen dargestellt, von 'dem Nächsten nichts Böses tun' bis zur höchsten Form der selbstaufopfernden Liebe. Viertens wird die Selbstliebe als Grundlage thematisiert - jeder Mensch ist ein geliebtes Kunstwerk Gottes. Der Gottesdienst enthält zudem Lesungen, Gebete, Lieder, Abkündigungen und endet mit dem Segen. Weiterlesen
Gottesdienst am 09.08.2026 - Markus 12,28-34
Der Kern der christlichen Lehre liegt in der untrennbaren Verbindung zwischen Gottes Liebe zu uns und unserem Auftrag, Gott und den Nächsten zu lieben. Gottes Zuspruch seiner Gnade und Treue geht allen Geboten voraus. Diese Liebe soll sich in allen Bereichen unseres Lebens - Herz, Seele, Verstand und Kraft - manifestieren und uns zur Liebe zu unseren Mitmenschen und zu uns selbst befähigen.
Hauptthemen (6)
1. Gottes Bund mit Israel und der christlichen Gemeinde
- • Der Israel-Sonntag erinnert an Gottes Bund mit seinem Volk Israel
- • Gottes Gegenwart hat zwei Seiten: Zuspruch (dass er mitgeht) und Anspruch (heilig und gerecht zu leben)
- • Die christliche Gemeinde hat ihre Wurzeln im Volk Israel
- • Auch Christen haben nichts Besonderes vorzuweisen, sondern leben aus Gottes Gnade
2. Der Zuspruch vor dem Anspruch
- • Vor allen Geboten steht Gottes Reden und Handeln
- • Der Gottesname Jahwe bedeutet 'Ich bin, der ich bin' und steht für Gottes Unwandelbarkeit und Gegenwart
- • Gott ruft sein Volk in die Gemeinschaft mit sich
- • Die Zusagen der Gnade und Treue Gottes stehen allen Geboten voran
- • Diese Zusagen gelten in Jesus Christus auch den Christen
3. Gott lieben - warum und wie
- • Gott ist einzigartig, der Ursprung alles Seins und ein Freund gelingenden Lebens
- • Seine Liebe zeigt sich in der Schöpfung, seiner Gnade und in Jesus Christus
- • Gott lieben beginnt mit 'Hören' - Innehalten, still werden, sich ausrichten
- • Gott lieben geschieht mit ganzem Herzen (Willensentscheidung), ganzer Seele (Lebenskraft und innerstes Sein), ganzem Verstand (Glauben und Denken gehören zusammen) und aller Kraft
- • In schwierigen Zeiten gilt es, freie Sicht zum Himmel zu bekommen
4. Den Nächsten lieben
- • Wer zu dem Gott der Liebe gehört, kann nicht nicht lieben, was Gott liebt
- • Jeder Mensch ist von Gott geliebt und soll mit Liebe begegnet werden
- • Vier Abstufungen der Liebe: nichts Böses tun, anderen so tun wie man behandelt werden möchte, den anderen höher achten als sich selbst, selbst für Feinde sterben
- • Gottesliebe und Nächstenliebe gehören untrennbar zusammen
- • Die Aussage 'Gott ist Liebe' darf nicht umgekehrt werden in 'Liebe ist Gott'
5. Selbstannahme und Identität in Gott
- • Jeder Mensch ist ein Kunstwerk Gottes
- • Viele junge Menschen versinken in Parallelwelten statt ihre Individualität zu entdecken
- • Gott liebt jeden einzelnen so wie er ist
- • Gottes GPS ist für jeden Lebensweg einzeln aktiv
- • Wir sind je einzeln von Gott geliebt, begabt und auf unterschiedliche Wege gestellt
6. Gebote als Orientierungshilfe
- • Gebote dienen der Orientierung im Alltag, wie ein GPS-System
- • Gottes Gebote sind hilfreiche Leitlinien für ein gelingendes Leben
- • Die Überhöhung menschlicher Autonomie in der Gesellschaft verkennt unsere Begrenztheit
- • Die Bibel nennt Menschen 'gefallen' und defizitär - wir brauchen Gottes Gebote
- • Ohne Gottes Gebote verrennen wir uns sowohl einzeln als auch als Gesellschaft
Biblische Grundlagen
Direkt zitiert
Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Herr, höre meine Stimme. Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens. Wenn du, Herr, Sünden anrechnen willst, Herr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte. Ich harre des Herrn, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen. Mehr als die Wächter auf den Morgen hoffe Israel auf den Herrn. Denn bei dem Herrn ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm. Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.
Im dritten Monat nach dem Auszug der Söhne Israel aus dem Land Ägypten, an eben diesem Tag, kamen sie in die Wüste Sinai. Sie brachen auf von Riphidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich in der Wüste. Und Israel lagerte sich dort dem Berg gegenüber. Mose aber stieg hinauf zu Gott und der Herr rief ihm vom Berg aus zu, so sollst du zum Haus Jakob sagen und den Söhnen Israel mitteilen. Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein. Denn mir gehört die ganze Erde. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst. Darauf ging Mose hin, rief die Ältesten des Volkes zusammen und legte ihnen all diese Worte vor, die ihm der Herr geboten hatte. Da antwortete das ganze Volk gemeinsam und sagte, alles, was der Herr geredet hat, wollen wir tun.
Ich will euch, Brüder und Schwestern, dieses Geheimnis nicht vorenthalten, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet. Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis dass sich die Völker in voller Zahl eingefunden haben. Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht. Es wird kommen aus Zion der Erlöser, der wird abwenden alle Gottlosigkeit von Jakob. Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden hinweggenommen habe. Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen, aber nach der Erwählung sind sie Geliebte um der Väter Willen. Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. Denn wie ihr einst Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber durch ihren Ungehorsam Barmherzigkeit erlangt habt, so sind auch sie jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme. Oh, welch eine Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen und unerforschlich seine Wege!
Einer der Schriftgelehrten, der gehört hatte, wie sie miteinander stritten, trat zu ihm. Und da er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn, welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete, das erste ist, höre Israel, der Herr, unser Gott, ist Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand und mit all deiner Kraft. Das zweite ist dieses, du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Höher als diese beiden steht kein anderes Gebot. Und der Schriftgelehrte sagte zu ihm, schön hast du das gesagt, Meister, und du hast recht. Einer ist er und einen anderen außer ihm gibt es nicht und ihn lieben mit ganzem Herzen und mit ganzem Verstand und mit aller Kraft. Und den Nächsten lieben wie sich selbst, das ist weit mehr als alle Brandopfer und Rauchopfer. Und Jesus sah, dass er verständig geantwortet hatte und sagte zu ihm, du bist nicht fern vom Reich Gottes.
Weitere Referenzen
- → 1. Johannes 4 (Gott ist die Liebe)
- → Römer 13 (Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses)
- → Philipperbrief (In Demut achte einer den anderen höher als sich selbst)
Praktische Anwendung (6)
- 1 Zeit und Raum zum Hören schaffen: Gott lieben beginnt mit dem Hören auf sein Wort. Schaffe täglich bewusst Zeit und Stille, um Gottes Wort zu lesen und wirken zu lassen, statt den Tag sofort mit Bildschirmen und Geräuschen zu füllen.
- 2 Freie Sicht zum Himmel bewahren: Wenn die Verbindung zu Gott gestört scheint, suche bewusst seine Nähe durch Gebet, Bibellesen, Bekennen von Schuld und Gespräche mit reifen Christen, um die geistliche Orientierung wiederzufinden.
- 3 Aktiv Nächstenliebe praktizieren: Setze die vier Stufen der Liebe praktisch um: Tue nichts Böses, behandle andere wie du behandelt werden möchtest, stelle die Interessen anderer über deine eigenen und sei bereit, für andere ins Risiko zu gehen.
- 4 Gesprächskultur der Liebe pflegen: Höre anderen erst einmal zu und versuche sie zu verstehen, statt im Zuhören bereits Gegenargumente zu sammeln. Begegne jedem Gespräch mit einer 'Verbeugung' vor dem Gegenüber.
- 5 Die eigene Identität in Gott entdecken: Erkenne und nehme an, was Gott in dich hineingelegt hat, statt dich über äußere Schablonen oder Vergleiche mit anderen zu definieren. Frage nach Gottes individuellem Weg für dein Leben.
- 6 Liebe nicht nur begreifen, sondern leben: Setze die erkannte Wahrheit über Gottes Liebe konkret in die Tat um. Folge den 'Ansagen' Gottes für deinen Lebensweg durch gehorsames Handeln in Liebe zu Gott, dem Nächsten und dir selbst.