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ICF München

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Täglicher Impuls
Freitag

Emotionen als Zugang zu Gott

Emotionen sind nicht Schwäche, sondern Stärke. Sie sind ein Zugang, um Gott besser kennenzulernen. Viele von uns wurden geprägt durch Sätze wie 'Männer weinen nicht' oder 'Stell dich nicht so an'. Doch Jesus selbst hat geweint. Er war wütend. Er hatte tiefe Emotionen - und er ist unser Vorbild. Gott interessiert sich für das, was in deinem Herzen vorgeht. Er möchte, dass du ihm deine Ängste, deine Wut, deine Traurigkeit bringst. In seiner Gegenwart, wenn du mit ihm über das sprichst, was dich bewegt, passiert Heilung. Dein Herz ist wie ein Raum mit vielen Türen, und Jesus klopft an jede einzelne. Er sagt: 'Wenn du mich hier reinlässt und mit mir drüber sprichst, in meiner Gegenwart, da passiert Heilung.' Je näher du an seinem Schmerz bist, desto tiefer lernst du ihn kennen.

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Emotionen sind nicht Schwäche, sondern Stärke. Sie sind ein Zugang, um Gott besser kennenzulernen. Viele von uns wurden geprägt durch Sätze wie 'Männer weinen nicht' oder 'Stell dich nicht so an'. Doch Jesus selbst hat geweint. Er war wütend. Er hatte tiefe Emotionen - und er ist unser Vorbild. Gott interessiert sich für das, was in deinem Herzen vorgeht. Er möchte, dass du ihm deine Ängste, deine Wut, deine Traurigkeit bringst. In seiner Gegenwart, wenn du mit ihm über das sprichst, was dich bewegt, passiert Heilung. Dein Herz ist wie ein Raum mit vielen Türen, und Jesus klopft an jede einzelne. Er sagt: 'Wenn du mich hier reinlässt und mit mir drüber sprichst, in meiner Gegenwart, da passiert Heilung.' Je näher du an seinem Schmerz bist, desto tiefer lernst du ihn kennen.

Gebet

Lade Jesus ein, in die emotionalen Bereiche deines Herzens zu kommen, die du bisher verschlossen gehalten hast.

Herausforderung

An welche 'Herzenstür' klopft Jesus gerade in deinem Leben, die du ihm noch nicht geöffnet hast?

Aufnahme vom 26. April 2026

Predigt

Schmerz, Drama, Emotionen: Wie du wirklich hilfst, wenn jemand leidet | Jonathan Lörz

Sonntag, 26. April 2026
Römer 12,1-2
Kernaussage

Wahre Freundschaft bedeutet nicht, emotionale Allianzen gegen andere zu bilden, sondern einander zu helfen, Schmerz und Verletzungen gemeinsam zu Jesus ans Kreuz zu bringen. Wir müssen lernen, neu zu denken und uns nicht von negativen Emotionen zu einer richtenden Haltung verleiten zu lassen, sondern Heilung und Frieden bei Jesus zu finden.

In dieser Predigt geht es darum, wie wir Menschen in ihrem Leid wirklich helfen können, ohne in eine emotionale Allianz zu verfallen. Der Sprecher erklärt anhand von Beispielen, dass es zwar wichtig ist, Anteil am Schmerz anderer zu nehmen, aber dass wir dabei nicht selbst die negativen Emotionen übernehmen und gegen vermeintliche 'Täter' vorgehen sollten. Stattdessen zeigt er auf, dass wahre Freundschaft bedeutet, Menschen auf ihrem Weg zum Kreuz zu begleiten, wo Heilung und Frieden bei Jesus gefunden werden kann. Die zentrale Botschaft ist, dass wir nicht blind vor Wut werden und in eine richtende Haltung verfallen sollen, wenn uns jemand von erlittenem Unrecht erzählt. Vielmehr sollen wir dem Leidenden helfen, den Schmerz gemeinsam zu Jesus ans Kreuz zu bringen. Dort findet echte Heilung statt, und es wird möglich, mit einem versöhnten Herzen auf den anderen zuzugehen. Der Sprecher ermutigt dazu, nicht in Isolation zu bleiben, sondern sich mitzuteilen und Menschen zu suchen, die einen auf diesem Weg begleiten können.
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In dieser Predigt geht es darum, wie wir Menschen in ihrem Leid wirklich helfen können, ohne in eine emotionale Allianz zu verfallen. Der Sprecher erklärt anhand von Beispielen, dass es zwar wichtig ist, Anteil am Schmerz anderer zu nehmen, aber dass wir dabei nicht selbst die negativen Emotionen übernehmen und gegen vermeintliche 'Täter' vorgehen sollten. Stattdessen zeigt er auf, dass wahre Freundschaft bedeutet, Menschen auf ihrem Weg zum Kreuz zu begleiten, wo Heilung und Frieden bei Jesus gefunden werden kann. Die zentrale Botschaft ist, dass wir nicht blind vor Wut werden und in eine richtende Haltung verfallen sollen, wenn uns jemand von erlittenem Unrecht erzählt. Vielmehr sollen wir dem Leidenden helfen, den Schmerz gemeinsam zu Jesus ans Kreuz zu bringen. Dort findet echte Heilung statt, und es wird möglich, mit einem versöhnten Herzen auf den anderen zuzugehen. Der Sprecher ermutigt dazu, nicht in Isolation zu bleiben, sondern sich mitzuteilen und Menschen zu suchen, die einen auf diesem Weg begleiten können.

Hauptthemen (6)

1. Erneuerung des Denkens

  • Römer 12 fordert uns auf, uns nicht nach den Maßstäben dieser Welt zu richten, sondern in einer neuen Weise zu denken
  • Wir müssen uns in unserem Denken erneuern lassen, um so zu handeln, denken und fühlen, wie es Gott gefällt
  • Besonders im Bereich der Emotionen brauchen wir diese Erneuerung

2. Emotionen und ihre Bedeutung

  • Gefühle sind ein Tacho, der uns anzeigt, wie es uns geht
  • Sie zeigen uns, was uns wichtig ist
  • Negative Emotionen nach verletzenden Situationen sind normal und wichtig
  • Es ist richtig, dass wir auch Emotionen haben, wenn Menschen, die uns wichtig sind, verletzt werden

3. Die Gefahr emotionaler Allianzen

  • Wenn Freunde uns von Verletzungen erzählen, tendieren wir dazu, deren Schmerz und Wut zu übernehmen
  • Wir gehen eine emotionale Allianz ein und werden selbst beladen
  • Dies führt oft zu einer richtenden und urteilenden Haltung gegenüber dem vermeintlichen Täter
  • Unser Herz macht sich zu und wir verlieren die Freiheit in der Beziehung zu anderen

4. Das Beispiel von Petrus

  • Petrus wollte Jesus mit dem Schwert verteidigen und griff einen Soldaten an
  • Er meinte es gut, eskalierte aber die Situation
  • Was Jesus wirklich brauchte: dass Petrus mit ihm wacht und betet
  • Jesus brauchte jemanden, der ihm hilft, das Kreuz zu tragen, wie Simon von Kyrene

5. Lasten zum Kreuz tragen

  • Galater 6,2 fordert uns auf, einander zu helfen, Lasten zu tragen
  • Wahre Freundschaft bedeutet, dem Verletzten zu helfen, seinen Schmerz zu Jesus ans Kreuz zu bringen
  • Am Kreuz wartet Heilung und Frieden für die verletzte Seele
  • Wir sollen nicht gemeinsam gegen andere losgehen, sondern gemeinsam zu Jesus

6. Die Geschenke am Kreuz

  • Jesaja 53 zeigt, dass Jesus unsere Krankheit und Schmerzen getragen hat
  • Am Kreuz empfangen wir Frieden und Heilung
  • Ein zweites Geschenk: Mit geheiltem Herzen können wir auf den anderen zugehen und Versöhnung schenken
  • Wir brauchen keine Entschuldigung mehr, weil wir Heilung bei Jesus gefunden haben

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Römer 12,1-2

Ich habe euch vor Augen geführt, Geschwister, wie groß Gottes Erbarmen ist. Die einzig angemessene Antwort darauf ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung stellt und euch ihm als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringt, an dem er Freude hat. Das ist der wahre Gottesdienst und dazu fordere ich euch auf. Richtet euch nicht länger nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lernt in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist, ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.

Römer 12,15

Freut euch mit denen, die sich freuen und weint auch mit denen, die weinen.

Matthäus 7,1-5

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet, denn so wie ihr über andere urteilt, werdet auch ihr einst beurteilt. Und das Maß, mit dem ihr bei anderen messt, wird auch an euch angelegt werden. Weshalb siehst du den Splitter im Auge deines Bruders? Bemerkst aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht. Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt still, ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen und dabei ist der Balken doch in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann wirst du klar sehen und kannst den Splitter aus dem Auge deines Bruders ziehen.

Galater 6,2

Helft einander eure Lasten zu tragen. Auf diese Weise werdet ihr das Gesetz erfüllen, dass Christus uns gegeben hat.

Jesaja 53,4-5

Er hat unsere Krankheit getragen. Unsere Schmerzen, auch seelisch, er hat sie getragen. Und er lud sie auf sich. Und wir dachten, er wäre von Gott gestraft und von ihm geschlagen und niedergebeugt. Aber nein, es war der Weg, den der Vater ihm aufgetragen hatte für uns alle. Man hat ihn durchbohrt wegen unserer Schuld, wegen unserer Sünden gequält. Für unseren Frieden ertrug er den Schmerz und durch seine Striemen sind wir geheilt.

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Bleibe nicht allein mit schweren Emotionen: Wenn du schwere Emotionen oder Schmerz erlebst, isoliere dich nicht. Teile dich mit vertrauten Menschen mit und suche Gemeinschaft, zum Beispiel durch Kleingruppen wie Explore.
  • 2 Vermeide emotionale Allianzen: Wenn dir jemand von einer Verletzung erzählt, übernimm nicht deren Wut oder Schmerz und gehe nicht innerlich oder äußerlich gegen den vermeintlichen Täter los. Halte dein Herz offen und frei.
  • 3 Hilf Freunden, ihre Last zu Jesus zu bringen: Sei ein Freund, der anderen hilft, ihren Schmerz gemeinsam zu Jesus ans Kreuz zu tragen, anstatt mit ihnen zusammen gegen andere vorzugehen. Bete mit und für sie.
  • 4 Suche Heilung und Frieden am Kreuz: Bringe deine eigenen Verletzungen, deinen Schmerz und deine Wut zu Jesus ans Kreuz. Dort wartet Heilung und Frieden auf dich, nicht in der Anklage anderer.
  • 5 Gehe mit geheiltem Herzen auf andere zu: Nachdem du Heilung bei Jesus gefunden hast, gehe auf die Person zu, die dich verletzt hat. Teile mit, was dich verletzt hat, aber aus einem versöhnten Herzen heraus, ohne etwas zu fordern.