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Evangelische Freikirche Köln

Rösrather Straße 176, 51107 Köln

Eine internationale Gemeinde, in der Menschen aus über 40 Nationen ihre geistliche Heimat gefunden haben.

Täglicher Impuls
Montag

Schadenfreude: Eine Freude, die keine ist

Schadenfreude kennen wir alle: Wenn der Kollege, der immer alles besser weiß, einen peinlichen Fehler macht, fühlt sich das überraschend gut an. Doch die Bibel spricht eine klare Sprache: 'Freu dich nicht über den Fall deines Feindes und dein Herz sei nicht froh über sein Unglück. Der Herr könnte es sehen und Missgefallen daran haben.' Gott sieht nicht nur unser äußeres Verhalten, sondern worüber sich unser Herz freut. Vielleicht haben wir dem anderen nichts Böses angetan, aber als er gefallen ist, haben wir es innerlich genossen. Diese Freude mag sich im ersten Moment gut anfühlen, aber sie kommt nicht von Gott. Schadenfreude ist eine Freude, die vom Schmerz anderer lebt. Sie macht unser Herz nicht heller, sondern härter. Wahre, göttliche Freude dagegen wächst dort, wo Menschen wiederhergestellt werden und Verlorene zurückfinden.

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Schadenfreude kennen wir alle: Wenn der Kollege, der immer alles besser weiß, einen peinlichen Fehler macht, fühlt sich das überraschend gut an. Doch die Bibel spricht eine klare Sprache: 'Freu dich nicht über den Fall deines Feindes und dein Herz sei nicht froh über sein Unglück. Der Herr könnte es sehen und Missgefallen daran haben.' Gott sieht nicht nur unser äußeres Verhalten, sondern worüber sich unser Herz freut. Vielleicht haben wir dem anderen nichts Böses angetan, aber als er gefallen ist, haben wir es innerlich genossen. Diese Freude mag sich im ersten Moment gut anfühlen, aber sie kommt nicht von Gott. Schadenfreude ist eine Freude, die vom Schmerz anderer lebt. Sie macht unser Herz nicht heller, sondern härter. Wahre, göttliche Freude dagegen wächst dort, wo Menschen wiederhergestellt werden und Verlorene zurückfinden.

Sprüche 24,17-18
Gebet

Bitte Gott, dir zu zeigen, wo in deinem Herzen Schadenfreude sich versteckt, und öffne dich für seine Perspektive auf Menschen, die fallen.

Herausforderung

Wo habe ich mich in letzter Zeit innerlich über das Unglück eines anderen gefreut, auch wenn ich es nicht gezeigt habe?

Aufnahme vom 9. Juli 2026

Predigt

Geduld lernen - Warten hilft nicht bitter zu werden // Dr. Heinrich Derksen

Donnerstag, 9. Juli 2026
Hebräer 12,15
Kernaussage

Die Andacht behandelt die Frage, wie wir warten können, ohne dabei bitter zu werden. Warten verändert uns - entweder werden wir wie Tee, der immer bitterer wird, oder wie eine Frucht, die unter Gottes Sonne süßer und reifer wird. Die entscheidende Frage ist nicht, wie lange wir warten müssen, sondern was mit unserem Herzen geschieht, während wir warten.

In dieser Andacht wird das Thema Geduld und Warten behandelt, indem zwei Bilder gegenübergestellt werden: Tee, der mit der Zeit bitter wird, und eine Frucht, die mit der Zeit süßer wird. Die zentrale Botschaft ist, dass Warten uns verändert, aber nicht automatisch zum Guten. Manche Menschen werden beim Warten immer bitterer in ihren Gedanken, Worten und gegenüber Gott, während andere reifer, weicher und barmherziger werden. Die Andacht betont, dass die entscheidende Frage nicht ist, wie lange man warten muss, sondern was mit dem Herzen geschieht, während man wartet. Bitterkeit wird mit Hebräer 12,15 verglichen – sie ist wie eine Wurzel, die im Verborgenen wächst und irgendwann Worte, Beziehungen und das Gottesbild prägt. Der Ausweg aus der Bitterkeit wird durch Psalm 73 aufgezeigt: Nicht durch die Änderung der Umstände, sondern durch das Suchen von Gottes Gegenwart und die Erneuerung der Perspektive. Die Andacht schließt mit der Ermutigung, mit Enttäuschungen zu Gott zu gehen, nicht von ihm weg, und um ein weiches Herz zu bitten, damit das Warten zur Reifung führt und nicht zur Verbitterung.
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In dieser Andacht wird das Thema Geduld und Warten behandelt, indem zwei Bilder gegenübergestellt werden: Tee, der mit der Zeit bitter wird, und eine Frucht, die mit der Zeit süßer wird. Die zentrale Botschaft ist, dass Warten uns verändert, aber nicht automatisch zum Guten. Manche Menschen werden beim Warten immer bitterer in ihren Gedanken, Worten und gegenüber Gott, während andere reifer, weicher und barmherziger werden. Die Andacht betont, dass die entscheidende Frage nicht ist, wie lange man warten muss, sondern was mit dem Herzen geschieht, während man wartet. Bitterkeit wird mit Hebräer 12,15 verglichen – sie ist wie eine Wurzel, die im Verborgenen wächst und irgendwann Worte, Beziehungen und das Gottesbild prägt. Der Ausweg aus der Bitterkeit wird durch Psalm 73 aufgezeigt: Nicht durch die Änderung der Umstände, sondern durch das Suchen von Gottes Gegenwart und die Erneuerung der Perspektive. Die Andacht schließt mit der Ermutigung, mit Enttäuschungen zu Gott zu gehen, nicht von ihm weg, und um ein weiches Herz zu bitten, damit das Warten zur Reifung führt und nicht zur Verbitterung.

Hauptthemen (4)

1. Warten verändert uns - aber nicht automatisch zum Guten

  • Warten kann uns bitter machen in Gedanken, Worten und gegenüber anderen und Gott
  • Warten kann uns aber auch reifer, weicher, tiefer und barmherziger machen
  • Der Vergleich: Tee wird mit der Zeit bitter, Früchte werden mit der Zeit süßer
  • Unser Herz kann im Warten hart oder demütig werden

2. Verschiedene Wartezeiten im Leben

  • Oberflächliches Warten: im Stau, an der Kasse, beim Amt
  • Tiefere Wartezeiten: auf Antworten, Entschuldigung, Veränderung in Ehe, Familie, Gemeinde
  • Warten auf den richtigen Ehepartner, klare Zeichen von Gott, offene Türen
  • Warten auf Heilung, Versöhnung, Klarheit, Gerechtigkeit, geistlichen Durchbruch

3. Bitterkeit als Wurzel im Herzen

  • Bitterkeit beginnt leise und unscheinbar, wächst im Verborgenen
  • Sie entwickelt sich von Ungeduld über Ärger und Enttäuschung zu Bitterkeit
  • Ein bitteres Herz sieht nicht mehr Gottes Güte, sondern nur das Fehlende
  • Ein bitteres Herz freut sich nicht über den Segen anderer und lässt sich kaum noch trösten
  • Bitterkeit prägt schließlich Worte, Blicke, Beziehungen, Dienst und Gottesbild

4. Der Weg aus der Bitterkeit: Gottes Gegenwart suchen

  • Asafs Beispiel: Er ging ins Heiligtum Gottes und bekam die richtige Perspektive
  • Nicht alle Fragen werden sofort beantwortet, aber der Blick wird korrigiert
  • Gottes Gerechtigkeit ist größer als unsere Ungeduld
  • Gottes Nähe ist besser als sichtbarer Erfolg
  • Mit Enttäuschung zu Gott hingehen, nicht von ihm weggehen

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Hebräer 12,15

Seht darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade versäume, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele durch sie befleckt werden.

Psalm 73,17

Bis ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende.

Weitere Referenzen

  • Psalm 73

Praktische Anwendung (4)

  • 1 Selbstreflexion: Prüfe dein Herz auf Bitterkeit: Frage dich ehrlich: Wo ist in meinem Herzen eine bittere Wurzel gewachsen? Gegen wen bin ich hart geworden? Wo vergleiche ich mich ständig mit anderen?
  • 2 Gehe mit deiner Enttäuschung zu Gott: Bring deine Enttäuschung nicht weg von Gott, sondern hin zu Gott. Sag ihm ehrlich, was in dir ist, aber bleib nicht bei deinem Ärger stehen.
  • 3 Suche Gottes Gegenwart im Gebet und in seinem Wort: Geh ins Heiligtum - ins Gebet, ins Wort, in die Gemeinschaft. Lass Gott deinen Blick erneuern, damit dein Herz beim Warten nicht hart wird.
  • 4 Bitte um ein weiches Herz: Bitte Gott nicht nur um Veränderung der Umstände, sondern vor allem um ein weiches Herz und um Bewahrung vor Bitterkeit.