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Gemeinde Gottes Eppingen

Scheuerlesstraße 63, 75031 Eppingen

Verbunden in Jesus Christus – eine Gemeinschaft mit Schwerpunkt auf Anbetung und Bibelstudium.

Täglicher Impuls
Tag 4 von 7

Blätter ohne Frucht erkennen

Aus der Predigt „2026.10.25 - Sonntagsgottesdienst“ vom 25. Oktober

Gebet kann ein Blatt sein - ich kann viel beten, aber vertraue ich Gott wirklich? Mitarbeit kann ein Blatt sein - ich kann sehr aktiv sein, aber liebe ich die Menschen, denen ich diene? Lehre kann ein Blatt sein - ich kann anderen erklären, was richtig ist, aber bin ich selber bereit, mich von Gottes Wort korrigieren zu lassen? Jesus hat nichts gegen Blätter. Blätter sind gut und wichtig. Das Problem entsteht nur dort, wo Blätter etwas versprechen, was nicht dahinter steht. Wo religiöse Aktivität echte Herzensverbindung mit Gott ersetzt. Das größte Gebot fasst zusammen, worum es wirklich geht: 'Liebe den Herrn, deinen Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und ganzem Gemüt. Und das andere Gebot ist ihm gleich: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.' Wenn diese Liebe unser Leben prägt, werden die Blätter zu echten Früchten.

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Gebet kann ein Blatt sein - ich kann viel beten, aber vertraue ich Gott wirklich? Mitarbeit kann ein Blatt sein - ich kann sehr aktiv sein, aber liebe ich die Menschen, denen ich diene? Lehre kann ein Blatt sein - ich kann anderen erklären, was richtig ist, aber bin ich selber bereit, mich von Gottes Wort korrigieren zu lassen? Jesus hat nichts gegen Blätter. Blätter sind gut und wichtig. Das Problem entsteht nur dort, wo Blätter etwas versprechen, was nicht dahinter steht. Wo religiöse Aktivität echte Herzensverbindung mit Gott ersetzt. Das größte Gebot fasst zusammen, worum es wirklich geht: 'Liebe den Herrn, deinen Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und ganzem Gemüt. Und das andere Gebot ist ihm gleich: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.' Wenn diese Liebe unser Leben prägt, werden die Blätter zu echten Früchten.

Matthew 22,37-39
Gebet

Jesus, lass mein Tun nicht nur äußerlich sein, sondern von echter Liebe zu dir und zu Menschen getragen.

Zum Nachdenken

Welche religiösen Aktivitäten in meinem Leben könnten nur Blätter sein - gut aussehend, aber ohne echte Frucht?

Aufnahme vom 1. März 2026

Predigt

2026.01.03 - Sonntagsgottesdienst

Sonntag, 1. März 2026
2. Petrus 3,9
Kernaussage

Gott hat uns mit unzähligen natürlichen und geistlichen Segnungen überhäuft, doch oft sehen wir mit unseren Augen, ohne wirklich zu erkennen und in unseren Herzen wahrzunehmen. Wie das alttestamentliche Volk Israel trotz aller Wunder Gottes unberührt blieb, besteht auch heute die Gefahr, dass wir Gottes Wirken nicht mit dankbarem Herzen wahrnehmen und verstehen.

Dies ist ein Gottesdienst einer evangelischen Freikirche, der mit Begrüßung und einer Bibellesung aus 2. Petrus 3,9 über Gottes Geduld und Gnadenzeit beginnt. Der Hauptteil besteht aus einer ausführlichen Predigt über "Sehende Augen" basierend auf Lukas 11,33-36 und Matthäus 13,10-17. Der Prediger thematisiert, wie das alttestamentliche Volk Israel trotz zahlreicher Wunder Gottes (Auszug aus Ägypten, Manna, Durchzug durchs Rote Meer) diese nicht wirklich im Herzen wahrnahmen. Er zieht Parallelen zur heutigen Zeit und ermutigt die Gemeinde, sowohl die natürlichen Segnungen (Wohlstand, Frieden, materielle Versorgung) als auch die geistlichen Segnungen (Bibeln in verschiedenen Übersetzungen, Gemeindehaus, Gottesdienstfreiheit, geistliche Lehre) bewusst wahrzunehmen und Gott dafür dankbar zu sein. Der Gottesdienst beinhaltet mehrere Gebete, ein Kinderlied über Treue, und schließt mit Fürbitte für kranke Geschwister und einem Segenswunsch für die kommende Woche.
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Dies ist ein Gottesdienst einer evangelischen Freikirche, der mit Begrüßung und einer Bibellesung aus 2. Petrus 3,9 über Gottes Geduld und Gnadenzeit beginnt. Der Hauptteil besteht aus einer ausführlichen Predigt über "Sehende Augen" basierend auf Lukas 11,33-36 und Matthäus 13,10-17. Der Prediger thematisiert, wie das alttestamentliche Volk Israel trotz zahlreicher Wunder Gottes (Auszug aus Ägypten, Manna, Durchzug durchs Rote Meer) diese nicht wirklich im Herzen wahrnahmen. Er zieht Parallelen zur heutigen Zeit und ermutigt die Gemeinde, sowohl die natürlichen Segnungen (Wohlstand, Frieden, materielle Versorgung) als auch die geistlichen Segnungen (Bibeln in verschiedenen Übersetzungen, Gemeindehaus, Gottesdienstfreiheit, geistliche Lehre) bewusst wahrzunehmen und Gott dafür dankbar zu sein. Der Gottesdienst beinhaltet mehrere Gebete, ein Kinderlied über Treue, und schließt mit Fürbitte für kranke Geschwister und einem Segenswunsch für die kommende Woche.

Hauptthemen (7)

1. Die Gnadenzeit und Gottes Geduld

  • • Gott zögert seine Verheißungen nicht hinaus, sondern ist langmütig gegen uns
  • • Er will nicht, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe
  • • Wir leben heute noch in dieser Gnadenzeit und haben die Möglichkeit, zu Jesus zu kommen

2. Sehen mit geistlichen Augen

  • • Das Auge ist die Leuchte des Leibes - wenn das Auge lauter ist, ist der ganze Leib Licht
  • • Es ist möglich, mit funktionierenden Augen zu schauen, aber nicht wirklich zu erkennen
  • • Jesus sprach in Gleichnissen, damit diejenigen mit geöffneten Herzen verstehen würden
  • • Die Jünger waren gesegnet, dass ihre Augen sehen und ihre Ohren hören konnten

3. Das Beispiel des alttestamentlichen Volkes Israel

  • • Israel war als Bote Gottes berufen, den Völkern Gottes Herrlichkeit zu zeigen
  • • Sie erlebten unzählige Wunder: die zehn Plagen, den Auszug aus Ägypten, die Wolken- und Feuersäule, die Teilung des Meeres, Manna vom Himmel
  • • Trotz all dieser sichtbaren Wunder blieben ihre Herzen unberührt und sie murrten
  • • Die Prophezeiung Jesajas erfüllte sich: 'Mit sehenden Augen sehen sie nicht, mit hörenden Ohren hören sie nicht'

4. Gottes Segnungen in unserem natürlichen Leben

  • • Wir leben in Frieden und Wohlstand im Vergleich zu früheren Zeiten
  • • Wir haben Autos, gefüllte Tische, Kleidung und Bequemlichkeit in reicher Fülle
  • • Viele von uns sind nicht einmal hier geboren, und doch werden wir reichlich versorgt
  • • All dies ist nicht selbstverständlich, sondern Gottes versorgender Segen

5. Gottes Segnungen in unserem geistlichen Leben

  • • Wir haben die Bibel in verschiedenen Übersetzungen und Sprachen verfügbar
  • • Wir können ungestört in einem schönen Gemeindehaus Gottesdienst feiern
  • • Wir haben Liederbücher, Musik, Predigten und Gemeinschaft
  • • Wir können Gottesdienste live verfolgen und nachhören
  • • Niemand verfolgt oder bedroht uns für unseren Glauben

6. Die Gefahr der Unzufriedenheit

  • • Wie Adam und Eva nicht zufrieden waren mit dem, was Gott gegeben hatte
  • • Die Gefahr besteht, dass uns Gottes Gaben nicht genug sind
  • • Unzufriedenheit führt zur Trennung von Gott, wie bei Adam und Eva

7. Der Aufruf zu Demut und Dankbarkeit

  • • Gott wohnt bei denen, die einen zerschlagenen und demütigen Geist haben
  • • Wir sollen Gott loben für alle seine Taten mit allem, was Odem hat
  • • Wir sollen die Segnungen Gottes wahrnehmen und mit dankbarem Herzen leben

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

2. Petrus 3,9

Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.

Lukas 11,33-36

Niemand aber zündet ein Licht an und setzt es an einem verborgenen Ort, auch nicht unter den Schäfer, sondern auf den Leuchter, damit die Hereinkommenden den Schein sehen. Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib Licht. Wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster, so habe nun Acht, dass das Licht in dir nicht Finsternis ist. Wenn nun ein ganzer Leib Licht ist, sodass er keinen finsteren Teil mehr hat, so wird er ganz hell sein, wie wenn das Licht mit seinem Strahl dich erleuchtet.

Matthäus 13,10-17

Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen durch Gleichnisse. Er antwortete und sprach: Euch ist gegeben, dass ihr das Geheimnis des Himmelreichs versteht. Diesen aber ist nicht gegeben, denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe. Wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat. Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht, denn sie verstehen es nicht. Und über ihnen wird die Weissagung Jesaja es erfüllt die da sagt: Mit den Ohren werdet ihr es hören und werdet es nicht verstehen und mit den sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht wahrnehmen. Denn dieses Volksherz ist verstockt, und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern auf, dass sie nicht einmaleinst mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, dass ich ihnen hülfe. Aber selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören. Wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt, zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Jesaja 42,18-20

Hört, ihr Tauben, und schaut her, ihr Blinden, dass ihr seht, wer ist so blind wie mein Knecht? Und wer ist so taub wie mein Bote, den ich sende? Wer ist so blind wie der Vollkommene und so blind wie der Knecht des Herrn? Man predigt wohl viel, aber sie halten es nicht. Man sagt ihnen genug, aber sie wollen es nicht hören.

Jesaja 6,9-10

Mit den Ohren werdet ihr es hören und werdet es nicht verstehen und mit den sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht wahrnehmen. Denn dieses Volksherz ist verstockt und ihre Ohren hören schwer und ihre Augen haben sich geschlossen, damit sie nicht mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile.

Jesaja 57,15

Denn so sagt der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die einen zerschlagenen und demütigen Geist haben, um den Geist der Gedemütigten und das Herz des Zerschlagenen zu beleben.

Psalm 150

Halleluja. Lobt den Herrn in seinem Heiligtum. Lobt ihn in seiner untermenschlichen Macht, Lobt ihn für seine Taten, lobt ihn in seiner großen Herrlichkeit. Lobt ihn mit Posaunenschall, Lobt ihn mit Psalter und Harfe, Lobt ihn mit Pauken und Reigen, Lobt ihn mit Saiten und Pfeifen, Lobt ihn mit hellen Zimbeln, lobt ihn mit wohlklingenden lauten Zimbeln. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn. Halleluja.

Weitere Referenzen

  • → Matthäus 13
  • → 1. Mose 3

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Bewusst Gottes Segnungen wahrnehmen: Nehmen Sie sich täglich Zeit, um sowohl die natürlichen als auch die geistlichen Segnungen Gottes in Ihrem Leben bewusst zu erkennen und wertzuschätzen. Lassen Sie Ihr Herz von dem berührt werden, was Ihre Augen sehen.
  • 2 Ein dankbares Herz kultivieren: Entwickeln Sie eine Haltung der Dankbarkeit für alles, was Gott Ihnen gibt - von materiellen Gütern über Gesundheit bis hin zu geistlichen Gaben wie Gemeinschaft, Gottes Wort und Gottesdienste. Bringen Sie dies konkret im Gebet zum Ausdruck.
  • 3 Zufriedenheit statt Unzufriedenheit: Hüten Sie sich vor der Gefahr, wie das alttestamentliche Volk Israel zu murren oder unzufrieden zu sein, obwohl Gott Sie reichlich segnet. Kämpfen Sie aktiv gegen die Haltung an, dass Gottes Gaben 'nicht genug' seien.
  • 4 Als Licht in der Welt leben: Verstehen Sie sich als Bote Gottes in dieser Welt, damit Menschen, die mit Ihnen in Berührung kommen, durch Ihr Leben Gottes Wirken, Liebe und Segen erkennen können. Leben Sie so, dass andere den lebendigen Gott durch Sie sehen.
  • 5 Demut vor Gott bewahren: Pflegen Sie einen demütigen und zerschlagenen Geist vor Gott, im Bewusstsein Ihrer Abhängigkeit von ihm. Erkennen Sie, dass Sie nichts aus eigener Kraft erreichen können und alles Geschenk Gottes ist.

Impulse aus der Woche ab 2. März

  1. Tag 1 von 7 · 2. März Sehende Augen – Gottes Wirken wahrnehmen

    Jesus erklärt seinen Jüngern, warum er in Gleichnissen spricht: 'Euch ist gegeben, dass ihr das Geheimnis des Himmelreichs versteht.' Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem bloßen Sehen mit den Augen und dem Verstehen mit dem Herzen. Das alttestamentliche Volk Israel erlebte unzählige Wunder Gottes – den Auszug aus Ägypten, das Manna vom Himmel, den Durchzug durchs Rote Meer – und doch blieb ihr Herz oft unberührt. Sie sahen, aber sie begriffen nicht wirklich, was Gott tat. Auch heute leben wir inmitten von Gottes Segnungen, sowohl im Natürlichen als auch im Geistlichen. Doch wie oft nehmen wir diese als selbstverständlich hin? Das Auge ist mehr als nur ein Organ – es ist ein Tor, durch das Licht in unser Innerstes gelangt. Wenn unser inneres Auge geöffnet ist, erkennen wir Gottes Hand in unserem Leben und unser ganzes Wesen wird von Dankbarkeit erfüllt.

    Matthäus 13,10-17

    Gebet

    Bitte Gott, deine inneren Augen zu öffnen, damit du sein Wirken in deinem Leben klar erkennst und mit einem dankbaren Herzen reagierst.

    Zum Nachdenken

    Welche Segnungen Gottes in meinem Leben habe ich möglicherweise als selbstverständlich betrachtet, ohne wirklich mit dem Herzen wahrzunehmen?

  2. Tag 2 von 7 · 3. März Die Wunder Gottes im Alltag Israels

    Das Volk Israel erlebte täglich greifbare Wunder: Eine Wolkensäule führte sie am Tag, eine Feuersäule bei Nacht. Das Meer teilte sich vor ihnen. Jeden Morgen lag Manna auf dem Boden – Brot vom Himmel, das sie nicht erarbeiten mussten, sondern einfach einsammeln durften. Ihre Kleider veralteten nicht, ihre Schuhe gingen nicht kaputt, obwohl sie 40 Jahre durch die Wüste wanderten. Doch trotz all dieser sichtbaren Zeichen von Gottes Fürsorge blieben die Israeliten oft unzufrieden. Sie murrten, sie zweifelten, sie wünschten sich zurück nach Ägypten. Das Problem war nicht, dass sie die Wunder nicht sahen – sie sahen sie täglich! Das Problem war, dass ihr Herz davon unberührt blieb. Sie nahmen Gottes Versorgung wahr, aber sie begriffen nicht die Liebe und Treue dahinter. Gott klagte durch Jesaja: 'Was habt ihr nicht alles gesehen, aber es lässt euch kalt.'

    2. Mose 16

    Gebet

    Danke Gott für seine treue, tägliche Versorgung und bitte ihn, dein Herz weich zu machen für seine Liebe, die dahinter steht.

    Zum Nachdenken

    Wo murre ich möglicherweise trotz offensichtlicher Versorgung Gottes in meinem Leben?

  3. Tag 3 von 7 · 4. März Der Bote Gottes in dieser Welt

    Gott bezeichnete Israel als seinen 'Boten' – ein Volk mit einer Mission. Alle umliegenden Nationen sollten durch Israel den lebendigen Gott kennenlernen. Sie sollten sehen, dass dies ein Volk ist, das dem Allmächtigen dient, das Gottes Gesetz empfangen hat und unter seinem Segen steht. Israel sollte wie ein lebendiges Zeugnis sein, das anderen die Botschaft überbringt: 'Hier wirkt der wahre Gott.' Auch wir als neutestamentliche Gemeinde sind Boten in dieser Welt. Menschen, die mit uns in Berührung kommen, sollen erkennen, dass wir Gottes Volk sind. Doch wie Israel stehen wir in der Gefahr, die Segnungen Gottes zu genießen, ohne dass unser Leben wirklich davon geprägt ist. Jesaja musste dem Volk sagen: 'Wer ist so blind wie mein Knecht? Man predigt wohl viel, aber sie halten es nicht.' Die Frage ist: Erfüllen wir unsere Rolle als Boten?

    Jesaja 42,18-20

    Gebet

    Bitte Gott, dich zu einem klaren, lebendigen Zeugnis seiner Güte und Gnade in dieser Welt zu machen.

    Zum Nachdenken

    Welches Zeugnis gebe ich den Menschen um mich herum über den Gott, dem ich diene?

  4. Tag 4 von 7 · 5. März Natürliche Segnungen erkennen

    Wenn wir unser heutiges Leben mit dem vor 30, 40 oder 50 Jahren vergleichen, wird der Unterschied sofort deutlich. Welch ein Wohlstand, welche technischen Möglichkeiten, welche Versorgung! Viele von uns haben nicht nur ein Auto, sondern mehrere im Haushalt. Unsere Kühlschränke und Vorratskammern sind gefüllt. Wir leben in Frieden und Sicherheit. Einige von uns erinnern sich noch an Zeiten, in denen man sich in Schlangen anstellen musste, um Grundnahrungsmittel zu kaufen – ohne Garantie, dass es für alle reicht. Heute haben wir eine unvorstellbare Auswahl. Viele von uns sind nicht einmal in diesem Land geboren, sprechen die Sprache vielleicht nicht perfekt, und dennoch leben wir in Fülle und Überfluss. All das kommt nicht von ungefähr. Es ist Gottes versorgende Hand, sein Segen in unserem natürlichen Leben. Die Frage ist: Sehen wir es? Nehmen wir es wahr? Sind wir dankbar?

    Gebet

    Danke Gott für drei ganz konkrete materielle Versorgungen in deinem Leben und erkenne seine Hand darin.

    Zum Nachdenken

    Für welche konkreten materiellen Segnungen in meinem Leben habe ich Gott zuletzt gedankt?

  5. Tag 5 von 7 · 6. März Geistliche Segnungen schätzen

    Es ist noch nicht lange her, dass man keine Bibel einfach kaufen konnte. Menschen gingen riskante, geheime Wege, um an Gottes Wort zu kommen. Heute hat fast jeder von uns nicht nur eine Bibel, sondern mehrere – in verschiedenen Übersetzungen, verschiedenen Sprachen, und dazu noch digital auf dem Handy! Wir kommen in ein schönes, sauberes Gemeindehaus, sitzen auf bequemen Stühlen, können ungestört Gottesdienst feiern – ohne Bedrohung, ohne Verfolgung, sogar mit dem Schutz der Regierung. Wir haben Liederbücher in Fülle, während früher Menschen Lieder von Hand abschreiben mussten. In jedem Gottesdienst hören wir Gottes Wort verkündigt, werden durch Musik gesegnet, erleben die Gegenwart Gottes. Wir können Gottesdienste sogar live verfolgen oder später nachhören. Welch eine Fülle geistlicher Segnungen! Doch sehen wir es wirklich? Berührt es unser Herz? Sind wir dankbar für diese unermesslichen geistlichen Reichtümer?

    Psalm 119,18

    Gebet

    Danke Gott konkret für die Möglichkeit, sein Wort zu lesen, Gemeinschaft zu haben und ungestört Gottesdienst zu feiern.

    Zum Nachdenken

    Welche geistliche Segnung, die ich regelmäßig erlebe, habe ich als selbstverständlich betrachtet?

  6. Tag 6 von 7 · 7. März Ein Herz der Demut und Dankbarkeit

    Was war das eigentliche Problem im Garten Eden? Adam und Eva hatten alles – Gott hatte ihnen gesagt: 'Bedient euch, genießt!' Doch der Teufel flüsterte: 'Ihr werdet sein wie Gott.' Plötzlich war Gottes Gabe nicht mehr genug. Unzufriedenheit und Hochmut führten zum Fall. Gott sagt in Jesaja 57,15: 'Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die einen zerschlagenen und demütigen Geist haben.' Gott wohnt dort, wo Demut ist, wo Menschen ihre Abhängigkeit von ihm erkennen. Ein demütiges Herz wird sich nicht überheben, sondern sich der Gnade Gottes freuen und dankbar sein. Es weiß: Ich bin nicht wert, was ich empfangen habe. Der Psalmist ruft aus: 'Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!' In dieser Haltung der Dankbarkeit vor Gott niederfallen, ihn anbeten und loben für alle seine Taten – das bewahrt uns vor der Unzufriedenheit, die Adam und Eva aus dem Paradies vertrieb.

    Jesaja 57,15

    Gebet

    Bitte Gott um ein demütiges, zufriedenes Herz, das seine Abhängigkeit von ihm erkennt und für alles dankbar ist.

    Zum Nachdenken

    Wo habe ich möglicherweise gedacht, dass Gottes Gabe 'nicht genug' ist?

  7. Tag 7 von 7 · 8. März Mit sehenden Augen vorwärtsgehen

    Jesus sagt: 'Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so ist auch dein ganzer Leib Licht.' Unser inneres Sehvermögen bestimmt, wie wir durchs Leben gehen. Wenn unser Blick klar ist auf Gott gerichtet, wenn wir seine Segnungen wirklich wahrnehmen und mit dem Herzen verstehen, dann wird unser ganzes Leben von Licht und Dankbarkeit erfüllt. Jesus sagt zu seinen Jüngern: 'Selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören.' Möge Gott uns bewahren davor, dass er jemals über uns sagen muss: 'Mit sehenden Augen sehen sie, aber nehmen es nicht wahr.' Lasst uns die Segnungen Gottes – im Natürlichen wie im Geistlichen – bewusst beachten und wahrnehmen. Lasst uns ein dankbares, frohes, zufriedenes Herz haben. Wir haben so vieles, wofür wir den Herrn danken, preisen und ehren können. Möge Gott uns Gnade geben, mit sehenden Augen zu sehen und einem Herzen, das wirklich wahrnimmt.

    Lukas 11,33-36

    Gebet

    Bitte Gott, dir diese Woche täglich die Augen zu öffnen für seine Güte, und nimm dir Zeit, ihm konkret dafür zu danken.

    Zum Nachdenken

    Wie kann ich diese Woche bewusst Gottes Segnungen wahrnehmen und darauf mit Dankbarkeit reagieren?