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Gemeinde Gottes Pforzheim

Anton-Bruckner-Straße 7 75179 Pforzheim

Die Gemeinde Gottes Pforzheim (Maihälden) ist eine freie evangelische Gemeinde, die klar und entschieden die gute Nachricht von Jesus Christus anhand der Bibel, Gottes Wort, verkündigt.​​​​​​​​​​​​​​​​

Täglicher Impuls
Tag 3 von 7

Gehorsam über Tradition

Aus der Predigt „Die Geburt des Johannes - Gott hält sein Wort // Gemeinde Gottes Pforzheim // 25.10.2026“ vom 25. Oktober

Als das Kind beschnitten werden sollte, erwarteten alle, dass es nach der Tradition Zacharias genannt würde. Doch Elisabeth widersprach mutig: 'Nein, er soll Johannes heißen.' Die Verwandten waren verwundert, denn das entsprach nicht der Gewohnheit. Zacharias bestätigte durch sein Schreiben den von Gott befohlenen Namen, obwohl er nicht gehört hatte, was Elisabeth gesagt hatte. Beide stellten Gottes Willen über menschliche Tradition. Das erforderte Mut und Entschlossenheit, denn sie erhielten keine Zustimmung von den Umstehenden. Gottes Wort hat immer Vorrang vor menschlicher Tradition, vor Gewohnheiten und vor dem, was sozial üblich ist. Gehorsam gegenüber Gott kann bedeuten, gegen den Strom zu schwimmen und keine Zustimmung zu erwarten. Doch Gott segnet solchen Gehorsam.

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Als das Kind beschnitten werden sollte, erwarteten alle, dass es nach der Tradition Zacharias genannt würde. Doch Elisabeth widersprach mutig: 'Nein, er soll Johannes heißen.' Die Verwandten waren verwundert, denn das entsprach nicht der Gewohnheit. Zacharias bestätigte durch sein Schreiben den von Gott befohlenen Namen, obwohl er nicht gehört hatte, was Elisabeth gesagt hatte. Beide stellten Gottes Willen über menschliche Tradition. Das erforderte Mut und Entschlossenheit, denn sie erhielten keine Zustimmung von den Umstehenden. Gottes Wort hat immer Vorrang vor menschlicher Tradition, vor Gewohnheiten und vor dem, was sozial üblich ist. Gehorsam gegenüber Gott kann bedeuten, gegen den Strom zu schwimmen und keine Zustimmung zu erwarten. Doch Gott segnet solchen Gehorsam.

Lukas 1,59-63
Gebet

Bitte Gott um Mut und Klarheit, seinen Willen über menschliche Erwartungen und Traditionen zu stellen.

Zum Nachdenken

Gibt es Bereiche in meinem Leben, wo Traditionen oder Gewohnheiten wichtiger geworden sind als Gottes Wort?

Aufnahme vom 27. September 2026

Predigt

Jesus - der gute Hirte // Gemeinde Gottes Pforzheim // 27.09.2026

Sonntag, 27. September 2026
Hesekiel 37,21-24
Kernaussage

Jesus Christus ist der gute Hirte, der sein Leben für die Schafe gegeben hat. Gott hat durch die gesamte Heilige Schrift hindurch ein besonderes Augenmerk auf das Hirtentum gelegt, und diese Verantwortung wurde von Jesus an seine Nachfolger weitergegeben. Jeder Gläubige ist aufgerufen, in seinem Lebensbereich Hirtendienst zu praktizieren – nicht durch Herrschaft, sondern durch Vorbildsein und dienende Liebe.

Dies ist ein Gottesdienst der Gemeinde Gottes Pforzheim zum Thema 'Jesus - der gute Hirte'. Die Predigt führt durch die biblische Geschichte des Hirtenamtes von Abel über die Patriarchen, Mose und König David bis hin zu Jesus Christus als dem vollkommenen Hirten. Der Prediger zeigt auf, wie Gott immer ein besonderes Augenmerk auf Hirten hatte und wie die Führung Israels ihren Hirtendienst vernachlässigte, bis Gott durch den Propheten Hesekiel einen wahren Hirten verhieß - Jesus Christus. Die Botschaft betont, dass Jesus nicht nur selbst der gute Hirte ist, der sein Leben für die Schafe gab, sondern dass er diesen Auftrag an seine Jünger und letztlich an alle Gläubigen weitergegeben hat. Hirtendienst ist keine Aufgabe nur für besondere Leiter, sondern gilt für jeden Christen - in der Familie, in der Gemeinde und im täglichen Leben. Die Predigt schließt mit praktischen Beispielen und ermutigt die Zuhörer, füreinander zu sorgen, aufmerksam zu sein und Vorbilder zu sein, nicht Herrscher. Jeder hat die Verantwortung, in seinem Bereich als Hirte zu dienen, von den Eltern über Geschwister bis hin zu den Kleinsten.
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Dies ist ein Gottesdienst der Gemeinde Gottes Pforzheim zum Thema 'Jesus - der gute Hirte'. Die Predigt führt durch die biblische Geschichte des Hirtenamtes von Abel über die Patriarchen, Mose und König David bis hin zu Jesus Christus als dem vollkommenen Hirten. Der Prediger zeigt auf, wie Gott immer ein besonderes Augenmerk auf Hirten hatte und wie die Führung Israels ihren Hirtendienst vernachlässigte, bis Gott durch den Propheten Hesekiel einen wahren Hirten verhieß - Jesus Christus. Die Botschaft betont, dass Jesus nicht nur selbst der gute Hirte ist, der sein Leben für die Schafe gab, sondern dass er diesen Auftrag an seine Jünger und letztlich an alle Gläubigen weitergegeben hat. Hirtendienst ist keine Aufgabe nur für besondere Leiter, sondern gilt für jeden Christen - in der Familie, in der Gemeinde und im täglichen Leben. Die Predigt schließt mit praktischen Beispielen und ermutigt die Zuhörer, füreinander zu sorgen, aufmerksam zu sein und Vorbilder zu sein, nicht Herrscher. Jeder hat die Verantwortung, in seinem Bereich als Hirte zu dienen, von den Eltern über Geschwister bis hin zu den Kleinsten.

Hauptthemen (6)

1. Das Hirtentum als roter Faden durch die Heilige Schrift

  • • Gott hat eine besondere Nähe zu Hirten, beginnend mit Abel, den Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob
  • • Mose hütete 40 Jahre die Schafe seines Schwiegervaters und dann 40 Jahre das Volk Israel
  • • David als jüngster Sohn wurde Hirte und rettete Schafe unter Einsatz seines Lebens vor Löwen und Bären
  • • David wurde zum Vorbild für den kommenden Hirten, den Messias

2. Die Verheißung des guten Hirten

  • • Zur Zeit Hesekiels und Jeremias versagten die Könige und Führer Israels als Hirten – sie weideten sich selbst statt das Volk
  • • Gott versprach durch die Propheten einen wahren Hirten namens 'David' (Hesekiel 34, 37; Jeremia; Hosea)
  • • Diese Verheißung wies auf den Messias hin, der das Volk weiden und schützen würde
  • • Die Teilung Israels in Nord- und Südreich war die Folge des Versagens der Hirten

3. Jesus als der gute Hirte

  • • Jesus ist der von Gott gesandte Hirte, dessen Geburt zuerst den Hirten verkündet wurde
  • • Jesus heilte die Kranken, holte die Verirrten zurück, vergab Sünden und ermöglichte neues Leben
  • • Als Jesus das Volk sah, jammerte es ihn: 'Sie sind wie Schafe ohne Hirten' (Matthäus 9,36)
  • • Der gute Hirte geht zur Tür hinein, nicht über Mauern wie Diebe und Räuber
  • • Jesus gibt sein Leben für die Schafe (Johannes 10,11) und hat Vollmacht, es wieder zu nehmen (Johannes 10,17-18)

4. Die Weitergabe der Hirtenverantwortung

  • • Nach seiner Auferstehung beauftragte Jesus Petrus dreimal: 'Weide meine Lämmer, weide meine Schafe' (Johannes 21)
  • • Jesus übertrug die Verantwortung für sein Volk von den versagenden Führern auf die Apostel
  • • Die Apostel wurden beauftragt, die Gemeinde Gottes zu weiden, die durch das Blut Jesu erworben wurde (Apostelgeschichte 20,28)
  • • Petrus ermahnte die Ältesten: Weidet die Herde willig, nicht unter Zwang, nicht um Gewinn, nicht herrschend, sondern als Vorbilder (1. Petrus 5)

5. Hirtendienst für alle Gläubigen

  • • Hirtesein ist nicht nur für Spezialisten, sondern an alle Gemeindeglieder aufgetragen
  • • Paulus schrieb an verschiedene Gruppen: Älteste, junge Männer, ältere und jüngere Frauen – alle haben Verantwortung
  • • Ältere Frauen sollen jüngere Frauen lehren, Haushalt zu führen und Kinder und Männer zu lieben
  • • Beispiel der kleinen Schwester, die auf ihre jüngere Schwester aufpasst – Hirtendienst beginnt im Kleinen
  • • In Familien praktizieren Eltern gemeinsam Hirtendienst an ihren Kindern

6. Praktisches Hirtesein in Familien und Alltag

  • • Väter sind das Haupt der Familie, aber Mann und Frau führen gemeinsam die Kinder
  • • Kinder sollen im Evangelium erzogen werden durch Andacht, Loblieder und biblische Geschichten
  • • Eltern sollen nicht schreien, stoßen oder schlagen, sondern ermahnen, ermutigen und stärken
  • • Aufmerksamkeit auf die Kleinen und Gefährdeten im Straßenverkehr und anderen Bereichen
  • • Aufsichtspflicht wahrnehmen, wo jeder hingeht, wer Hilfe braucht, wer zurückbleibt

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Hesekiel 37,21-24

Siehe, ich werde die Kinder Israels aus den Heidenvölkern zurückholen, unter die sie gekommen sind, und sie von ringsum her sammeln und sie in ihr Land führen. Und ich werde sie im Land, auf den Bergen Israels, zu einem einzigen Volk machen. Sie sollen alle nur einen einzigen König haben. Sie sollen auch künftig nicht mehr zwei Völker bilden, noch in zwei Reiche zerteilt werden. Und sie sollen sich auch künftig nicht mehr verunreinigen mit ihren Götzen und mit ihren Scheusalen und durch allerlei Übertretungen. und ich will ihnen aus allen ihren Wohnorten, in denen sie gesündigt haben, heraushelfen und will sie reinigen und sie werden mein Volk sein und ich werde ihr Gott sein. Und mein Knecht David soll ihr König sein und sie sollen alle einen einzigen Hirten haben und sie werden in meinen Rechtsbestimmungen wandeln und meine Satzungen bewahren und sie tun.

Matthäus 9,36

Als er das Volk sah, jammerte es ihn, es ergriff ihn Erbarmen in seinem Inneren, und er sprach, sie sind da wie Schafe ohne Hirten.

Johannes 10,11

Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.

Johannes 10,17-18

Ich habe Macht bekommen, Vollmacht bekommen, das Recht bekommen von meinem Vater, dass ich mein Leben dahin gebe und habe Vollmacht bekommen, dieses Leben wieder zurückzunehmen.

Weitere Referenzen

  • → Hesekiel 34
  • → Zacharia 13,7
  • → Johannes 10
  • → Johannes 21 (Petrus am See Genezareth)
  • → Apostelgeschichte 20,28
  • → 1. Petrus 5

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Hirtendienst in der Familie praktizieren: Eltern sollen gemeinsam ihre Kinder im Evangelium erziehen durch Andacht, biblische Geschichten und Loblieder. Sie sollen ihre Kinder ermutigen, stärken und liebevoll ermahnen statt zu schreien oder zu schlagen.
  • 2 Aufmerksamkeit und Aufsichtspflicht wahrnehmen: Achten Sie aufmerksam darauf, wo Menschen in Ihrem Umfeld hingehen, wer Hilfe braucht oder zurückbleibt. Besonders auf Kinder und Gefährdete im Alltag (Straßenverkehr, Schule, etc.) aufpassen.
  • 3 Vorbild sein statt herrschen: Nach 1. Petrus 5 sollen wir nicht über andere herrschen, sondern Vorbilder sein. Führen Sie durch dienende Liebe, Hingabe und persönliches Beispiel, nicht durch Zwang oder Eigennutz.
  • 4 Voneinander lernen und einander dienen: Ältere sollen Jüngere lehren und anleiten. Jeder soll Verantwortung übernehmen für die, die in seinem Lebensbereich sind – in Familie, Gemeinde, Nachbarschaft und Verwandtschaft.
  • 5 Jesus als Vorbild folgen: Lernen Sie von Jesus, dem guten Hirten: Seien Sie barmherzig, sanftmütig, gerecht, wahrhaftig. Suchen Sie nicht das Eigene, sondern das Wohl der anderen, und bleiben Sie in Abhängigkeit zu Gott.

Impulse aus der Woche ab 28. September

  1. Tag 1 von 7 · 28. September Jesus - der verheißene gute Hirte

    Gott zieht durch die gesamte Heilige Schrift ein besonderes Augenmerk auf Hirten. Von Abel über die Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob, über Mose bis hin zu David - sie alle waren Hirten. David, der jüngste Sohn Isais, riskierte sein Leben für die Schafe und entriss sie dem Löwen und dem Bären. Er wurde zum Vorbild für den einen wahren Hirten. Als Israels Könige und Führer versagten und sich selbst weideten statt das Volk zu versorgen, erhob Gott durch den Propheten Hesekiel schwere Vorwürfe: Sie kümmerten sich um sich selbst, ließen die Herde verwahrlosen, holten die Verirrten nicht zurück und versorgten die Kranken nicht. Auf diesem dunklen Hintergrund versprach Gott einen neuen 'David' - den Messias, Jesus Christus. Er sollte der eine, einzige wahre Hirte sein, König und Fürst über sein Volk. Diese Verheißung erfüllte sich, als den Hirten in Bethlehem die Geburt des Retters verkündet wurde.

    Hesekiel 34,23-24

    Gebet

    Danke Jesus, dass du der verheißene gute Hirte bist, der nicht sich selbst sucht, sondern sein Leben für uns gegeben hat.

    Zum Nachdenken

    Wo suche ich nach Führung und Versorgung - bei Menschen, die sich selbst weiden, oder bei Jesus, dem guten Hirten?

  2. Tag 2 von 7 · 29. September Der Hirte, der sein Leben gibt

    Jesus sagte von sich selbst: 'Ich bin der gute Hirte.' Das zentrale Merkmal des guten Hirten ist, dass er zur Tür hineingeht - er ist der Rechtmäßige, von Gott Gesandte. Anders als Diebe und Räuber, die über Mauern steigen, um zu stehlen und zu zerstören, kommt Jesus auf dem richtigen Weg. Das wichtigste Kennzeichen aber ist: 'Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.' Jesus hatte die Vollmacht vom Vater, sein Leben hinzugeben und es wieder zu nehmen. Er konnte aus sich heraus wieder aus dem Tod auferstehen. Diese Selbsthingabe unterscheidet ihn von allen anderen Hirten - außer von den Vorbildern wie David und Mose, die ansatzweise für ihr Volk eintraten. Jesus erfüllte in Vollkommenheit das Hirte-Sein: Er heilte die Kranken, holte Verirrte wie Zachäus zurück, vergab Sünden und ermöglichte neues Leben. Als er das Volk sah, jammerte es ihn, denn 'sie sind wie Schafe ohne Hirten'.

    Johannes 10,11.17-18

    Gebet

    Herr Jesus, danke, dass du dein Leben für mich gegeben hast und dass du aus dem Tod auferstanden bist, um mein Hirte zu sein.

    Zum Nachdenken

    Was bedeutet es für mein Leben heute, dass Jesus sein Leben für mich als sein Schaf gegeben hat?

  3. Tag 3 von 7 · 30. September Der Hirtenauftrag an Petrus und die Apostel

    Nach seiner Auferstehung begegnete Jesus den Jüngern am See Genezareth. Nach dem Frühstück wandte er sich dreimal an Petrus mit derselben Frage: 'Simon, Jonas Sohn, hast du mich lieb?' Und jedes Mal gab er ihm denselben Auftrag: 'Weide meine Schafe' und 'Weide meine Lämmer.' Lämmer weiden bedeutet, die Kleinen und Jungen zu versorgen, ihnen Futter zu geben, sie zu den Quellen des Wortes Gottes zu führen. Weiden und Hirten bedeutet führen, leiten, Aufsicht ausüben - zu schauen, wo der Einzelne steht, ob jemand davongelaufen ist, zurückgeblieben ist, verwundet wurde oder unsicher geworden ist. Jesus beauftragte Petrus - und durch ihn alle Apostel - die Schlüsselgewalt und Autorität zu übernehmen, sein Volk zu weiden. Er nahm diese Verantwortung aus den Händen der versagenden damaligen Führung und legte sie in neue Hände. Die Gemeinde Gottes, erworben durch das Blut seines eigenen Sohnes, sollte nun von treuen Hirten versorgt werden.

    Johannes 21,15-17

    Gebet

    Vater, danke für die Hirten, die du in deiner Gemeinde eingesetzt hast. Gib ihnen Weisheit und Kraft für ihren Dienst.

    Zum Nachdenken

    Wem hat Jesus heute die Verantwortung gegeben, mich geistlich zu versorgen, und wie reagiere ich darauf?

  4. Tag 4 von 7 · 1. Oktober Hirten sein - nicht herrschen, sondern Vorbild sein

    Petrus, der selbst von Jesus den Hirtenauftrag empfangen hatte, schreibt an die Vorsteher und Ältesten der Gemeinden: 'Weidet die Herde Gottes willig, nicht unter Zwang, nicht um Geld, um irgendwelchen Gewinneswillen, auch nicht um zu herrschen über die Herde, sondern werdet Vorbilder der Herde.' Hirte-Sein bedeutet nicht, anderen zu sagen, wo sie langgehen müssen, weil man meint, es besser zu wissen. Es bedeutet nicht, über andere zu herrschen. Paulus schreibt in der Apostelgeschichte an die Ältesten von Ephesus, dass sie die Gemeinde Gottes weiden sollen - die Gemeinde, die Gott durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat. Wahres Hirtentum geschieht mit Hingabe, in Abhängigkeit zu Jesus, dem guten Hirten. Es bedeutet, nicht das Eigene zu suchen, sondern für andere zu sorgen, aufmerksam zu sein und in Gerechtigkeit, Wahrheit, Barmherzigkeit und Sanftmut zu dienen - so wie Jesus es uns vorgelebt hat.

    1. Petrus 5,2-3

    Gebet

    Herr Jesus, lehre mich, nicht zu herrschen, sondern zu dienen und ein Vorbild zu sein wie du.

    Zum Nachdenken

    In welchen Bereichen meines Lebens bin ich versucht zu herrschen statt ein Vorbild zu sein?

  5. Tag 5 von 7 · 2. Oktober Jeder ist berufen, Hirte zu sein

    Hirte-Sein ist keine Aufgabe nur für besondere Leiter oder Spezialisten. Der Hirtenauftrag ist an alle Glieder der Gemeinde Gottes gegeben worden. Paulus schreibt in seinen Pastoralbriefen nicht nur an die Ältesten, sondern auch an junge Männer, ältere Frauen, jüngere Frauen und Jünglinge. Ältere Frauen sollen die jüngeren lehren, gut Haushalt zu führen, ihre Kinder und Männer zu lieben. Die Bibel ist voll von Aufforderungen zur gegenseitigen Fürsorge: 'Habt Acht auf euch selbst und habt Acht, dass niemand zurückbleibt.' Jeder hat eine Verantwortung - bis zu den Kleinsten. Ein Beispiel: Eine etwa sechsjährige Schwester begleitete ihre dreijährige Schwester zur Toilette und erklärte der Aufsichtsperson: 'Mein Schwesterchen möchte auf die Toilette gehen.' Die Eltern hatten ihren Kindern beigebracht, dass die Älteren auf die Jüngeren aufpassen sollen. So umfassend ist das Hirte-Sein: Fürsorge füreinander übernehmen und aufeinander schauen - in der Familie, in der Gemeinde, im täglichen Leben.

    Galater 6,2

    Gebet

    Vater, öffne meine Augen für die Menschen um mich herum, die meine Fürsorge und Aufmerksamkeit brauchen.

    Zum Nachdenken

    Für wen in meinem Umfeld kann ich heute konkret Hirtendienst tun - aufmerksam sein, sorgen, helfen?

  6. Tag 6 von 7 · 3. Oktober Hirtendienst in der Familie

    In unseren Familien - ob in Häusern oder Wohnungen - sind wir alle berufen, Hirtentum zu praktizieren. An erster Stelle steht der Vater als Haupt der Familie, so wie Gott es angeordnet hat. Die Frau ist mit ihrem Mann zusammen verantwortlich, die Kinder zu erziehen, zu führen und zu versorgen. Eltern sollen ihre Kinder dem Evangelium gemäß erziehen: Andachten halten, Loblieder singen, die Kinderbibel lesen, biblische Geschichten erzählen. Unterwegs sollen sie nicht auf die Kinder schreien oder sie stoßen, schon gar nicht schlagen, sondern sie ermahnen, ermutigen und stärken in dem, was sie gut machen. Eltern sollen ihren Kindern auch mutig sagen: 'Das lass lieber bleiben, das ist nicht gut für dich und nicht gut für die anderen.' Eltern zeigen ihren Kindern, wie sie sich in der Schule, im Kindergarten, an der Bushaltestelle verhalten sollen. Sie lehren sie, aufmerksam zu sein und auf die Kleinen aufzupassen. Dies ist ein großes Betätigungsfeld, wo wir unseren Aufsichtspflichten nachkommen können und sollen.

    Epheser 6,4

    Gebet

    Herr, hilf mir, in meiner Familie ein guter Hirte zu sein - geduldig, liebevoll und weise in der Erziehung.

    Zum Nachdenken

    Wie praktiziere ich Hirtendienst in meiner Familie - durch Ermutigung, Anleitung und liebevolle Fürsorge?

  7. Tag 7 von 7 · 4. Oktober Gute Hirten bis zur Ewigkeit

    Die Geschichten mit den Hirten enden nicht mit Jesus, sondern gehen weiter - sie sind bis heute aktuell und werden sogar in der Ewigkeit fortbestehen. In der neuen Welt, in der neuen Schöpfung wird der Hirte seinen Dienst weiter tun und seine Schafe zu den Wasserquellen führen. Von Anfang an - schon Adam tat Hirtendienst - bis in die Ewigkeit hat Gott ein besonderes Auge auf die Hirten und die Schafe. Jesus Christus ist der wahre und gute, ewige Hirte, der bis in Ewigkeit der gute Hirte bleibt. Er ist unser Vorbild, und alle, die ihm nachgefolgt sind, sind ebenfalls unsere Vorbilder. Gott möchte uns segnen in unseren Familien und überall, wo wir Verantwortung tragen. Wir sollen nicht eines Tages vor Christus stehen und hören müssen: 'Warum hast du keine Aufsichtspflicht wahrgenommen? Warum hast du dein Eigenes gesucht?' Lernen wir von Jesus, dem guten Hirten, und seien wir gute Hirten - bis er wiederkommt!

    Offenbarung 7,17

    Gebet

    Herr Jesus, danke, dass du unser ewiger Hirte bist. Hilf uns, treu zu bleiben und gut zu hirten, bis du wiederkommst.

    Zum Nachdenken

    Was möchte ich von Jesus lernen, damit ich bis zu seiner Wiederkunft ein treuer Hirte in meinem Bereich sein kann?