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Aufnahme vom 17. Dezember 2024

Predigt

#010 1Mose 45, 1-15: Joseph & Jesus: Versöhnung (Lukas Kluschke)

Dienstag, 17. Dezember 2024
Micha 7,18-20
Kernaussage

Gott vergibt uns in Christus vollständig und schenkt uns Versöhnung durch das Blut Jesu am Kreuz. Diese übernatürliche Vergebung, die Gott uns gewährt, soll uns befähigen und freimachen, einander zu vergeben - denn Gottes Bund und seine Macht über unser Leben sind größer als jede Sünde, die wir begehen oder die andere an uns tun.

Diese Predigt über 1. Mose 45 behandelt die bewegende Geschichte von Josefs Versöhnung mit seinen Brüdern als ein kraftvolles Bild der Vergebung Gottes durch Jesus Christus. Der Prediger zeigt, wie Josef seinen Brüdern, die ihn vor 22 Jahren verkauft hatten, mit Tränen der Liebe begegnet und sie dreimal daran erinnert, dass nicht sie, sondern Gott ihn nach Ägypten gesandt hat. Josef macht deutlich, dass Gott ihre Sünde gebrauchte, um das Volk Israel zu retten und einen Überrest zu bewahren. Statt mit Vorwürfen oder Rache reagiert Josef mit vollkommener Vergebung, umarmt seine Brüder und küsst sie. Diese Geschichte wird als Vorschattung auf das Evangelium erklärt: Wie Josef souverän entschied, wann er sich zu erkennen gab und seine Brüder einlud, nahe zu ihm zu kommen, so lädt Jesus Christus Sünder ein, Vergebung bei ihm zu finden. Die Predigt betont, dass Gottes Bund und seine Treue größer sind als unsere Sünde, dass Gott souverän über alle Sünde herrscht und sie sogar zum Guten gebrauchen kann. Am Kreuz hat Jesus die Strafe auf sich genommen, damit Gott uns mit einem 'Friedenskuss' begegnen kann. Diese Vergebung, die wir empfangen haben, soll uns freimachen, auch anderen zu vergeben - wie das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht zeigt, der 6 Milliarden Euro Schuld erlassen bekam, aber seinem Mitknecht 10.000 Euro nicht vergeben wollte.
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Diese Predigt über 1. Mose 45 behandelt die bewegende Geschichte von Josefs Versöhnung mit seinen Brüdern als ein kraftvolles Bild der Vergebung Gottes durch Jesus Christus. Der Prediger zeigt, wie Josef seinen Brüdern, die ihn vor 22 Jahren verkauft hatten, mit Tränen der Liebe begegnet und sie dreimal daran erinnert, dass nicht sie, sondern Gott ihn nach Ägypten gesandt hat. Josef macht deutlich, dass Gott ihre Sünde gebrauchte, um das Volk Israel zu retten und einen Überrest zu bewahren. Statt mit Vorwürfen oder Rache reagiert Josef mit vollkommener Vergebung, umarmt seine Brüder und küsst sie. Diese Geschichte wird als Vorschattung auf das Evangelium erklärt: Wie Josef souverän entschied, wann er sich zu erkennen gab und seine Brüder einlud, nahe zu ihm zu kommen, so lädt Jesus Christus Sünder ein, Vergebung bei ihm zu finden. Die Predigt betont, dass Gottes Bund und seine Treue größer sind als unsere Sünde, dass Gott souverän über alle Sünde herrscht und sie sogar zum Guten gebrauchen kann. Am Kreuz hat Jesus die Strafe auf sich genommen, damit Gott uns mit einem 'Friedenskuss' begegnen kann. Diese Vergebung, die wir empfangen haben, soll uns freimachen, auch anderen zu vergeben - wie das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht zeigt, der 6 Milliarden Euro Schuld erlassen bekam, aber seinem Mitknecht 10.000 Euro nicht vergeben wollte.

Hauptthemen (5)

1. Josefs Versöhnung mit seinen Brüdern als Bild für Gottes Vergebung

  • Josef gibt sich seinen Brüdern unter Tränen zu erkennen und vergibt ihnen vollständig
  • Er lädt sie ein, näher zu kommen, statt sie für ihren Verrat zu bestrafen
  • Josef küsst alle seine Brüder als persönlichster Ausdruck der Liebe und Versöhnung
  • Diese Versöhnung ist eine Vorschattung auf Christus, der noch größere Vergebung bringt

2. Gottes Souveränität über Sünde und Leid

  • Josef betont dreimal, dass Gott ihn nach Ägypten gesandt hat, nicht die Brüder
  • Gott hat die Macht und Kontrolle über jede Sünde, die Menschen begehen
  • Gott kann selbst böse Taten zum Guten wenden und zur Rettung seines Volkes gebrauchen
  • Nicht die Brüder, sondern Gott sandte Josef - Gottes Ratschluss steht über allem
  • Gott gebrauchte die Sünde der Brüder, um einen Überrest zu bewahren und Leben zu erhalten

3. Gottes Bund und Treue zu seinem Volk

  • Gott versprach Abraham, Isaak und Jakob einen Überrest zu bewahren
  • Gottes Bund ist größer als die Sünde seines Volkes
  • Keine menschliche Sünde oder falsche Entscheidung kann Gottes Versprechen brechen
  • Gott erhält sein Volk am Leben für eine große Rettung
  • Diese Wahrheit bringt das Gewissen zur Ruhe und ermöglicht Vergebung

4. Jesu vollkommene Versöhnung durch seinen Tod

  • Jesus Christus kam auf die Erde, um am Kreuz Sühne zu leisten
  • Ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung - Jesus vergoss sein Blut
  • Am Kreuz küssten sich Gerechtigkeit und Frieden
  • Jesus nahm die gerechte Strafe auf sich, damit wir Frieden haben können
  • Gnade und Wahrheit begegneten sich in Christus
  • Versöhnung geschah durch den Tod seines Sohnes, durch das Blut seines Kreuzes

5. Die Pflicht zur gegenseitigen Vergebung

  • Gottes Vergebung uns gegenüber soll uns freimachen, einander zu vergeben
  • Das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht: 6 Milliarden Euro vs. 10.000 Euro
  • Wie kann jemand, dem so viel vergeben wurde, anderen Kleinigkeiten nicht vergeben?
  • Jesus lehrte: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
  • Wir sollen zueinander gütig und mitleidig sein und einander vergeben

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Micha 7,18-20

Wer ist ein Gott wie du, der die Ungerechtigkeit vergibt und die Übertretung des Überrestes deines Erbteils übersieht? Er behält seinen Zorn nicht auf ewig, denn er hat Gefallen an Güte. Er wird sich unser wieder erbarmen, wird unsere Ungerechtigkeiten niedertreten, und du wirst all ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen. Du wirst an Jakob Treue und an Abraham Güte erweisen, die du von den Tagen der Vorzeit her unseren Vätern geschworen hast.

1. Mose 45,1-15

Da konnte Josef sich nicht mehr bezwingen vor allen, die um ihn standen, und er rief: Lass jeden Mann von mir hinausgehen! Und es stand niemand bei ihm, als Josef sich seinen Brüdern zu erkennen gab. Und er erhob seine Stimme mit Weinen, und die Ägypter hörten es, und das Haus des Pharaos hörte es. Und Josef sprach zu seinen Brüdern: Ich bin Josef! Lebt mein Vater noch? Seine Brüder konnten ihm nicht antworten, denn sie waren bestürzt vor ihm. Da sprach Josef zu seinen Brüdern: Tretet doch her zu mir! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. Und nun betrübt euch nicht und zürnt nicht über euch selbst, dass ihr mich hierher verkauft habt, denn zur Erhaltung des Lebens hat Gott mich vor euch hergesandt. Denn schon zwei Jahre ist die Hungersnot im Land, und noch sind fünf Jahre, in denen es weder Pflügen noch Ernten geben wird. Und Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch einen Überrest zu setzen auf der Erde und euch am Leben zu erhalten für eine große Rettung. Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott. Und er hat mich zum Vater des Pharaos gemacht und zum Herrn seines ganzen Hauses und zum Herrscher über das Land Ägypten. Eilt, zieht hinauf zu meinem Vater und sprecht zu ihm: So spricht dein Sohn Josef: Gott hat mich zum Herrn von ganz Ägypten gemacht. Komm, komm zu mir herab, zögere nicht! Und du sollst im Land Goschen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Söhne und die Söhne deiner Söhne und dein Kleinvieh und deine Rinder und alles, was du hast. Und ich will dich dort versorgen, denn noch fünf Jahre ist Hungersnot, damit du nicht verarmst, du und dein Haus und alles, was du hast. Und siehe, eure Augen sehen es und die Augen meines Bruders Benjamin, dass es mein Mund ist, der zu euch redet. Berichtet meinem Vater all meine Herrlichkeit in Ägypten und alles, was ihr gesehen habt, und eilt und bringt meinen Vater hierher herab! Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte, und Benjamin weinte an seinem Hals. Und er küsste alle seine Brüder und weinte an ihnen. Und danach redeten seine Brüder mit ihm.

Apostelgeschichte 2,22-23

Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus, den Nazarener, einen Mann, von Gott für euch bestätigt durch mächtige Taten und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte tat, wie ihr selbst wisst - diesen, hingegeben nach dem bestimmten Ratschluss und nach Vorkenntnis Gottes, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen an das Kreuz geschlagen und umgebracht.

Hosea 11,8-9

Wie sollte ich dich hingeben, Ephraim, dich überliefern, Israel? Wie sollte ich dich wie Adama hingeben, wie Zeboim dich machen? Mein Herz hat sich in mir umgewendet, erregt sind alle meine Erbarmungen. Nicht will ich die Glut meines Zorns ausführen, noch Ephraim wieder verderben. Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch, der Heilige in deiner Mitte, und ich will nicht in Zornglut kommen.

Psalm 85,2-4.11-12

Herr, du hast deinem Land Gunst erwiesen, hast die Gefangenschaft Jakobs gewendet. Du hast die Ungerechtigkeit deines Volkes vergeben, all ihre Sünde hast du zugedeckt. Du hast zurückgezogen all deinen Grimm, hast dich abgewandt von der Glut deines Zornes. Güte und Wahrheit sind sich begegnet, Gerechtigkeit und Frieden haben sich geküsst. Wahrheit wird sprossen aus der Erde, und Gerechtigkeit wird niederschauen vom Himmel.

Epheser 4,32

Seid aber zueinander gütig, mitleidig, einander vergebend, wie auch Gott in Christus euch vergeben hat.

Weitere Referenzen

  • 1. Mose 42-45
  • Matthäus 11,28-30
  • Lukas 15 (Gleichnis vom verlorenen Sohn)
  • Johannes 8 (Die ehebrecherische Frau)
  • Lukas 23,34 (Vater, vergib ihnen)
  • Lukas 23,43 (Schächer am Kreuz)
  • Johannes 21 (Wiederherstellung des Petrus)
  • Matthäew 6 (Vaterunser - Vergebung)
  • Matthäus 18 (Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht)
  • Römer 5 (Versöhnung durch den Tod Christi)
  • Kolosser 1,20 (Frieden durch das Blut des Kreuzes)

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Gewissen durch Gottes Bund zur Ruhe bringen: Wenn wir mit unserer eigenen Schuld kämpfen, sollen wir uns daran erinnern, dass Gottes Bund und seine Treue größer sind als unsere Sünde. Keine falsche Entscheidung kann Gottes Versprechen brechen, uns zu retten und uns ewiges Leben zu geben.
  • 2 Anderen vergeben durch Blick auf Gottes Souveränität: Wenn andere uns verletzen oder enttäuschen, können wir ihnen vergeben, indem wir erkennen, dass Gott auch über ihre Sünde die Kontrolle hat. Kein Mensch kann durch seine Tat Gottes guten Plan mit unserem Leben zunichtemachen oder uns von Christus trennen.
  • 3 Proportionen der Vergebung erkennen: Wir sollen das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht auf unser Leben anwenden: Gott hat uns eine unermessliche Schuld (6 Milliarden Euro) vergeben - wie können wir dann anderen Kleinigkeiten (10.000 Euro) nicht vergeben? Diese Perspektive soll uns helfen, großzügig zu vergeben.
  • 4 Versöhnung aktiv suchen: Wie Josef aktiv auf seine Brüder zuging, sie küsste und ihnen seine Liebe zeigte, sollen auch wir nicht bei Worten stehenbleiben, sondern aktiv Versöhnung suchen und Beziehungen wiederherstellen, wo Trennung durch Sünde entstanden ist.
  • 5 In Christus die Kraft zur Vergebung finden: Wir sollen uns täglich daran erinnern, dass Jesus am Kreuz die gerechte Strafe auf sich nahm, damit Gott uns mit einem Friedenskuss begegnen kann. Diese Realität der vollbrachten Versöhnung soll uns befähigen und freimachen, einander zu vergeben.