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Hoffnungskirche Kaiserslautern

Landolfstr. 1, 67661 Kaiserslautern

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Daily Bite
Day 2 of 7

Nichts anzuziehen

From the sermon “Was bedeutet die Taufe? | Gal. 3,26-29 | Nathanael Armisen” of October 27

Das allererste Problem der Menschheit war überraschend: 'Wir haben nichts anzuziehen.' Nach dem Sündenfall versteckten sich Adam und Eva vor Gott. Sie spürten äußerlich, was innerlich geschehen war - die Gemeinschaft mit Gott war zerbrochen. Ihre Versuche, sich mit Blättern zu bedecken, änderten nichts an ihrer Schuld. So geht es uns allen. Egal wie voll unser Kleiderschrank ist, vor dem heiligen Gott haben wir nichts anzuziehen. Keine Gerechtigkeit, kein Verdienst, keine Unschuld. Wir können uns nicht selbst retten durch frommes Leben, gute Abstammung oder religiöse Handlungen. Doch schon im Paradies gab Gott ein Versprechen: Er wird einen Retter senden, der uns wieder bekleidet und in Gemeinschaft mit Gott bringt. Glaube beginnt mit diesem ehrlichen Eingeständnis: Ich habe nichts anzuziehen. Ich brauche Vergebung.

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Das allererste Problem der Menschheit war überraschend: 'Wir haben nichts anzuziehen.' Nach dem Sündenfall versteckten sich Adam und Eva vor Gott. Sie spürten äußerlich, was innerlich geschehen war - die Gemeinschaft mit Gott war zerbrochen. Ihre Versuche, sich mit Blättern zu bedecken, änderten nichts an ihrer Schuld. So geht es uns allen. Egal wie voll unser Kleiderschrank ist, vor dem heiligen Gott haben wir nichts anzuziehen. Keine Gerechtigkeit, kein Verdienst, keine Unschuld. Wir können uns nicht selbst retten durch frommes Leben, gute Abstammung oder religiöse Handlungen. Doch schon im Paradies gab Gott ein Versprechen: Er wird einen Retter senden, der uns wieder bekleidet und in Gemeinschaft mit Gott bringt. Glaube beginnt mit diesem ehrlichen Eingeständnis: Ich habe nichts anzuziehen. Ich brauche Vergebung.

1. Mose 3
Prayer

Vater, ich erkenne, dass ich vor dir nichts vorzuweisen habe. Ich brauche deine Gnade und Vergebung durch Jesus Christus.

Reflect

Kannst du ehrlich vor Gott eingestehen, dass du seine Gnade brauchst?

Recording from July 14, 2026

Sermon

Vorbereitet auf die kommende Verfolgung (1/2) | Johannes 15,18-16,33 | Peter Krell

Tuesday, July 14, 2026
Johannes 15,18-21
Key Point

Jesus bereitet seine Jünger auf die kommende Verfolgung vor, indem er erklärt, warum Christen verfolgt werden - nicht weil sie Christen heißen, sondern weil die Welt Christus hasst. Die Botschaft des Evangeliums, dass Menschen Erlösung statt Selbsterlösung brauchen, ist dieser Welt ein Anstoß. Christen sollen sich dessen bewusst sein und trotzdem mutig, liebevoll und weise Zeugen Christi sein.

Diese Predigt behandelt das ernste Thema der Christenverfolgung basierend auf Johannes 15-16. Der Prediger erklärt, warum authentische Christen verfolgt werden: nicht weil sie Christen heißen, sondern weil die Welt Christus hasst, der ihr bezeugt, dass ihre Werke böse sind. Die Botschaft des Evangeliums – dass Menschen nicht Hilfe, sondern Erlösung brauchen – steht im direkten Gegensatz zur weltlichen Vorstellung, dass man durch eigene Güte gerettet werden kann. Der Prediger zeigt auf, wie sich Verfolgung ausdrückt: durch Hass, argwöhnische Beobachtung, Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben und schließlich durch körperliche Angriffe bis hin zur Tötung. Er betont, dass heute mehr Christen verfolgt werden als je zuvor in der Geschichte – weltweit über 388 Millionen. Auch in Deutschland nehmen antichristliche Hassdelikte zu, mit Brandanschlägen auf Kirchen und Ausgrenzung evangelikaler Gemeinden. Trotz dieser düsteren Realität ruft der Prediger zur Hoffnung auf, zum Gebet für verfolgte Geschwister und dazu, als authentische, liebevolle Zeugen Christi in dieser Welt zu leben, ohne Kompromisse einzugehen, aber auch ohne Streitsucht oder Hochmut.
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Diese Predigt behandelt das ernste Thema der Christenverfolgung basierend auf Johannes 15-16. Der Prediger erklärt, warum authentische Christen verfolgt werden: nicht weil sie Christen heißen, sondern weil die Welt Christus hasst, der ihr bezeugt, dass ihre Werke böse sind. Die Botschaft des Evangeliums – dass Menschen nicht Hilfe, sondern Erlösung brauchen – steht im direkten Gegensatz zur weltlichen Vorstellung, dass man durch eigene Güte gerettet werden kann. Der Prediger zeigt auf, wie sich Verfolgung ausdrückt: durch Hass, argwöhnische Beobachtung, Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben und schließlich durch körperliche Angriffe bis hin zur Tötung. Er betont, dass heute mehr Christen verfolgt werden als je zuvor in der Geschichte – weltweit über 388 Millionen. Auch in Deutschland nehmen antichristliche Hassdelikte zu, mit Brandanschlägen auf Kirchen und Ausgrenzung evangelikaler Gemeinden. Trotz dieser düsteren Realität ruft der Prediger zur Hoffnung auf, zum Gebet für verfolgte Geschwister und dazu, als authentische, liebevolle Zeugen Christi in dieser Welt zu leben, ohne Kompromisse einzugehen, aber auch ohne Streitsucht oder Hochmut.

Main Topics (5)

1. Warum werden Christen verfolgt?

  • • Die Welt hasst Christus, weil er ihr bezeugt, dass ihre Werke böse sind
  • • Christen werden nicht verfolgt, weil sie Christen heißen, sondern weil sie zu Christus gehören
  • • Die Botschaft des Evangeliums greift das Selbstbild des Menschen an - sie sagt, dass der Mensch Erlösung braucht, nicht Selbsterlösung
  • • Authentische Christen sind dieser Welt ein Anstoß, weil sie predigen 'Glaube nicht an dich selbst, glaube an Christus'
  • • Christen sind aus der Welt herauserwählt und deshalb das 'Haar in der Suppe' dieser Welt

2. Wie drückt sich Verfolgung aus?

  • • Stufe 1: Hass, Ablehnung, Abneigung, Misstrauen, Missgunst
  • • Stufe 2: Argwöhnische Beobachtung - Christen sind auf dem Schirm in negativer, überwachender Weise
  • • Stufe 3: Ausschluss, Ächtung, Isolation aus dem gesellschaftlichen Leben
  • • Stufe 4: Angriff - bis hin zur Tötung
  • • Verfolgung ist dynamisch und intensiviert sich häufig schrittweise

3. Wo stehen wir heute weltweit?

  • • Noch nie in der Geschichte wurden so viele Christen so vehement verfolgt wie heute
  • • Mehr als 388 Millionen Christen werden weltweit wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt
  • • Die Verfolgung hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verschärft
  • • Christen sollen an die verfolgten Geschwister denken, als wären sie selbst mitgefangene

4. Wo stehen wir in Deutschland?

  • • Deutschland ist auf Platz 2 bei Gewalt gegen Christen in Europa
  • • 2022 gab es einen Anstieg antichristlicher Hassdelikte um 44%
  • • 2024 gab es 94 dokumentierte Brandanschläge auf Kirchen in Europa, davon 33 in Deutschland
  • • Konkrete Beispiele: Erlebtgemeinde Landau vom Kindertag ausgeschlossen, Stay Café Leipzig nach 26 Anschlägen geschlossen, Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christliche YouTuber
  • • Öffentlich-rechtliche Medien berichten über 'radikale Christen' und 'christliche Fundamentalisten'
  • • Die Situation ist dynamisch - es gibt besorgniserregende Entwicklungen, aber auch hoffnungsvolle Zeichen eines 'Silent Awakening'

5. Die Rolle der Christen heute

  • • Christen sollen nicht passiv oder pessimistisch sein, sondern Salz und Licht in der Welt
  • • Wir sollen Gott für die gegenwärtige Freiheit danken und diese Zeit nutzen
  • • Unser Glaube muss auch in Widrigkeiten funktionieren
  • • Wir sollen uns vor allem durch Liebe auszeichnen und liebevollste Menschen in unserem Umfeld sein
  • • Wir sollen uns staatlichen Autoritäten unterordnen und nicht streitsüchtig sein
  • • Wir sollen Wege suchen, über Jesus Christus ins Gespräch zu kommen

Biblical Foundations

Direct Quotes

Johannes 15,18-21

Wenn die Welt euch hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das ihre Lieb, weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe. Darum hasst euch die Welt. Gedenkt an das Wort, dass ich zu euch geredet habe. Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen. Haben Sie auf mein Wort argwöhnisch Acht gehabt? So werden sie auch auf das eure argwöhnisch Acht haben. Aber das alles werden sie euch antun meines Namens willen. Denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.

Johannes 15,22-27

Wenn ich nicht gekommen wäre und ihnen und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde. Nun aber haben sie keinen Vorwand für ihre Sünde. Wer mich hasst, der hasst auch meinen Vater. Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan hätte, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde. Nun aber haben sie es gesehen und hassen doch sowohl mich als auch meinen Vater. Doch dies geschieht, damit das Wort erfüllt wird, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: 'Sie hassen mich ohne Ursache.' Wenn aber der Beistand kommen wird, den euch, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben. Und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid.

Johannes 16,1-4

Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen. Es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird Gott einen Dienst damit zu erweisen. Und dies werden sie euch antun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Ich aber habe euch dies gesagt, damit ihr daran denkt, wenn die Stunde kommt, dass ich es euch gesagt habe.

Johannes 16,33

In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid getrost. Ich habe die Welt überwunden.

Johannes 7,7

Mich aber hasst die Welt, weil ich ihr bezeuge, dass ihre Werke böse sind.

Hebräer 13,3

Denkt an die Gefangenen so, als wärt ihr mitgefangene und an alle und an die Misshandelten, weil auch ihr noch im Leib lebt.

Apostelgeschichte 9,31

So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Judäa und ganz Judäa und Galiläa und Samarien und baute sich auf und lebte in der Furcht des Herrn und mehrte sich durch den Beistand des Heiligen Geistes.

Titus 3,1-5

Erinnere Sie daran, sich tatsächlich staatlichen Autoritäten und Behörden unterzuordnen. Sie sollen die Gesetze befolgen und in jedem guten Werk bereit sein. Sie sollen niemanden verläumten, nicht streitsüchtig sein und allen Menschen besonnen und freundlich begegnen. Denn auch wir waren früher unverständig, ungehorsam und gingen in die Irre. Wir waren Sklaven aller möglichen Leidenschaften und Begierden. Unser Leben war von Bosheit und Neid erfüllt. Wir waren verhasst und hassten uns gegenseitig. Als aber dann als aber dann Gott unser Retter seine Güte und Menschenliebe sichtbar machte, hat er uns aus reinem Erbarmen gerettet und nicht, weil wir gute und gerechte Taten vorweisen könnten.

Additional references

  • → Johannes 15-16
  • → Johannes 17,1
  • → Offenbarung (Märtyrer)

Practical Application (6)

  • 1 Für verfolgte Geschwister beten: Besuche die Website von Open Doors oder ähnlichen Organisationen und höre dir konkrete Lebensgeschichten verfolgter Christen an. Bete für sie, als wärst du selbst in ihrer Situation, denn wir sind ein Leib in Christus.
  • 2 Den neuen Gebetsblock nutzen: Nutze den Gebetsblock mit dem Weltverfolgungsindex, um regelmäßig für Christen in verschiedenen Ländern zu beten, wo sie am meisten verfolgt werden.
  • 3 Authentische Nachfolge leben: Prüfe dich selbst, ob du ein authentischer, ernstafter Nachfolger Jesu bist oder ob du Freundschaft mit der Welt geschlossen hast. Nutze die Zeit der Freiheit, um Gott zu danken und im Glauben zu wachsen.
  • 4 Liebe als Kennzeichen zeigen: Zeichne dich vor allem durch Liebe aus und sei der liebevollste Mensch in deinem Umfeld. Vermeide herablassende Parolen gegen Andersdenkende und begegne allen mit Christus' Geist.
  • 5 Sich Autoritäten unterordnen: Ordne dich staatlichen Autoritäten unter, befolge Gesetze und begegne allen Menschen besonnen und freundlich, wie es in Titus 3 beschrieben wird.
  • 6 Mutig Zeugnis geben: Suche aktiv Wege, um über Jesus Christus ins Gespräch zu kommen. Sei ein mutiger Zeuge voller Weisheit und Liebe, ohne zu schweigen aus Angst vor Widerstand.

Daily bites from the week of July 15

  1. Day 1 of 7 · July 15 Warum Christen verfolgt werden

    Jesus bereitet seine Jünger auf eine unbequeme Wahrheit vor: 'Wenn die Welt euch hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.' Authentische Christen werden nicht verfolgt, weil sie böse oder streitsüchtig sind, sondern weil die Welt Christus hasst. Der Kern des Anstoßes liegt in der Botschaft des Evangeliums selbst. Während alle Religionen und weltlichen Systeme verkünden 'Sei gut genug und alles wird gut', sagt Jesus etwas radikal anderes: Du brauchst nicht Hilfe, sondern Erlösung. Deine Werke sind nicht ausreichend – du brauchst einen Retter. Diese Botschaft greift den Menschen in seinem Selbstbild an. In einer Welt, die schreit 'Glaube an dich selbst', rufen wir: 'Glaube an Christus, denn du schaffst es nicht allein.' Das macht uns zum Haar in der Suppe dieser Welt. Doch für den, der verstanden hat, dass er Erlösung braucht, ist dies die herrlichste Botschaft überhaupt.

    Johannes 15,18-20

    Prayer

    Danke Jesus, dass du mich nicht in meiner Sünde gelassen hast. Gib mir Mut, die Wahrheit des Evangeliums in Liebe weiterzusagen.

    Reflect

    Bin ich bereit, die Botschaft von meiner Erlösungsbedürftigkeit anzunehmen und weiterzugeben, auch wenn sie anstößig ist?

  2. Day 2 of 7 · July 16 Die Dynamik der Verfolgung

    Verfolgung geschieht nicht über Nacht – sie folgt oft einem erschreckenden Muster. Jesus beschreibt eine Eskalation, die mit Hass beginnt: Abneigung, Misstrauen, Missgunst. Die zweite Stufe ist argwöhnische Beobachtung – Christen werden nicht ignoriert, sondern bewusst belauert, um etwas zu finden, womit man sie anklagen kann. Dann folgt der Ausschluss: 'Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen.' Damals bedeutete dies soziale Ächtung, Isolation aus dem gesellschaftlichen Leben. Die letzte Stufe ist die körperliche Bedrohung: 'Es kommt die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst damit zu erweisen.' Diese Dynamik zeigt sich heute weltweit. Wir müssen uns bewusst machen, dass Verfolgung nicht statisch ist, sondern sich intensivieren kann. Jesus will, dass wir vorbereitet sind – nicht in Angst, sondern mit offenen Augen und festem Glauben.

    Johannes 16,1-2

    Prayer

    Herr, bereite mein Herz vor auf mögliche Widerstände. Lass mich wachsam, aber nicht ängstlich sein.

    Reflect

    Wo erlebe ich bereits erste Stufen von Ablehnung oder argwöhnischer Beobachtung wegen meines Glaubens?

  3. Day 3 of 7 · July 17 Weltweite Realität der Verfolgung

    Die Worte Jesu aus Johannes 15-16 sind heute wahrer als je zuvor. Noch nie in der Geschichte wurden so viele Christen so vehement verfolgt wie in dieser Minute. Über 388 Millionen Christen erleiden weltweit intensive Verfolgung und Diskriminierung wegen ihres Glaubens. Diese erschreckende Zahl ist nicht nur Statistik – dahinter stehen unsere Geschwister, die für ihren Glauben an Jesus leiden. Der Hebräerbrief ermahnt uns: 'Denkt an die Gefangenen, so als wärt ihr mitgefangene.' Das bedeutet nicht nur, sie abstrakt im Gebet zu erwähnen. Es bedeutet, uns konkret in ihre Lage zu versetzen, ihre Geschichten zu hören, ihre Namen zu kennen. Wir sind ein Leib. Wenn ein Teil leidet, leiden alle mit. Lasst uns nicht passiv bleiben, während unsere Geschwister weltweit für Christus einstehen. Ihre Treue sollte uns beschämen und zugleich ermutigen.

    Hebräer 13,3

    Prayer

    Vater, erbarme dich über unsere verfolgten Geschwister. Gib ihnen Kraft, Trost und deine spürbare Nähe in ihrem Leiden.

    Reflect

    Wann habe ich das letzte Mal konkret für verfolgte Christen gebetet und mich mit ihrer Situation auseinandergesetzt?

  4. Day 4 of 7 · July 18 Verfolgung in Deutschland

    Auch wenn wir in Deutschland noch relative Freiheit genießen, nehmen antichristliche Tendenzen zu. 2022 stieg die Zahl antichristlicher Hassdelikte um 44%. 2024 gab es 33 dokumentierte Brandanschläge auf Kirchen allein in Deutschland. Evangelikale Gemeinden werden zunehmend von gesellschaftlichen Veranstaltungen ausgeschlossen und als 'homophob' oder 'extremistisch' bezeichnet – einfach weil sie das glauben, was die Kirche seit 2000 Jahren lehrt. Die Seal Church in Leipzig musste ihr Café nach 26 Anschlägen schließen. Öffentlich-rechtliche Medien berichten über 'radikale Christen' und 'christliche Fundamentalisten'. Die Grünen fragten nach Erkenntnissen über 'christlich fundamentalistische Milieus mit Bezügen zum Extremismus'. Wir wissen nicht, wohin diese Entwicklung führt. Aber wir sollten nicht naiv sein. Die Segenszeit der Freiheit sollten wir nutzen, um Gott zu danken und uns geistlich zu rüsten.

    Prayer

    Danke Herr für die Freiheit, die wir noch haben. Bereite uns vor auf das, was kommen mag, und gib uns Weisheit.

    Reflect

    Bin ich bereit, auch dann für Christus einzustehen, wenn es in Deutschland unangenehme Konsequenzen haben könnte?

  5. Day 5 of 7 · July 19 Authentisch oder angepasst?

    Wenn wir nicht verfolgt werden, kann das zwei Gründe haben. Vielleicht leben wir in einer Zeit und einem Ort, wo Gott uns Frieden schenkt – wie in Apostelgeschichte 9,31: 'So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Judäa und Galiläa und Samarien und baute sich auf.' Oder es liegt daran, dass wir schweigen. Dass wir Freundschaft mit der Welt geschlossen haben. Dass wir unser bleibendes Zuhause hier aufgerichtet haben und nicht mehr als Pilger durch diese Welt gehen. Die Frage an uns lautet: Sind wir ernsthafte, authentische Nachfolger Jesu Christi? Oder haben wir uns so angepasst, dass wir keinen Anstoß mehr erregen? Echte Jesusnachfolge bedeutet nicht, streitlustig oder hochmütig zu sein. Aber sie bedeutet auch nicht, die Wahrheit zu verschweigen. Wir sollen Salz und Licht sein – und Salz brennt in Wunden, Licht deckt Finsternis auf.

    Prayer

    Herr, zeige mir, wo ich Kompromisse eingegangen bin. Gib mir Mut zur authentischen Nachfolge ohne Streitsucht.

    Reflect

    Schweige ich aus Angst vor Konsequenzen, oder lebe ich authentisch als Zeuge Jesu Christi?

  6. Day 6 of 7 · July 20 Liebe statt Hochmut

    Es gibt einen falschen Grund, verfolgt zu werden: wenn wir uns wie 'schräge Vögel' verhalten und nicht wie Christus. Wenn wir ständig herablassende Parolen gegen Andersdenkende posten, wenn wir streitsüchtig und hochmütig auftreten – dann werden wir zu Recht kritisiert. Paulus erinnert in Titus 3 daran: 'Sie sollen niemanden verleumden, nicht streitsüchtig sein und allen Menschen besonnen und freundlich begegnen. Denn auch wir waren früher unverständig, ungehorsam und gingen in die Irre.' Wir waren genauso verloren wie die, die Christus noch nicht kennen. Unsere Haltung sollte geprägt sein von Dankbarkeit für unverdiente Gnade – nicht von Überlegenheit. Zeichnet uns vor allem aus, dass wir die liebevollsten Menschen in unserem Umfeld sind. Dass wir Wege suchen, um über Jesus ins Gespräch zu kommen. Liebe und Wahrheit gehören zusammen.

    Titus 3,1-5

    Prayer

    Herr, erinnere mich täglich daran, dass ich nur durch deine Gnade gerettet bin. Lass mich anderen mit deiner Liebe begegnen.

    Reflect

    Begegne ich Andersdenkenden mit der Liebe und Demut Christi, oder mit Hochmut und Streitlust?

  7. Day 7 of 7 · July 21 Hoffnung trotz allem

    Jesus beendet seine Rede über Verfolgung nicht mit Resignation, sondern mit Hoffnung: 'In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid getrost – ich habe die Welt überwunden.' Diese Worte sind unser Anker in stürmischen Zeiten. Wir dürfen nicht die Pessimisten sein, die alles nur kritisieren. Ja, rein natürlich betrachtet sieht es düster aus. Aber wir haben Grund zur Hoffnung! Gott hat immer wieder sein Momentum in der Geschichte. Wenn wir auf die Knie gehen, kann Christus seine Gemeinde neu beleben und Deutschland in eine Zeit der Erweckung führen. Unsere Aufgabe ist es, als authentische, liebevolle Zeugen Christi in dieser Welt zu leben – ohne Kompromisse, aber auch ohne Streitsucht. Wir sollen beten für verfolgte Geschwister, wachsam sein für kommende Herausforderungen und gleichzeitig mutig das Evangelium verkünden. Christus ist unser Retter, unser Held – und er hat bereits gesiegt.

    Johannes 16,33

    Prayer

    Herr Jesus, du hast die Welt überwunden. Gib uns Mut, Hoffnung und Ausdauer für den Weg, der vor uns liegt.

    Reflect

    Bin ich bereit, Christus auch dann zu folgen, wenn Widrigkeiten kommen, im Vertrauen auf seinen Sieg?