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Ev. Freikirche Kreuzheide

Franz-Marc-Straße 3-5, 38448 Wolfsburg

Eine Gemeinde von über 200 Mitgliedern mit Programmen für alle Altersgruppen und einem herzlichen Miteinander.

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Daily Bite
Thursday

Sichtbares und Unsichtbares Unkraut

Unkraut hat sichtbare und unsichtbare Teile. Was an der Oberfläche wächst – Wut, Ungeduld, Flucht in Arbeit, Alkohol oder andere Süchte – das sehen Menschen. Und hier setzen wir oft an: Wir versuchen mit aller Kraft, nicht mehr so schnell wütend zu werden, geduldiger zu sein, weniger zu trinken. Doch nach zwei Wochen Erfolg wächst das Unkraut nach. Warum? Weil die Wurzeln noch im Boden liegen. Die tiefere Schicht – unsere falschen Hoffnungen, unsere Götzen – bleibt unangetastet. Solange im Boden noch Wurzeln, Saatgut und Samenkörner des Unkrauts vorhanden sind, wird es immer wieder nachwachsen. Es reicht nicht, nur an den Symptomen zu arbeiten. Wir müssen tiefer graben. Die Bilderbuchfamilie als Lebensinhalt, der Erfolg als Identität, die Anerkennung als Lebenssinn – diese tiefliegenden Götzen müssen ausgerissen werden. Nur dann wird der Acker dauerhaft frei für Gottes gute Saat.

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Unkraut hat sichtbare und unsichtbare Teile. Was an der Oberfläche wächst – Wut, Ungeduld, Flucht in Arbeit, Alkohol oder andere Süchte – das sehen Menschen. Und hier setzen wir oft an: Wir versuchen mit aller Kraft, nicht mehr so schnell wütend zu werden, geduldiger zu sein, weniger zu trinken. Doch nach zwei Wochen Erfolg wächst das Unkraut nach. Warum? Weil die Wurzeln noch im Boden liegen. Die tiefere Schicht – unsere falschen Hoffnungen, unsere Götzen – bleibt unangetastet. Solange im Boden noch Wurzeln, Saatgut und Samenkörner des Unkrauts vorhanden sind, wird es immer wieder nachwachsen. Es reicht nicht, nur an den Symptomen zu arbeiten. Wir müssen tiefer graben. Die Bilderbuchfamilie als Lebensinhalt, der Erfolg als Identität, die Anerkennung als Lebenssinn – diese tiefliegenden Götzen müssen ausgerissen werden. Nur dann wird der Acker dauerhaft frei für Gottes gute Saat.

Prayer

Bitte Gott wie David in Psalm 139: 'Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Zeig mir, wo die Wurzeln meiner Götzen liegen.'

Challenge

Welche wiederkehrenden negativen Verhaltensweisen in meinem Leben könnten auf einen tieferliegenden Götzen hinweisen?

Recording from August 2, 2026

Sermon

Wenn wir alles was Jesus gesagt hat, ernst nehmen würden | Finja Ostrowicki | Freikirche Kreuzheide

Sunday, August 2, 2026
Matthäus 28,18-20
Key Point

Die Predigt fordert dazu auf, die Lehren und Aufträge Jesu ernst zu nehmen und vollständig umzusetzen, wie es die frühe Gemeinde in Antiochia vorbildlich getan hat. Anhand der vier Kernmerkmale der Gemeinde in Antiochia - Evangelisation, Mentoring, großzügiges Geben und Aussendung - wird gezeigt, wie eine lebendige Gemeinde aussieht. Dies erfordert tiefes Vertrauen gegen Angst und Demut, um Stolz und Scham zu überwinden.

In dieser Predigt geht es um die Frage, was passieren würde, wenn wir alles, was Jesus gesagt hat, ernst nehmen und umsetzen würden. Der Sprecher untersucht anhand der frühen Gemeinde in Antiochia (Apostelgeschichte 11-13), wie echte Nachfolge aussieht. Er zeigt auf, dass die ersten Christen in Jerusalem trotz Jesu klarem Missionsbefehl zunächst 2-5 Jahre in der Stadt blieben, bis Verfolgung sie zerstreute. In Antiochia entstand dann durch einige mutige Gläubige, die zu Nichtjuden gingen, eine der größten Gemeinden der damaligen Welt. Der Sprecher identifiziert vier wesentliche Merkmale der antiochenischen Gemeinde: (1) Weitergabe des Evangeliums trotz Angst, (2) Mentoring und gegenseitige Unterstützung durch geistliche Väter und Mütter, (3) großzügiges Geben von Geld trotz eigener Not, und (4) das Aussenden der besten Leiter in neue Werke. Alle diese Praktiken erfordern tiefes Vertrauen statt Angst und Demut statt Stolz. Die Predigt schließt mit der Herausforderung an die Gemeinde, ob sie bereit ist, eine ständige Baustelle zu bleiben, in der Veränderung geschieht, und ob jeder Einzelne bereit ist, sowohl Empfänger als auch Geber zu sein.
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In dieser Predigt geht es um die Frage, was passieren würde, wenn wir alles, was Jesus gesagt hat, ernst nehmen und umsetzen würden. Der Sprecher untersucht anhand der frühen Gemeinde in Antiochia (Apostelgeschichte 11-13), wie echte Nachfolge aussieht. Er zeigt auf, dass die ersten Christen in Jerusalem trotz Jesu klarem Missionsbefehl zunächst 2-5 Jahre in der Stadt blieben, bis Verfolgung sie zerstreute. In Antiochia entstand dann durch einige mutige Gläubige, die zu Nichtjuden gingen, eine der größten Gemeinden der damaligen Welt. Der Sprecher identifiziert vier wesentliche Merkmale der antiochenischen Gemeinde: (1) Weitergabe des Evangeliums trotz Angst, (2) Mentoring und gegenseitige Unterstützung durch geistliche Väter und Mütter, (3) großzügiges Geben von Geld trotz eigener Not, und (4) das Aussenden der besten Leiter in neue Werke. Alle diese Praktiken erfordern tiefes Vertrauen statt Angst und Demut statt Stolz. Die Predigt schließt mit der Herausforderung an die Gemeinde, ob sie bereit ist, eine ständige Baustelle zu bleiben, in der Veränderung geschieht, und ob jeder Einzelne bereit ist, sowohl Empfänger als auch Geber zu sein.

Main Topics (6)

1. Der große Missionsauftrag und seine verzögerte Umsetzung

  • Jesus beauftragte seine Jünger in Matthäus 28, in die ganze Welt zu gehen und Menschen zu Jüngern zu machen
  • Die ersten Christen blieben jedoch 2-5 Jahre in Jerusalem, anstatt hihinauszugehen
  • Erst durch Verfolgung nach Stephanus' Tod zerstreuten sie sich und erreichten u.a. Antiochia
  • Bis 350 n.Chr. entstanden vier große christliche Zentren: Rom, Alexandria, Konstantinopel und Antiochia

2. Evangelisation - Von Jesus erzählen

  • In Antiochia begannen einige Christen, auch Nichtjuden von Jesus zu erzählen und überschritten damit Grenzen
  • Sie erzählten von dem, was sie gesehen und gehört hatten
  • Der Herr wirkte mächtig durch sie und viele Menschen kamen zum Glauben
  • Evangelisation ist nicht einfach, aber lohnt sich fast immer - auch nach 37 Jahren christlicher Erfahrung
  • Es braucht nur ein paar Menschen, die bereit sind, von Jesus zu erzählen

3. Mentoring - Geistliche Väter und Mütter

  • Barnabas wurde von Jerusalem nach Antiochia gesandt, um die neue Gemeinde zu unterstützen
  • Er erkannte seine Grenzen und holte Paulus aus Tarsus, um gemeinsam zu dienen
  • Barnabas war der 'Sohn des Trostes', Paulus der intellektuelle Lehrer
  • Beide unterwiesen die Gemeinde ein ganzes Jahr lang
  • Christen brauchen Vorbilder und Menschen, die sich um sie kümmern
  • Es braucht geistliche Väter und Mütter, die ihr Leben teilen und lesbar sind für andere
  • Gleichzeitig muss man bereit sein, um Hilfe zu bitten

4. Großzügiges Geben - Geld wegeben trotz eigener Not

  • Prophet Agabus kündigte eine Hungersnot im ganzen Reich an
  • Trotz eigener kommender Not beschloss die Gemeinde in Antiochia, Geld nach Jerusalem zu senden
  • Natürlicher Reflex ist 'meine Sicherheit geht vor' - Antiochia handelte anders
  • Die Frage ist: Bin ich Besitzer oder Verwalter meines Geldes?
  • Vorschlag eines Gebekontos in der Gemeinde für zukünftige Missionen, Ausbildungen, Reisen
  • Persönliches Zeugnis: 1992 ermöglichte die Gemeinde die Missionsreise nach Russland - nicht als Einzelperson, sondern als Teil der Gemeinde
  • Geld wegzugeben erfordert Vertrauen, dass Gott für die eigene Versorgung sorgt

5. Aussendung - Die Besten gehen lassen

  • Der Heilige Geist forderte die Gemeinde auf, Barnabas und Saulus für eine neue Aufgabe freizustellen
  • Dies waren die Gründer und tragenden Säulen der Gemeinde
  • Natürliche Reaktion wäre Angst vor der entstehenden Lücke gewesen
  • Die Gemeinde gehorchte und sandte sie mit Gebet und Handauflegung aus
  • Es ist ein Privileg für eine Gemeinde, Menschen auszusenden
  • Persönliches Beispiel: Die Freude über Tillmanns Wechsel nach Wolfsburg
  • Aussendung bedeutet, dass Gott sich um die zurückbleibende Gemeinde kümmern wird

6. Die vier Kernmerkmale erfordern Vertrauen und Demut

  • Alle vier Bereiche erfordern tiefes Vertrauen gegen die Angst
  • Demut ist nötig, um Stolz und Scham zu überwinden
  • Diese Haltungen machten Antiochia zu einer der vier größten Gemeinden nach 300 Jahren
  • Die Gemeinde muss eine Baustelle bleiben, wo sich Dinge verändern und neu anfangen
  • Jeder soll mit einem einzigen Punkt beginnen, nicht mit allem auf einmal

Biblical Foundations

Direct Quotes

Matthäus 28,18-20

Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach, ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf Erde erhalten, deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden. Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein, ich bin immer bei euch, bis das Ende der Welt gekommen ist.

Apostelgeschichte 11,19-21

Fast alle Gläubigen waren wegen der Verfolgung nach dem Tod von Stephanus aus Jerusalem geflohen und hatten sich über Judäa und Samarien zerstreut. Manche kamen sogar bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia. Sie erzählten aber nur den Juden von Jesus. Lediglich ein paar von ihnen, Männer aus Zypern und Kyrene, die jetzt in Antiochia lebten, verkündeten auch den Nichtjuden die rettende Botschaft von Jesus, dem Herrn. Der Herr wirkte mächtig durch sie und so wandten sich ihm viele Menschen zu und glaubten an ihn.

Apostelgeschichte 11,22-26

Als die Gemeinde in Jerusalem davon erfuhr, schickte sie Barnabas nach Antiochia. Der kam in die Stadt und erkannte voller Freude, was Gott in seiner Gnade getan hat. Barnabas ermutigte die Gläubigen fest und entschlossen in ihrem Glauben an den Herrn zu bleiben. Er war ein vorbildlicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und stark im Glauben. So begannen damals viele Menschen, Jesus, den Herrn, zu vertrauen. Von Antiochia reiste Barnabas nach Tasos, um Saulus aufzusuchen. Er traf ihn und nahm ihn mit nach Antiochia zurück. Dort blieben die beiden ein ganzes Jahr lang in der Gemeinde, um viele Menschen im Glauben zu unterweisen. In Antiochia wurden die Jünger zum ersten Mal Christen genannt.

Apostelgeschichte 11,27-30

Zu dieser Zeit kamen Propheten aus Jerusalem nach Antiochia. Während des Gottesdienstes sagte einer von ihnen, er hieß Agabus, eine große Hungersnot voraus. Sie würde sich über das gesamte Reich erstrecken. So hat es ihm der Heilige Geist gezeigt. Tatsächlich trat diese Hungersnot wenige Jahre später noch während der Regierungskrise von Kaiser Clausius ein. Deshalb beschloss die Gemeinde in Antiochia ihren Brüdern und Schwestern in Judäa zu helfen. Jeder in der Gemeinde sollte so viel geben, wie er konnte. Und das Geld wurde dann von Barnabas und Saulus den Leitern der Gemeinde in Jerusalem überbracht.

Apostelgeschichte 13,1-3

In der Gemeinde von Antiochia gab es eine Reihe von Propheten und Lehrern. Barnabas, Simeon, genannt der Schwarze, Lucius aus Kyrene, Maneam, der zusammen mit dem Fürsten Herodes aufgewachsen war, und Saulus. Eines Tages, während die Gemeinde dem Herrn mit Gebet und Fasten diente, sagte der Heilige Geist, stellt mir Barnabas und Saulus für die Aufgabe frei, zu der ich sie berufen habe. Da legte man den beiden nach weiterem Fasten und Beten die Hände auf und ließ sie ziehen.

Johannes 17,20-21

Ich bitte dich aber nicht für sie, sondern für alle, die durch ihre Worte von mir hören werden und an mich glauben. Sie sollen eins sein, genauso wie du, Vater, mit mir eins bist. So wie du in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns fest miteinander verbunden sein. Dann wird die ganze Welt glauben, dass du mich gesandt hast.

Additional references

  • Apostelgeschichte (allgemein über die frühe Gemeinde in Jerusalem)

Practical Application (5)

  • 1 Von Jesus erzählen: Überwinde die Angst und fange an, anderen von dem zu erzählen, was du mit Jesus gesehen und gehört hast. Es muss nicht perfekt sein - es braucht nur ein paar Menschen, die bereit sind, die Grenzen dessen zu überschreiten, was in ihrer Gemeinschaft normal ist.
  • 2 Mentoring suchen oder anbieten: Überlege, ob du eine geistliche Mutter oder einen geistlichen Vater sein könntest, oder ob du selbst jemanden brauchst. Sei bereit, dein Leben zu teilen und lesbar zu sein für andere, oder habe den Mut, um Hilfe zu bitten.
  • 3 Ein Gebekonto einrichten: Erwäge als Gemeinde, einen Bereich einzurichten, wo frei eingezahlt wird - nicht für die Gemeinde selbst, sondern um das Geld weiterzugeben für Missionen, Ausbildungen oder Menschen in Not. Verstehe dich als Verwalter, nicht als Besitzer deines Geldes.
  • 4 Menschen mit Segen aussenden: Wenn Gott Menschen aus deiner Gemeinde zu neuen Aufgaben beruft, sende sie mit Freude und Segen aus, anstatt sie aus Angst vor der entstehenden Lücke festzuhalten. Vertraue darauf, dass Gott sich um die Gemeinde kümmern wird.
  • 5 Mit einem Punkt beginnen: Wähle nur einen einzigen Punkt aus den vier Kernmerkmalen (Evangelisation, Mentoring, Geben, Aussendung) und fange damit an. Versuche nicht, alles auf einmal umzusetzen, sondern mache einen konkreten ersten Schritt.