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Gemeinde Gottes Pforzheim

Anton-Bruckner-Straße 7 75179 Pforzheim

Die Gemeinde Gottes Pforzheim (Maihälden) ist eine freie evangelische Gemeinde, die klar und entschieden die gute Nachricht von Jesus Christus anhand der Bibel, Gottes Wort, verkündigt.​​​​​​​​​​​​​​​​

Täglicher Impuls
Tag 3 von 7

Gehorsam über Tradition

Aus der Predigt „Die Geburt des Johannes - Gott hält sein Wort // Gemeinde Gottes Pforzheim // 25.10.2026“ vom 25. Oktober

Als das Kind beschnitten werden sollte, erwarteten alle, dass es nach der Tradition Zacharias genannt würde. Doch Elisabeth widersprach mutig: 'Nein, er soll Johannes heißen.' Die Verwandten waren verwundert, denn das entsprach nicht der Gewohnheit. Zacharias bestätigte durch sein Schreiben den von Gott befohlenen Namen, obwohl er nicht gehört hatte, was Elisabeth gesagt hatte. Beide stellten Gottes Willen über menschliche Tradition. Das erforderte Mut und Entschlossenheit, denn sie erhielten keine Zustimmung von den Umstehenden. Gottes Wort hat immer Vorrang vor menschlicher Tradition, vor Gewohnheiten und vor dem, was sozial üblich ist. Gehorsam gegenüber Gott kann bedeuten, gegen den Strom zu schwimmen und keine Zustimmung zu erwarten. Doch Gott segnet solchen Gehorsam.

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Als das Kind beschnitten werden sollte, erwarteten alle, dass es nach der Tradition Zacharias genannt würde. Doch Elisabeth widersprach mutig: 'Nein, er soll Johannes heißen.' Die Verwandten waren verwundert, denn das entsprach nicht der Gewohnheit. Zacharias bestätigte durch sein Schreiben den von Gott befohlenen Namen, obwohl er nicht gehört hatte, was Elisabeth gesagt hatte. Beide stellten Gottes Willen über menschliche Tradition. Das erforderte Mut und Entschlossenheit, denn sie erhielten keine Zustimmung von den Umstehenden. Gottes Wort hat immer Vorrang vor menschlicher Tradition, vor Gewohnheiten und vor dem, was sozial üblich ist. Gehorsam gegenüber Gott kann bedeuten, gegen den Strom zu schwimmen und keine Zustimmung zu erwarten. Doch Gott segnet solchen Gehorsam.

Lukas 1,59-63
Gebet

Bitte Gott um Mut und Klarheit, seinen Willen über menschliche Erwartungen und Traditionen zu stellen.

Zum Nachdenken

Gibt es Bereiche in meinem Leben, wo Traditionen oder Gewohnheiten wichtiger geworden sind als Gottes Wort?

Aufnahme vom 14. Juni 2026

Predigt

Lukasevangelium - Einstieg // Gemeinde Gottes Pforzheim // 14.06.2026

Sonntag, 14. Juni 2026
Lukas 1,1-4
Kernaussage

Das Lukas-Evangelium beginnt mit der Ankündigung des Johannes durch den Engel Gabriel an den Priester Zacharias und zeigt uns, dass Gottes Möglichkeiten genau dort beginnen, wo unsere aufhören. Gott sucht nicht die Fähigsten, sondern die, die ihm vertrauen und bereit sind, seinen Auftrag anzunehmen, auch wenn die Umstände unmöglich erscheinen.

Diese Predigt ist der Einstieg in eine neue Predigtreihe über das Lukasevangelium in der Gemeinde Gottes Pforzheim. Der Prediger Paul führt detailliert in den Hintergrund des Evangelisten Lukas ein, der als gebildeter griechischer Arzt und Historiker mit großer Präzision das Leben Jesu dokumentierte. Lukas war kein Augenzeuge, sondern recherchierte sorgfältig alle Ereignisse, um seinem Freund Theophilus Gewissheit über den christlichen Glauben zu geben. Besonders betont wird, dass Lukas als Nicht-Jude einen einzigartigen Blick auf Jesus als Menschen hatte und in seinem Evangelium die gesellschaftlich Ausgegrenzten, Frauen und das Wirken des Heiligen Geistes besonders hervorhebt. Die praktische Anwendung konzentriert sich auf die Geschichte von Zacharias und Elisabeth aus Lukas 1,1-25. Obwohl beide gottesfürchtig lebten und treu dienten, blieben sie kinderlos bis ins hohe Alter. Als der Engel Gabriel Zacharias die Geburt Johannes des Täufers ankündigt, reagiert dieser mit Zweifel statt Glauben. Die zentrale Botschaft ist: Gott spricht oft in alltäglichen Situationen, nicht nur in emotional aufgeladenen Momenten. Wenn Gott Aufgaben gibt, sollten wir nicht auf unsere Fähigkeiten oder Umstände schauen, sondern auf Gottes Möglichkeiten vertrauen. Was bei Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich.
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Diese Predigt ist der Einstieg in eine neue Predigtreihe über das Lukasevangelium in der Gemeinde Gottes Pforzheim. Der Prediger Paul führt detailliert in den Hintergrund des Evangelisten Lukas ein, der als gebildeter griechischer Arzt und Historiker mit großer Präzision das Leben Jesu dokumentierte. Lukas war kein Augenzeuge, sondern recherchierte sorgfältig alle Ereignisse, um seinem Freund Theophilus Gewissheit über den christlichen Glauben zu geben. Besonders betont wird, dass Lukas als Nicht-Jude einen einzigartigen Blick auf Jesus als Menschen hatte und in seinem Evangelium die gesellschaftlich Ausgegrenzten, Frauen und das Wirken des Heiligen Geistes besonders hervorhebt. Die praktische Anwendung konzentriert sich auf die Geschichte von Zacharias und Elisabeth aus Lukas 1,1-25. Obwohl beide gottesfürchtig lebten und treu dienten, blieben sie kinderlos bis ins hohe Alter. Als der Engel Gabriel Zacharias die Geburt Johannes des Täufers ankündigt, reagiert dieser mit Zweifel statt Glauben. Die zentrale Botschaft ist: Gott spricht oft in alltäglichen Situationen, nicht nur in emotional aufgeladenen Momenten. Wenn Gott Aufgaben gibt, sollten wir nicht auf unsere Fähigkeiten oder Umstände schauen, sondern auf Gottes Möglichkeiten vertrauen. Was bei Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich.

Hauptthemen (5)

1. Einführung in das Lukas-Evangelium

  • • Lukas war kein Jude, sondern Grieche aus Antiochia
  • • Er war Arzt und schrieb mit wissenschaftlicher Präzision
  • • Das Evangelium wurde an Theophilus adressiert, um ihn im Glauben zu stärken
  • • Lukas recherchierte gründlich bei Augenzeugen und ordnete die Ereignisse systematisch
  • • Das Evangelium ist vom Heiligen Geist inspiriert und durchdrungen

2. Besonderheiten des Lukas-Evangeliums

  • • Fokus auf gesellschaftlich Außenstehende und Randgruppen (verlorener Sohn, barmherziger Samariter, Zachäus)
  • • Besondere Beachtung der Frauen (Elisabeth, Maria, Martha)
  • • Häufige Erwähnung von Jesu Gebetsleben
  • • Übergang vom Gesetz zur Gnade - beginnt und endet im Tempel
  • • Verwendung medizinischer Details bei Krankheitsbeschreibungen

3. Zacharias und Elisabeth

  • • Ein gottesfürchtiges Ehepaar aus priesterlichem Geschlecht
  • • Sie hielten sich treu an Gottes Gebote trotz Kinderlosigkeit
  • • Zacharias diente in der achten Priesterabteilung (Abija) - Symbol für Neuanfang
  • • Er wurde per Los bestimmt, das Räucheropfer darzubringen
  • • Beide waren alt geworden ohne Kinder, blieben aber treu im Dienst

4. Die Engelserscheinung und Ankündigung

  • • Gabriel erschien Zacharias auf der rechten Seite des Altars während des Dienstes
  • • Ankündigung der Geburt des Johannes, erfüllt mit dem Heiligen Geist
  • • Johannes sollte dem Herrn den Weg bereiten im Geist des Elija
  • • Zacharias reagierte mit Unglauben trotz der direkten Engelserscheinung
  • • Als Konsequenz wurde er stumm bis zur Geburt des Johannes

5. Gottes Handeln in unmöglichen Situationen

  • • Gott erhört Gebete in seiner Zeit, nicht unserer
  • • Gottes Möglichkeiten beginnen dort, wo unsere aufhören
  • • Gott spricht oft in Alltagssituationen, nicht nur in emotional aufgeladenen Momenten
  • • Er sucht nicht die Fähigsten, sondern die, die ihm vertrauen
  • • Menschliche Unmöglichkeiten (hohes Alter, Unfruchtbarkeit) sind für Gott kein Hindernis

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Lukas 1,1-4

Nachdem viele es unternommen haben, einen Bericht über die Tatsachen abzufassen, die unter uns völlig erwiesen sind, wie sie uns diejenigen überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind, so schien es auch mir gut, der ich allem von Anfang an genau nachgegangen bin, es dir der Reihe nach zu beschreiben, vortrefflichster Theophilus, damit du die Gewissheit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist.

Lukas 1,5-7

In der Zeit, als Herodes König von Judäa war, lebte dort Zacharias, ein Priester, der zur Abteilung des Abija gehörte. Seine Frau stammte wie er aus dem Geschlecht Aarons. Sie hieß Elisabeth. Beide lebten so, wie es Gott gefiel und hielten sich an allem genau an die Gebote und Weisungen des Herrn. Sie hatten keine Kinder, denn Elisabeth war unfruchtbar und jetzt waren sie beide alt.

Lukas 1,8-10

Einmal als Zacharias vor Gott seinen Dienst als Priester versah, weil seine Abteilung damit an der Reihe war, wurde er nach der für das Priesteramt geltenden Ordnung durch das Los dazu bestimmt, in den Tempel des Herrn zu gehen und das Räucheropfer darzubringen. Während der Zeit, in der das Rauchopfer dargebracht wurde, stand die ganze Volksmenge draußen und betete.

Lukas 1,11-17

Da erschien dem Zacharias ein Engel des Herrn. Er sah ihn auf der rechten Seite des Räucheropferaltars stehen. Zacharias erschrak und wurde von Furcht gepackt. Doch der Engel sagte ihm, du brauchst dich nicht zu fürchten, Zacharias. Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn schenken. Dem sollst du den Namen Johannes geben. Du wirst voller Freude und Jubel sein und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen. Und er wird groß sein in den Augen des Herrn, er wird keinen Wein, keine starken Getränke zu sich nehmen und schon im Mutterleib wird er mit dem Heiligen Geist erfüllt sein. Viele Israeliten wird er zum Herrn, ihrem Gott zurückführen. Erfüllt mit dem Geist und der Kraft des Elija wird er vor dem Herrn hergehen.

Lukas 1,18-25

Zacharias sagte zu dem Engel, woran soll ich erkennen, dass das alles geschehen wird? Ich bin doch ein alter Mann und meine Frau ist auch nicht mehr jung. Der Engel erwiderte, ich bin Gabriel, ich stehe vor Gott und ich bin von ihm gesandt, um mit dir zu reden und dir diese gute Nachricht zu bringen. Doch nun höre, du wirst stumm sein und nicht mehr reden können bis zu dem Tag, an dem diese Dinge eintreffen. Denn du hast meinen Worten nicht geglaubt.

Lukas 18,27

Was bei den Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich.

Psalm 86

Höre mich, Gott, zu dir flehe ich, schenke mir Kraft und Trost, schau auf mich, sieh meine Not, den Schmerz.

Weitere Referenzen

  • → Jeremia (Herrenhuter Losung - Gott gibt ein Herz zur Erkenntnis)
  • → 1. Chronik 24 (Einteilung der Priesterabteilungen)
  • → Kolosser 4 (Lukas der Arzt)
  • → 2. Timotheus 4,11 (Lukas als Arzt erwähnt)
  • → Philemon (Lukas erwähnt)
  • → Apostelgeschichte 1,26 (Loswurf für den zwölften Apostel)
  • → Lukas 24,53 (Schluss des Evangeliums im Tempel)
  • → 1. Korintherbrief (über Ehe mit Gläubigen)
  • → 2. Korintherbrief (über Ehe mit Gläubigen)
  • → Daniel (Engel Michael)
  • → Maleachi (letzter Prophet vor 400 Jahren Schweigen)

Praktische Anwendung (6)

  • 1 Jüngerschaft leben durch biblische Unterweisung: Wie Lukas den Theophilus im Glauben stärkte, sollen wir neue Gläubige in der Bibel unterrichten und ihnen helfen, im Wort Gottes gegründet zu werden. Die Kenntnis der Heiligen Schrift ist grundlegend für geistliches Wachstum.
  • 2 Die gleiche Glaubensgrundlage in der Ehe: Das Beispiel von Zacharias und Elisabeth zeigt die Wichtigkeit, dass beide Ehepartner den gleichen Glauben teilen. Gläubige sollten nur Gläubige heiraten, die Jesus als persönlichen Retter kennen.
  • 3 Treuer Dienst auch ohne sichtbare Erfüllung: Zacharias und Elisabeth dienten Gott treu, obwohl ihre Gebete um Kinder jahrzehntelang unerhört schienen. Wir sollen in unserem Dienst treu bleiben, auch wenn Gott nicht sofort antwortet.
  • 4 Für Gottes Reden im Alltag sensibel sein: Gott sprach zu Zacharias während seines normalen Dienstes, nicht in einer besonders emotionalen Situation. Wir sollen im Alltag aufmerksam sein für Gottes Reden durch sein Wort, Predigten, Lieder und den Heiligen Geist.
  • 5 Auf Gott schauen statt auf eigene Unfähigkeit: Wenn Gott uns eine Aufgabe gibt, sollen wir nicht auf unser Alter, unsere Begabung oder unsere Umstände schauen, sondern auf Gottes Möglichkeiten vertrauen. Er sucht nicht die Fähigsten, sondern die, die ihm vertrauen.
  • 6 Gottes Aufträge im Glauben annehmen: Zacharias reagierte mit Unglauben auf Gottes klare Verheißung. Wir sollen lernen, Gottes Aufträge sofort im Glauben anzunehmen, ohne Ausreden zu suchen oder vor der Aufgabe davonzulaufen wie Jona.

Impulse aus der Woche ab 15. Juni

  1. Tag 1 von 7 · 15. Juni Lukas - Der präzise Historiker des Evangeliums

    Das Lukasevangelium beginnt mit einer bemerkenswerten Einleitung: Ein griechischer Arzt und Historiker namens Lukas recherchierte sorgfältig alle Ereignisse um Jesus, obwohl er selbst kein Augenzeuge war. Mit wissenschaftlicher Präzision befragte er Zeitzeugen, sammelte Berichte und ordnete alles, um seinem Freund Theophilus 'Gewissheit der Dinge' zu geben, 'in denen du unterrichtet worden bist'. Lukas' Motivation war Jüngerschaft vom Feinsten: Er investierte Zeit und Mühe, um einen jungen Christen im Glauben zu festigen. Das sollte uns zu denken geben. Wir können neue Gläubige nicht einfach auf Bücher oder andere Ressourcen verweisen - wir müssen sie persönlich in Gottes Wort unterrichten. Die Grundlage des christlichen Glaubens ist die Bibel selbst. Ohne sie werden wir nicht vorwärtskommen, und ohne sie können wir anderen nicht helfen, im Glauben zu wachsen.

    Lukas 1,1-4

    Gebet

    Bitte Gott, dir Gelegenheiten zu zeigen, wo du anderen durch die Heilige Schrift dienen und sie im Glauben stärken kannst.

    Zum Nachdenken

    Investiere ich aktiv Zeit, um andere Menschen im Wort Gottes zu unterrichten und im Glauben zu festigen?

  2. Tag 2 von 7 · 16. Juni Treue in dunklen Zeiten

    Zacharias und Elisabeth lebten in einer geistlich dunklen Zeit. König Herodes war ein Tyrann, Korruption durchzog die Priesterschaft, und das Volk Israel hatte sich weit von Gott entfernt. Seit 400 Jahren hatte kein Prophet mehr gesprochen. In dieser Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit lebte ein gottesfürchtiges Ehepaar, von dem es heißt: 'Beide lebten so, wie es Gott gefällt und hielten sich in allem genau an die Gebote und Weisungen des Herrn.' Doch trotz ihrer Treue blieben sie kinderlos bis ins hohe Alter - in ihrer Kultur eine große Schande. Wir lesen nichts von Bitterkeit, Vorwürfen gegen Gott oder Dienstverweigerung. Sie dienten weiter. Das ist bemerkenswert: Gottesfürchtiges Leben garantiert nicht immer sofortige Gebetserhörung. Manchmal lässt Gott uns warten, ohne dass wir den Grund kennen. Zacharias und Elisabeth zeigen uns, dass Treue nicht von günstigen Umständen abhängt.

    Lukas 1,5-7

    Gebet

    Danke Gott für seine Treue, auch wenn du seine Wege nicht verstehst, und bitte ihn um Kraft, ihm auch in schwierigen Zeiten treu zu bleiben.

    Zum Nachdenken

    Bleibe ich Gott treu, auch wenn meine Gebete lange unbeantwortet scheinen und die Umstände dunkel sind?

  3. Tag 3 von 7 · 17. Juni Der Neuanfang beginnt - Die achte Abteilung

    Zacharias gehörte zur achten Priesterabteilung des Abija. In der biblischen Zahlensymbolik steht die Sieben für Vollkommenheit und Abschluss - die Acht dagegen für Neuanfang und Veränderung. Genau in dieser Woche kündigt Gott durch den Engel Gabriel einen gewaltigen Neuanfang an: Johannes der Täufer, der dem Messias den Weg bereiten wird. Lukas, der präzise Historiker, erwähnt diese Details nicht zufällig. Am achten Tag nach der Geburt wird Johannes beschnitten, am achten Tag erhält Zacharias seine Sprache zurück. Gott plant sorgfältig und handelt zur richtigen Zeit. Zacharias hatte jahrelang treu seinen Dienst getan, Woche für Woche, obwohl er auf diesen besonderen Räucheropfer-Dienst wartete, den ein Priester nur einmal im Leben ausüben durfte. Genau in diesem Moment des treuen Dienstes begegnet ihm Gott mit seiner Verheißung.

    Lukas 1,8-10

    Gebet

    Bitte Gott um Geduld und die Gewissheit, dass er zur richtigen Zeit handelt und einen Neuanfang schenken kann.

    Zum Nachdenken

    Vertraue ich darauf, dass Gottes Timing perfekt ist, auch wenn ich lange auf Erhörung warte?

  4. Tag 4 von 7 · 18. Juni Gott spricht im Alltag

    Der Engel Gabriel erschien Zacharias nicht in einem emotional aufgeladenen, außergewöhnlichen Moment, sondern mitten in seinem Alltag - während er seinen priesterlichen Dienst verrichtete. Zacharias tat einfach seine Arbeit, und genau da sprach Gott zu ihm. Wie oft erwarten wir, dass Gott nur in besonderen, spirituell intensiven Situationen zu uns spricht? Aber die Bibel zeigt uns etwas anderes: Gott sprach zu Mose beim Schafehüten, zu David bei seiner Arbeit, zu Gideon bei der Ernte. Wir müssen Situationen nicht künstlich durch Emotionen aufladen, damit Gott sprechen kann. Er spricht durch sein Wort, durch Predigten, durch Geschwister, durch den Heiligen Geist - oft ganz unspektakulär im normalen Leben. Die Herausforderung ist: Gott verwirklicht nicht unseren Plan, sondern seinen Plan. Er spricht vielleicht nicht das, was wir erwarten, oder gibt nicht die Antworten, die wir uns wünschen. Aber er spricht.

    Lukas 1,11-17

    Gebet

    Bitte den Heiligen Geist, deine Ohren und dein Herz zu öffnen für Gottes Reden in alltäglichen Situationen.

    Zum Nachdenken

    Bin ich sensibel dafür, wie Gott in meinem ganz normalen Alltag zu mir sprechen möchte?

  5. Tag 5 von 7 · 19. Juni Wenn Zweifel auf Verheißung trifft

    Zacharias' Reaktion auf die Engelserscheinung ist ernüchternd: 'Woran soll ich erkennen, dass das alles geschehen wird? Ich bin doch ein alter Mann und meine Frau ist auch nicht mehr jung.' Ein Priester, ein Mann Gottes, der einen Engel sieht und hört - und trotzdem zweifelt er. Statt Glauben zeigt er Unglauben und schiebt gleich Ausreden hinterher. Kennst du das? Du betest um eine Aufgabe, um eine offene Tür, um Gottes Führung. Und wenn Gott handelt, findest du plötzlich Gründe, warum du nicht durch diese Tür gehen kannst: zu jung, zu alt, nicht begabt genug, falscher Zeitpunkt. Der Engel reagiert deutlich: 'Du wirst stumm sein... denn du hast meinen Worten nicht geglaubt.' Zacharias war kein Rebell oder Spötter, sondern ein treuer Diener. Und doch hatte er Schwierigkeiten, Gottes Verheißung zu glauben. Das kann auch uns passieren - selbst wenn die Verheißung direkt vor uns steht.

    Lukas 1,18-20

    Gebet

    Bekenne Gott deine Zweifel und bitte ihn um den Mut und Glauben, seinen Verheißungen zu vertrauen.

    Zum Nachdenken

    Gibt es in meinem Leben gerade eine klare Führung Gottes, der ich aus Zweifel oder Angst nicht folge?

  6. Tag 6 von 7 · 20. Juni Nicht auf dich schauen, sondern auf Gott

    Der Engel Gabriel stellte klar: 'Ich bin Gabriel. Ich stehe vor Gott und bin von ihm gesandt.' Die Botschaft war eindeutig - es ging nicht um Zacharias' Fähigkeiten, sondern um Gottes Macht. Zacharias blickte auf sein Alter und seine Umstände; der Engel lenkte seinen Blick auf Gott. Die entscheidende Frage ist nie: 'Was kann ich?' oder 'Wozu bin ich fähig?', sondern: 'Ist Gott dazu fähig, was durch mich zu tun?' Gott sucht nicht in erster Linie besonders starke, begabte oder fähige Menschen. Er sucht Menschen, die ihm vertrauen und ihren Glauben auf ihn setzen. Es ist bezeichnend, dass das Lukasevangelium mit einem alten Priester beginnt, der Schwierigkeiten hat zu glauben, und mit einer unfruchtbaren Frau, die ein Kind bekommt. Gottes Handeln hängt nicht von unseren Möglichkeiten ab. Jesus selbst sagt: 'Was bei den Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich.'

    Lukas 18,27

    Gebet

    Bitte Gott, deinen Blick von deinen Begrenzungen auf seine unbegrenzten Möglichkeiten zu lenken.

    Zum Nachdenken

    Schaue ich bei Gottes Aufträgen auf meine Grenzen oder auf Gottes Möglichkeiten?

  7. Tag 7 von 7 · 21. Juni Gottes Möglichkeiten beginnen, wo unsere enden

    Das Lukasevangelium beginnt mit menschlich unmöglichen Verheißungen, die in Erfüllung gehen. Ein altes, unfruchtbares Ehepaar bekommt ein Kind. Ein Priester, der zweifelt, wird stumm und erlebt dann Gottes Treue. Diese Geschichten sind nicht zufällig aufgeschrieben - sie zeigen uns ein grundlegendes Prinzip: Gottes Möglichkeiten beginnen oft genau dort, wo unsere aufhören. Lukas als Nicht-Jude, als Außenstehender, hatte einen besonderen Blick auf Jesus als Menschen und auf Gottes Handeln. Er betont durchgehend das Wirken des Heiligen Geistes, der das Unmögliche möglich macht. Elisabeth sagte nach ihrer Schwangerschaft: 'Der Herr hat Großes an mir getan.' Wenn du diese Woche Aufgaben, Verheißungen oder Herausforderungen vor dir siehst, die größer sind als deine Fähigkeiten, dann denke daran: Es geht nicht um dich, sondern um Gott. Leg deine Entscheidungen diesem Grundsatz zugrunde, und Gott wird dir helfen.

    Lukas 1,37

    Gebet

    Danke Gott, dass bei ihm nichts unmöglich ist, und vertraue ihm konkret eine Herausforderung an, die deine eigenen Kräfte übersteigt.

    Zum Nachdenken

    Welche 'unmögliche' Situation in meinem Leben kann ich heute bewusst in Gottes mächtige Hände legen?