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Ev. Freikirche Kreuzheide

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Täglicher Impuls
Freitag

Die Wüste zeigt, wer wir sind

Der Weg durch die Wüste zeigte dem Volk Israel, wer sie wirklich waren und wie ihr Verhältnis zu Gott wirklich war. Sie begegneten sich selbst – ihrem Misstrauen, ihren Verletzungen, ihrer Gottesferne, ihrer Wut und Hoffnungslosigkeit. Das bröckelnde Selbstbild war demütigend und schmerzhaft. Wenn Gott uns in eine Wüste führt, dann immer mit einer Absicht: Er möchte, dass wir klarer sehen, wie es um uns steht. Er will uns bereit machen, uns von ihm formen zu lassen. In jeder Krise bemerken wir erst, wie wir wirklich vor Gott stehen. Dann stehen wir vor der Wahl: Zurück ins Gestern oder vorwärts ins Morgen? Jesus lädt uns ein, mit all unseren Schwächen, Schmerzen und unserer Sehnsucht ans Kreuz zu kommen. Er will uns in jeder Enttäuschung die Chance geben, im Vertrauen auf ihn zu wachsen.

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Der Weg durch die Wüste zeigte dem Volk Israel, wer sie wirklich waren und wie ihr Verhältnis zu Gott wirklich war. Sie begegneten sich selbst – ihrem Misstrauen, ihren Verletzungen, ihrer Gottesferne, ihrer Wut und Hoffnungslosigkeit. Das bröckelnde Selbstbild war demütigend und schmerzhaft. Wenn Gott uns in eine Wüste führt, dann immer mit einer Absicht: Er möchte, dass wir klarer sehen, wie es um uns steht. Er will uns bereit machen, uns von ihm formen zu lassen. In jeder Krise bemerken wir erst, wie wir wirklich vor Gott stehen. Dann stehen wir vor der Wahl: Zurück ins Gestern oder vorwärts ins Morgen? Jesus lädt uns ein, mit all unseren Schwächen, Schmerzen und unserer Sehnsucht ans Kreuz zu kommen. Er will uns in jeder Enttäuschung die Chance geben, im Vertrauen auf ihn zu wachsen.

Jesaja 55,8-9
Gebet

Sei ehrlich vor Gott über das, was die Wüste in dir offenbart hat. Bringe deine Schwächen und Schmerzen zu ihm und bitte um seine formende Hand.

Herausforderung

Was zeigt mir meine gegenwärtige 'Wüste' über mein wahres Ich und meine Beziehung zu Gott?

Aufnahme vom 29. März 2026

Predigt

Begegnung mit Jesus | Andreas Neve | Freikirche Kreuzheide

Sonntag, 29. März 2026
Johannes 13,27-30
Kernaussage

Jesus begegnet selbst in seiner dunkelsten Stunde - bei seiner Verhaftung - allen Menschen mit Liebe, Würde und Wertschätzung. Er gibt sogar seinem Verräter Judas und seinen Feinden die Möglichkeit zur Umkehr und handelt völlig gewaltlos, während er seinem himmlischen Vater treu bleibt. Jesus ist das vollkommene Vorbild für selbstlose Liebe und zeigt uns, dass wir bereits durch seinen Tod gerechtfertigt sind.

Diese Predigt behandelt die Verhaftung Jesu im Garten Gethsemane und untersucht, wie Jesus verschiedenen Menschen in dieser dramatischen Situation begegnet. Der Prediger analysiert drei zentrale Begegnungen: den Verrat durch Judas mit einem Kuss, die gewaltsame Reaktion des Petrus, der einem Diener das Ohr abschlägt, und Jesu Konfrontation mit den Hohepriestern und der Tempelwache. In allen drei Situationen zeigt Jesus eine außergewöhnliche Haltung der Liebe, Selbstlosigkeit und Gewaltlosigkeit. Die Predigt betont, dass Jesus selbst seinen Verräter Judas mit Namen und als Freund anspricht und ihm bis zum letzten Moment die Möglichkeit zur Umkehr gibt. Er heilt das Ohr des Dieners des Hohenpriesters und lehrt seine Jünger, keine Gewalt im Namen Gottes anzuwenden. Jesus erfüllt die Prophezeiung aus Jesaja 53, indem er wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt wird, ohne Widerstand zu leisten. Der Prediger schließt mit der Anwendung für Christen heute: auf Gott zu hören und zu vertrauen, Selbstbezogenheit loszulassen und daran zu denken, dass wir durch Jesu Tod bereits gerechtfertigt sind.
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Diese Predigt behandelt die Verhaftung Jesu im Garten Gethsemane und untersucht, wie Jesus verschiedenen Menschen in dieser dramatischen Situation begegnet. Der Prediger analysiert drei zentrale Begegnungen: den Verrat durch Judas mit einem Kuss, die gewaltsame Reaktion des Petrus, der einem Diener das Ohr abschlägt, und Jesu Konfrontation mit den Hohepriestern und der Tempelwache. In allen drei Situationen zeigt Jesus eine außergewöhnliche Haltung der Liebe, Selbstlosigkeit und Gewaltlosigkeit. Die Predigt betont, dass Jesus selbst seinen Verräter Judas mit Namen und als Freund anspricht und ihm bis zum letzten Moment die Möglichkeit zur Umkehr gibt. Er heilt das Ohr des Dieners des Hohenpriesters und lehrt seine Jünger, keine Gewalt im Namen Gottes anzuwenden. Jesus erfüllt die Prophezeiung aus Jesaja 53, indem er wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt wird, ohne Widerstand zu leisten. Der Prediger schließt mit der Anwendung für Christen heute: auf Gott zu hören und zu vertrauen, Selbstbezogenheit loszulassen und daran zu denken, dass wir durch Jesu Tod bereits gerechtfertigt sind.

Hauptthemen (5)

1. Jesus begegnet Judas mit Würde und Liebe

  • Jesus spricht Judas trotz des Verrats mit seinem Namen an und gibt ihm dadurch Wertschätzung
  • Er nennt ihn 'mein Freund' und zeigt damit, dass die Beziehung im Vordergrund steht
  • Durch die rhetorische Frage 'Judas, wie kannst du den Menschensohn mit einem Kuss verraten?' gibt Jesus ihm die Möglichkeit zur Umkehr
  • Jesus hatte jahrelang in Judas investiert und ihm als Finanzverwalter besonderes Vertrauen geschenkt
  • Selbst beim Abendmahl hatte Jesus Judas die Füße gewaschen - die Füße, die ihn später zu den Hohepriestern trugen

2. Jesus lehnt Gewalt vollständig ab

  • Die Jünger fragen, ob sie kämpfen sollen, aber Petrus wartet die Antwort nicht ab und schlägt einem Diener das Ohr ab
  • Jesus beendet den Kampf sofort und heilt das Ohr des Verletzten auf der Stelle
  • Gewalt ist bei Jesus völlig ausgeschlossen, auch nicht für den Glauben oder für Gott
  • Jesus kritisiert damit auch die späteren Kreuzzüge, die im Namen des Glaubens Gewalt anwendeten
  • Das letzte Heilungswunder vor seinem Tod vollzieht Jesus an seinem Todfeind

3. Jesus gibt seinen Feinden die Möglichkeit zur Erkenntnis

  • Jesus fragt die obersten Priester: 'Bin ich ein Schwerverbrecher/Terrorist, dass ihr mit Schwertern und Knüppeln anrückt?'
  • Er macht deutlich, dass er kein Zelot ist und keine politische Revolution plant
  • Jesus weist darauf hin, dass er täglich im Tempel war und hätte dort verhaftet werden können
  • Die Festnahme im Schutz der Dunkelheit zeigt das schlechte Gewissen der Verfolger
  • Jesus sagt: 'Dies ist eure Stunde, die Zeit, in der die Macht der Finsternis die Oberhand hat' - und zeigt damit, dass er die Kontrolle hat

4. Jesus erfüllt den Willen des Vaters in völliger Selbstlosigkeit

  • Jesus erfüllt die Prophetie aus Jesaja 53: Er wurde misshandelt, gab keinen Laut von sich wie ein Lamm zur Schlachtbank
  • Er hätte die sichtbaren Kämpfe nicht bestehen können ohne den vorherigen geistlichen Kampf auf den Knien
  • Der Sieg besteht in den Worten: 'Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe'
  • Selbst am Kreuz betet Jesus: 'Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun'
  • Es geht Jesus um die Menschen um ihn herum, nicht um seine eigene Rettung

5. Bedeutung für uns heute

  • Wir sind durch Jesu Tod bereits vor Gott gerechtfertigt - es ist vollbracht
  • Gott erwartet keine To-Do-Liste oder Punktestand, sondern Glauben an Jesus
  • Wir sollen auf Gott hören und ihm vertrauen
  • Wir sollen von Selbstbezogenheit loslassen wie Jesus
  • Jesus ist uns Vorbild in völliger Selbstlosigkeit und Liebe zu den Menschen

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Johannes 13,27-30

Sobald Judas das Brot gegessen hatte, ergriff der Satan Besitz von ihm. Da sagte Jesus zu ihm: Beeile dich. Was du tun willst, tue bald. Keiner der anderen am Tisch wusste, was Jesus damit meinte. Da Judas die Kasse verwaltete, dachten einige: Jesus habe ihn aufgefordert, für das Fest einzukaufen oder den Armen etwas Geld zu geben. Judas aber stand sofort auf und ging in die Nacht hinaus.

Lukas 22,4-6

Er ging zu den obersten Priestern und den Befehlshabern der Tempelwache, um mit ihnen zu beraten, wie er Jesus am besten an sie verraten könnte.

Lukas 22,39

Dann verließ Jesus zusammen mit seinen Jüngern den Raum und sie gingen wie gewohnt zum Ölberg.

Markus 14,43-45

Noch während er redete, kam Judas einer der Zwölf mit einer Schar von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren. Sie waren von den Hohepriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten geschickt worden. Der ihn auslieferte, hatte mit ihnen ein Zeichen vereinbart und gesagt: Der, den ich küssen werde, der ist es, nehmt ihn fest und führt ihn sicher ab. Judas ging auf Jesus zu und begrüßte ihn mit einem Kuss.

Lukas 22,48

Aber Jesus sagte: Judas, wie kannst du den Menschensohn mit einem Kuss verraten?

Lukas 22,49-51

Als die anderen Jünger begriffen, was die Menge vorhatte, riefen sie: Herr, sollen wir kämpfen? Wir haben die Schwerter mitgebracht und einer von ihnen griff den Diener des Hohenpriesters an und schlug ihm das rechte Ohr ab. Doch Jesus sagte: Leistet keinen Widerstand mehr. Und er berührte das Ohr des Mannes und heilte ihn.

Lukas 22,52-53

Dann wandte er sich an die obersten Priester, die Befehlshaber der Tempelwache und die Anführer der Gruppe. Bin ich ein Schwerverbrecher?, fragte er, dass mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet anrückt, um mich zu verhaften? Warum habt ihr mich nicht im Tempel verhaftet? Ich war doch jeden Tag dort. Aber dies ist eure Stunde, die Zeit, in der die Macht der Finsternis die Oberhand hat.

Jesaja 53,7

Er wurde misshandelt und niedergedrückt und gab keinen Laut von sich. Wie ein Lamm, das zum Schlachten geführt wird und wie ein Schaf vor seinen Scherern verstummt. So machte er den Mund nicht auf.

Weitere Referenzen

  • Matthäus (Petrus' Aussage über Treue zu Jesus)
  • Matthäus 26,52 (Wer das Schwert benutzt, wird durchs Schwert umkommen)
  • Lukas 23,34 (Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun)
  • 1. Mose/Genesis (Garten Eden - Adam und Eva)

Praktische Anwendung (4)

  • 1 Hören und vertrauen auf Gott: Lasst uns auf das hören, was Gott in seinem Wort und im Gebet sagt. Wartet auf Gottes Antwort, bevor ihr handelt, wie Petrus es hätte tun sollen.
  • 2 Von Selbstbezogenheit loslassen: Folgt dem Vorbild Jesu in völliger Selbstlosigkeit. Es soll nicht um uns selbst gehen, sondern um die Menschen um uns herum, selbst in schwierigen Situationen.
  • 3 Keine Gewalt im Namen des Glaubens: Wendet niemals aus eurer Glaubensüberzeugung oder für eure Glaubensüberzeugung Gewalt an. Jesus handelt durchweg gewaltlos und deeskalierend.
  • 4 In der Rechtfertigung durch Jesus ruhen: Erinnert euch daran, dass ihr durch Jesu Tod bereits vor Gott gerechtfertigt seid. Gott erwartet keine To-Do-Liste, sondern Glauben an Jesus.